Du entscheidest mit!

Jetzt unterzeichnen und TTIP stoppen!

„Unter größter Geheimhaltung wird zwischen der EU und den USA aktuell das Freihandelsabkommen TTIP verhandelt. Das Abkommen soll – so die Versprechungen der Regierungen und der Konzerne – Wachstum und Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks schaffen. Wir von foodwatch sind dagegen überzeugt: Das Abkommen nutzt ausschließlich den Konzernen und nicht den Bürgern. Wir Verbraucher werden entmachtet. Die größte Gefahr: Großkonzerne und Unternehmen können jederzeit Schiedsgerichte anrufen – eine Art Paralleljustitz – und damit Bürgerrechte und demokratische Prozesse ganz einfach aushebeln. Gegen diesen Staatsstreich von oben müssen wir uns gemeinsam wehren!

Zwar hat die EU-Kommission die von der Initiative „Stop TTIP“, zu der auch foodwatch gehört, beantragte Europäische Bürgerinitiative nicht zugelassen. Doch gemeinsam mit mehr als 240 anderen Organisationen haben wir beschlossen, die Unterschriftensammlung trotzdem zu starten. Wir wollen den Politikern zeigen, wie empört die Menschen sind: Machen Sie mit und unterzeichnen Sie jetzt!“

Auch DEINE Stimme zählt!

https://www.foodwatch.org/de/informieren/freihandelsabkommen/buergerinitiative-ttip/

Advertisements

🎃 Mumien 🎃

Zutaten:

  • 600 g Mehl
  • 21 g frische Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 1 TL Salz
  • 2EL Olivenöl
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 10 Würstchen

So geht’s:

1. Das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde machen. Hefe in ein Schälchen geben, mit einer Prise Zucker und etwas Wasser anrühren. Dies in die Mulde geben. Das Salz, Olivenöl und restliche Wasser dazu geben und zu einem Hefeteig verarbeiten. Es kann sein, dass man noch etwas mehr Mehl braucht, es sollte ein weicher, nicht klebender Teig sein, den man dann kurz auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchknetet. Den Teig in die Schüssel zurückgeben, feucht abdecken und an einem warmen Ort, etwa 30 Min. gehen lassen.

In der Zwischenzeit ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Den Ofen auf 200° Grad vorheizen.

2. Nun Teig durchkneten. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn auswalzen. Dann in dünne Streifen schneiden.

DSCI0830 DSCI0832

3. Diese wickelt man nun vorsichtig um ein Würstchen, von oben nach unten, es darf stellenweise auch noch etwas Würstchen herausschauen, zum Beispiel muss oben beim „Kopf“ einen Sehschlitz für die Augen frei bleiben.

DSCI0835

4. Die Mumien im vorgeheizten Ofen etwa 10-15 Min. backen. Der Teig sollte eine ganz leicht braune Farbe haben. Herausnehmen und auf ein Kuchengitter legen.

5. Bei den ausgekühlten Mumien mit dem runden Ende von einem Zahnstocher zwei Punkte oben in die Sehschlitze als Augen stechen.

DSCI0837

Schmecken warm und kalt.

🎃☆:*´¨`*..:🎃..:*´¨`*:.☆🎃 Viel Spaß beim Nachmachen! 🎃☆:*´¨`*..:🎃..:*´¨`*:.☆🎃

🎃 Monster-Burger 🎃

Zutaten für 4 Burger:

  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 400 g gemischtes Hack
  • 1 Ei
  • 2 EL Paniermehl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1/2 TL Edelsüß-Paprika
  • 2-3 EL Öl
  • 4 Burger-Brötchen
  • 2-3 mittelgroße Tomaten
  • 4-5 Cornichons
  • 4-6 EL leichte Salatcreme
  • 4 EL Tomaten-Ketchup
  • 1-2 EL lange Mandelstifte
  • 4 Mini-Mozzarella-Kugeln

So geht’s:

  1. Zwiebel für die Monster-Burger schälen und in feine Würfel schneiden. Hackfleisch, Ei, Paniermehl, Zwiebelwürfel, Salz, Pfeffer und Paprikapulver für die Monster-Burger mit den Knethaken des Handrührgerätes verkneten.

DSCI0812

2. Aus der Hackfleischmasse für die Monster-Burger 4 gleich große, flache Frikadellen formen. Tipp: Das geht am Besten mit feuchten Händen.

3. Öl für die Monster-Burger in einer Pfanne erhitzen. Frikadellen für die Monster-Burger darin von jeder Seite 4-5 Minuten braten. Burger-Brötchen für die Monster-Burger von jeder Seite toasten.

4. Tomaten für die Monster-Burger waschen. Tomaten und Cornichons in dünne Scheiben schneiden. Burger-Brötchen aufschneiden.

DSCI0816

5. Die unteren Brötchenhälften mit Salatcreme bestreichen und mit den Tomaten- und Cornichon-Scheiben (bis auf 8 Stück) belegen. Je eine Frikadelle darauflegen und etwas Tomaten-Ketchup als „Blutkleckse“ auf die Monster-Burger verteilen.

6. Mandelstifte als Zähne für die Monster-Burger vorne in die Ränder der Brötchenhälften stecken. Brötchendeckel auf die Frikadellen setzen und leicht andrücken.

DSCI0821

7. Mozzarella-Kugeln halbieren und mit den übrigen Cornichon-Scheiben als Augen auf die Monster-Burger setzen.  Fertig! 😉

DSCI0823 DSCI0824 DSCI0825

🎃☆:*´¨`*..:🎃..:*´¨`*:.☆🎃 Viel Spaß beim Nachmachen! 🎃☆:*´¨`*..:🎃..:*´¨`*:.☆🎃

📖 Rezension zu:“ Colours of Africa“ von Ellen Alpsten

Colours of Africa

Ich hatte viel mehr erwartet..

Ava hat vor einer Weile die Schule beendet, doch mit ihrem nicht so guten Abi stehen ihr auch nicht gerade alle Türen offen. Weil ihre Freundinnen und Freunde offensichtlich alle bessere Chancen haben und sie keine Lust auf Irgendetwas mehr hat, bleibt sie einfach tagelang in ihrem Zimmer.. Nichteinmal ihre französische Freundin Camille ist in der Lage, ihre Laune zu bessern, denn selbst sie wurde an einer Universität angenommen und wird Medizin studieren.
Doch ist Avas Mutter aufgrund des Besuches einer ihrer langjährigen Freundinnen Eva endlich in der Lage, Ava aus ihrem Bett zu lotzen.
Diese Begegnung mit der Schauspielerin Eva wird Avas Leben drastisch verändern..
Eva ist nämlich sehr engagiert: Sie ist die Leiterin einer Hilfsorganisation in Kenia: „Mut zur Farbe“ heißt das Projekt. Und kurzerhand beschließt die kunstinteressierte Ava, ein zweimonatiges Praktikum bei dieser Organisation zu machen. Allein- in Kenia.
Zwar möchte ihr Freund Mogens sie nicht nach Nairobi fliegen lassen, aber wie so oft hört Ava nicht auf ihn und begibt sich auf die Reise.
In Kenia angekommen stellt sie fest, dass es dort viele verschiedene Welten gibt: Kenia ist aufregend, farbenfroh, lebenslustig, gefühlvoll, aber auch arm und tödlich..
Wie gut, dass Ava auf der Arbeit von ihrer neuen Freundin Tanu und dem gut aussehenden Mats unterstützt wird, sodass sie das wahre Kenia kennenlernt. Schnell stellt sie sich die Frage, ob sie wirklich so unprofessionell war und sich direkt am ersten Tag in Mats verliebt hat. Schließlich ist sie mit Mogens zusammen, was man aber eher nicht als Beziehung bezeichnen kann, da Ava seine Anrufe nie entgegen nimmt und sehr trotzig auf ihn reagiert.
Als wären ihre Gefühle nicht schon überwältigend und verwirrend genug, lernt sie eines Nachts in einem Club den charmanten James Cecil kennen, ein reicher Mann, der ihr eine vollkommen andere Welt offenbart.
Doch ist Mats nicht gut auf James zu sprechen und für Ava ist es bereits zu spät: Sie empfindet auch etwas für ihn.
Und so lässt sie sich auf ein Treffen mit ihm ein- ob das eine gute Idee war?
Und welches Geheimnis birgt der kleine Junge John, der an allen Workshops der Organisation teilnehmen darf, unglaublich kreativ aber auch düster und geheimnisvoll ist?
Wird Ava Licht ins Dunkel bringen können??

Ich hatte mir erhofft, viel über die einzigartige Landschaft, aber auch über Kontakte mit der kenianischen Kultur lesen zu können. Manchmal wird in dem Buch wirklich die Landschaft beschrieben, oder wie es in den Slums zu sich geht, diese seltenen Passagen haben mir sehr gut gefallen.
Aber inhaltlich konnte mich das Buch wirklich nicht überzeugen, denn es ist ein ständiges hin und her: Wen liebt Ava und liebt er sie? Wird sie ihr Praktikum verlängern oder lieber doch nicht? Traut sie sich Kenia zu oder doch nicht? Hierbei hält sich die Spannung jedoch in Grenzen.. Und für mich waren ihre Entscheidungen auch vorhersehbar.. Mich hätte es auch sehr gefreut, wenn John etwas mehr thematisiert worden wäre, denn er hatte wirklich potential, Spannung zu erzeugen. Denn nachdem man eine von ihm geschriebene Kurzgeschichte gelesen hatte, hat man gehofft, dass bitte noch etwas von ihm Geschriebenes vorkommt, denn seine kindliche aber trotzdem irgendwie erwachsene Erzählung hat mir gefallen.. Leider blieb es die einzige..
Mit Ava konnte ich mich absolut nicht anfreunden: Sie hat mich irgendwann einfach nur noch genervt. Schon ganz zu Beginn, als sie unmotiviert in ihrem Bett liegt und auf alles und jeden neidisch ist, war ich nicht gerade begeistert. Aber dann hat sie sich ja aufgerappelt und ich hatte schon Hoffnungen, dass sie richtig nett wird, Kenia ihr Herz öffnet und sie aufblühen lässt..
Zu ihrem Freund ist Ava wirklich unglaublich unfair, sie behandelt ihn, als wäre er ein Spießer, der sie nur unterdrücken wollte, obwohl er sich nur Sorgen um sie macht, weil er sie liebt. In Kenia angekommen, unterdrückt sie seine Anrufe, was wirklich nicht nett ist.. Man könnte sagen, dass sie ihn einfach nicht richtig liebt, gut, aber damit wäre das Thema Liebe ja noch lange nicht beendet: Mats oder James? Projektleiter oder Sohn eines reichen Grundbesitzers?
Wenn es um James Cecil geht, kann ich Ava absolut nicht verstehen.. Und auch in anderen Szenen konnte ich wirklich keine Sympathire für sie empfinden, obwohl es, wie ich denke, aber so gewollt gewesen wäre..
Zum Schreibstil bleibt mir zu sagen, dass ich immer wieder über Ausdrücke gestolpert bin und verwundert war, mich gefragt habe, ob man das wirklich so sagen kann… Es war ein wirklich holperiges Lesen, kein flüssiges oder tragendes…
Manchmal habe ich mich gefragt, ob da etwas falsch übersetzt worden ist, ich bin mir aber nicht sicher, ob das Buch überhaupt übersetzt wurde. Die Autorin, Ellen Alpsten, wurde in Kenia gebohren, zog nach Deutschland, studierte hier und lebt jetzt in London. Daher weiß ich nicht, ob „Colours of Africa“ übersetzt worden ist oder nicht..

Ich bin von dem Buch wirklich enttäuscht, vor allem, weil ich den Coppenrath-Verlag sehr schätze und ich auch schon sehr viele sehr schöne Bücher von ihm gelesen habe. Deswegen war die Überraschung sehr groß.. Der Coppenrath-Verlag steht sonst für mich für anspruchsvolle Kinder- und Jugendbücher, die einen zum Beispiel auch an fremde Orte entführen- aber dieser Effekt blieb hier leider aus..

Das Buch soll für 12-15 Jährige sein, was meiner Meinung nach nicht passt, aber vielleicht gefällt es 10 Jährigen Mädchen- ich weiß es nicht..

So würde ich es jedoch nicht weiterempfehlen- sehr, sehr schade…

3/5 Sterne

3-Sterne

📖 Rezension zu: „An der Mordseeküste“ von Lotte Minck

An der Mordseeküste

Töfte Ermittler ausm Pott machen Urlaub anner Nordsee!

Die im Ruhrgebiet lebende Loretta Luchs arbeitet als Telefonistin in einem Callcenter. Doch obwohl ihr Chef sie bittet, noch ein Weilchen auf den Urlaub zu warten, da ohne sie der Umsatz drastisch sinken wird, macht Loretta sich auf den Weg: Auf zur Nordsee- und das sogar mit ihren besten Freunden. Alle freuen sich auf einen erholsamen Aufenthalt am Strand- mit Sonne, Meer und Wattwanderungen- und einer Foto-Vernissage der berühmten Künstlerin Maria Gonzalez, mit der die Ruhrpottler sehr gut befreundet sind. Sie sind als Ehrengäste geladen, da Fotos von ihnen bei dieser Vernissage als Kustwerke an den Wänden hängen. Eine vollkommen neue Erfahrung für die Freunde, schließlich können die anderen berühmten Gäste die Fotos erwerben.. Und dann hängen sie in fremden Esszimmern..
Doch wird die Veranstaltung nicht vollkommen friedlich bleiben.. Denn der Sponsor der Vernissage, Julius Mühling, beschimpft die Truppe heftig, nachdem er von Diana abgeblitzt wurde.. Doch lässt Frank diese Beleidigungen nicht auf den Damen sitzen und schlägt Julius Mühling. Ein folgenschwerer Fehler, wie er am nächsten Tag feststellen wird.
Schließlich wacht er mit einem Filmriss neben Mühlings Leiche auf und es sieht nicht gut aus für ihn..
Können seine Freunde ihn entlasten und den wahren Täter finden? Die Chancen stehen gar nicht so schlecht, denn mit Erwin haben sie einen Ex-Polizisten und mit Loretta eine erfahrene Hobbyermittlerin an Bord. Und von ihnen ist keiner auf den Mund gefallen, so viel ist klar.

Das Buch ist sehr angenehm zu lesen, da es sehr flüssig geschrieben ist und der wunderbare Humor das ganze Buch über anhält. Außerdem ist die Krimödie spannend, in sich schlüssig und kann mit genialen Charakteren überzeugen. Egal ob Hornbrillen-Girl Loretta, Minipli-Man Erwin, oder El Schrillo Frank. Auch das immer wieder verwendete Ruhrpott Deutsch ist an vielen Stellen einfach herrlich und zum wegkichern!
Was mir auch ausgesprochen gut gefällt ist, dass das Buch ein Rezept für einen „Ostfriesischen Teekuchen“ beinhaltet. Ich finde so etwas immer total toll- und der Kuchen schmeckt köstlich! 😉

Bei „An der Mordeeküste“ handelt es sich nach „Radieschen von unten“ und “ Einer gibt den Löffel ab“ um Lotte Mincks drittes Buch um die schrillen Ruhrpott-Hobby-Ermittler um Loretta Luchs.
Dieses war mein erstes Buch der Reihe, was beim Lesen aber nicht stört: Man hat nicht das Gefühl, dass einem wichtiges Wissen über die Freunde fehlt, was mir ausgesprochen gut gefällt. Und ich werde die anderen Bücher um Loretta Luchs sicherlich auch bald lesen, da mich dieses liebevoll geschriebene Buch so sehr überzeugen konnte!

Alles in allem kann ich dieses grandiose Buch also wirklich jedem weiterempfehlen: Es ist nicht blutrünstig, trotzdem sehr spannend, unglaublich humorvoll und man gewinnt die Charaktere richtig lieb!
So soll das sein:
Ein richtich töftes Buch!

5/5 Sterne

5-Sterne

📖 Rezension zu: „Tote trinken keinen Whisky“ von Auerbach & Keller

Tote trinken keinen Whisky

Schottische Hochzeit mit einigen (mörderischen) Hindernissen…

Pippa Bolle und ihr Bruder Freddy freuen sich schon sehr auf die Hochzeit ihrer Freunde Duncan und Anita. Doch schon auf dem Weg zum wunderschönen Schottland geschieht ein großes Unglück, als jemand über Bord geht.
Ein Unfall?? Oder war es Selbstmord? Oder gar Mord?
Garantiert war es nur ein Unfall: Das Deck war viel zu rutschig.. Und außerdem passt ein Mord der Trauzeugin Pippa ganz und gar nicht in ihre Planungen.
Doch etwas belastet das zukünftige Ehepaar: Irgendjemand möchte ihren Ruf zerstören, sie wissen nicht, wem sie trauen können und wer ihnen schaden möchte. Und was hat es mit der angeblichen Katzenbande auf sich, die literweise schottischen Whisky schmuggeln und fälschen soll. Oder ist das alles ein Gerücht?
Das Brautpaar hat dementsprechende Hochzeitswünsche die ihre Zukunft absichern und ihr Vertrauen stärken sollen.
Eines ist klar: Pippa muss ihren Freunden helfen und nicht nur ein Geheimnis lüften. Denn allmählich schleicht sich der Verdacht auf, dass jemand- oder auch eine ganze Gruppe- Duncan und seiner vor kurzem erst von der Familie übernommenen Whiskybrennerei schaden will. Und diese Person- oder Gruppe- schreckt vor nichts zurück…
Und bald taucht eine Leiche nach der anderen auf.
Schon ziemlich früh geht es um Mord, Whisky-Schmuggel, Whisky-Fälschung, Mord und Gewalt..
Können Pippa und ihre Freunde diesen Fall lösen?

Die Geschichte ist sehr stark in sich verschachtelt, was einen beim Lesen extrem verwirrt.. Ganz oft wusste ich nicht, was jetzt wann genau passiert ist und wie das mit dem vorher Geschehenen zusammenhängt..
Auch traten mir persönlich viel zu viele Personen auf, oft auch aus einer Familie, was das Auseinanderhalten wirklich nicht einfacher machte. Zwar gab es zu Beginn eine Aufzählung von allen Charakteren, aber diese half mir trotzdem nicht. Außerdem waren die einzelnen Figuren wenig bis gar nicht beschrieben, was mir auch einige Probleme bereitet hat. Dies hier war mein erster Fall von Pippa Bolle und ich wusste (deshalb) auch nicht genau, wie alt sie war. Und deswegen wechselte sie auf Grund von Beschreibungen ihres Alters (z.B. diese Person war ungefähr im gleichen Alter wie Pippa) immer wieder von ziemlich jung auf mittlerweile schon ziemlich alt, was ziemlich unangehm war. Und so ging es mir bei den anderen Personen auch..
Dann sind in diesem Buch Beziehungen ein großes Thema, also: Wer geht mit wem und wer ist in wen verliebt und was hat wer wem in der Vergangenheit angetan.
Das war auch sehr verwirrend und ich habe das Gefühl, davon nicht alles mitbekommen, bzw. verstanden zu haben. Das finde ich sehr schade. Und beim Lesen ist das auch anstregend und etwas ermüdent..

Dafür muss man aber auch sagen, dass die schottische Landschaft sehr gut beschrieben wird, sodass man Lust auf einen Urlaub auf der Insel bekommt. Man kann sich die Gegend sehr gut vorstellen, was selbstverständlich sehr angenehm ist.
Darüber hinaus wird viel über Whisky erzählt, was auch ausgesprochen spannend ist, man lernt also noch etwas üer die Whiskybrennerei, sowie über die Tadition des Whiskyschmuggels und die Möglichkeiten durch ein paar illegale Tricks Unmengen an Geld zu verdienen.

Ich bin was dieses Buch angeht wirklich hin- und hergerissen.. Gäbe es auch halbe Sterne, würde ich dem Buch 3,5 Sterne geben.. Die Landschaftsbeschreibungen reißen nämlich noch sehr viel raus.

Alles in allem kann man das Buch allen empfehlen, die sich von einigen Seiten nicht abschrecken lassen, gerne mehr über Schottland und Whisky erfahren möchten (wobei die auf dem Klappentext angekündigten Traditionen meiner Meinung nach etwas zu kurz gekommen sind), aber sich nicht verwirren lässt und ein ausgesprochen gutes Personengedächtnis hat, oder zumindest nicht traurig darüber ist, die Handlungen nicht so ganz zu verstehen und Personen nicht gut auseinanderhalten zu können.

3/5 Sterne

3-Sterne

📖 Rezension zu: “ Ich geh jetzt in dein Karma rein“ von Bianca Wagner

Ich geh jetzt in dein Karma rein

Unterhaltsamer Blick hinter die Kulissen der Astro-Hotlines!

Bianca Wagner war 5 Jahre lang als Kartenlegerin auf Online-Portalen für esoterische Lebensberatung tätig. Dabei wurde sie immer wieder mit außergewöhnlichen Menschen und schwierigen Lebenssituationen konfrontiert. Einige ihrer Telefonate sind wirklich zum Fremdschämen, andere bringen den Leser zum Staunen. Beeindruckend berichtet die Autorin von ihren Erlebnissen in der Branche und lässt den Leser an Gesprächen, Erfahrungen und Erkenntnissen teilhaben.
So lernt man zum Beispiel die verschiedenen Berater-Typen kennen, die einem auf den Astro-Lines begegnen, und erfährt auch von ihren typischen Eigenschaften und ihrer Auffassung des Berufes.
Darüber hinaus bekommt man einen Einblick, wer alles Rat sucht, denn es lassen sich die unterschiedlichsten Menschen die Karten legen, oder das Karma reinigen, oder Ähnliches. Vom Studenten, über die alleinerziehende Mutter, bis hin zu Prominten oder Psychiatern ist alles vertreten.
Außerdem erfährt man von den Ängsten und Fragen der Anrufer und ihren Beweggründen, Geld für einen Anruf auf einer Astro-Line zu bezahlen.
Bianca Wagner deckt als ehemalige Kartenlegerin auch auf, wie viel Geld hinter dem Geschäft mit der Esoterik steckt, und welche Maschen sich Berater, sowie Mitarbeiter der Hotlines, ausgedacht haben.
Am Ende des Buches gibt es auch noch ein Esoterik-Lexikon, das einem Aufschluss gibt über die verschiedenen Begriffe und Praktiken der Esoterik-Welt. Denn nicht jeder weiß mit Begriffen wie „Feinstofflichkeit“ oder „Kabbala“ auf Anhieb etwas anzufangen?

„Ich geh jetzt in dein Karma rein“ ist ein wunderbar unterhaltsames Buch, dass dem Leser einen Blick hinter die Kulissen deutscher Astro-Lines bietet. Das Buch bringt einen zum Staunen, Fremdschämen, Lachen und Wundern. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, denn man muss keine Vorkenntnisse haben, muss auch kein Anhänger von irgendwelchen Gurus sein, und bekommt dafür informative Anekdoten. Das Buch hat mich wirklich fasziniert und begeistert. Auch vom Schreibstil ist es sehr angenehm, sodass man mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören möchte.
Jetzt hoffe ich nur noch auf ein weiteres Buch, in dem über noch mehr kuriose Anrufe und Hilfesuchende berichtet wird!
Magisch!!! 🙂

5/5 Sterne

5-Sterne

📖 Rezension zu: “ Auf die Hand“ von Stevan Paul

Auf die Hand

Fast Food de luxe – nicht nur für unterwegs!

„Auf die Hand“ bietet köstliche Rezepte für die neue Streetfood-Generation:
Frisch zubereitet, hausgemacht und unkompliziert!
Das ist Street Food de luxe! Dieses Kochbuch beinhaltet Rezepte aus aller Welt, die man auf Genussmärkten, in mobilen Küchen und Take-aways finden kann und zeigt damit die Vielfältigkeit von Burgern, Sandwiches, Salaten, Bagels, Toasts und Co.!
Zu den einzelnen Gerichten werden auch immer noch allgemeine Informationen gegeben: Woher kommt der Name? Wo hat das Gericht seinen Ursprung? Was bewirken die einzelnen Zutaten? Worin liegt die Raffinesse dieser Leckerei? Worauf muss man achten? Was passt geschmacklich gut dazu? Wer hat’s erfunden? Wie kam man auf die Idee zu dieser Kreation? Oder wer isst es am liebsten?
Das Buch ist sehr übersichtlich und verständlich gestaltet; es ist gut und vor allem sinnvoll strukturiert, sodass man sich problemlos zurecht findet.
Noch bevor das eigentliche Rezept beginnt, wird immer noch etwas über die benötigte Zeit geschrieben.
Wobei beinahe jedes der Gerichte sich in ungefähr 30 Minuten zubereitenlässt. Es geht also sehr schnell von der Hand.
Doch wer nun denkt, diese Rezepte seien nur einfach und einfallslos irrt sich:
Die Rezepte sind vielfältig, abwechslungreich und interessant. Man findet auf 287 Seiten wirklich für jeden Geschmack etwas! Vom French Toast, über Cô-Cô-Bánh-Mì-Deli bis hin zum Corn Dog ist wirklich alles vertreten!
Hinten im Buch finden sich auch Soßen-Rezepte, um die Gerichte noch etwas aufzupeppen.
Zu jedem Rezept gibt es auch ein wunderbares Foto, das einem regelrecht das Wasser im Mund zusammen laufen lässt!

Ich kann dieses Kochbuch von Stevan Paul und Daniela Haug wirklich weiterempfehlen, da die „Gerichte“ aktuell, simpel und ausgesprochen lecker sind und auch nur wenig Zeit benötigen!

4/5 Sterne

4-Sterne

📖 Rezension zu: „In die Füße atmen“ von Mark Welte

In die Füße atmen

Witziges + kurzweiliges Buch über die Schauspielschule, nervende Zwillingsbrüder und die große Liebe

Jan Diamant ist seit der achten Klasse in Lina Henting verliebt. Aber natürlich traut er sich nicht, ihr das offen zu gestehen. Dafür ist er viel zu ängstlich.. Also versucht er ersteinmal ihr einfach zu gefallen. Ein möglicher Weg dafür ist schnell gefunden, denn Lina liebt das Theater.
Und bald bekommt der schüchterne Jan die Möglichkeit, eine Rolle im Schultheaterstück zu übernehmen.. Und zwar anders als er gedacht hatte: Nicht hinter der Bühne, sondern auf ihr..
Aber wenn er dadurch endlich für seine Lina sichtbar wird, soll es ihm recht sein.
Und tatsächlich: Lina nimmt ihn das erste mal wirklich wahr. Und besser noch: Die Beiden werden sogar Freunde. Doch je älter sie werden, desto schlimmer werden Jans Ängste. Und der Arme muss auch immer wieder dabei zusehen, wie Lina andere Männer anflirtet..
Und plötzlich- viel zu schnell- ist die Schule auch schon vorbei.. Und Jan fast einen gewagten Endschluss: Er möchte Schauspiel studieren, und zwar an der gleichen Schule wie Lina, denn dann könnte ja noch etwas aus den Beiden werden, oder?
Doch so toll der Plan auch klingen mag: Jan stößt schnell auf erste Probleme.. Denn sogar davor, das Bewerbungsschreiben in den Briefkasten zu werfen, hat er panische Angst.
Wieder vergehen ein paar Jahre, und Jans Traum ist kurz vorm Platzen, da er zu alt wird..
Wäre da nicht…:
-Jemand, der solche Ängste nicht kennt…
-Jemand, der ein Vorsprechen an der Schauspielschule mit links macht…
-Jemand mit dem größten Selbstvertrauen im ganzen Universum…
-Jemand, der also ganz anders ist als Jan,
und trotzdem genauso aussieht..
Und diese Person gibt es tatsächlich: Henrik, Jans eineiiger älterer Zwillingsbruder.
Ohne dass Jan davon weiß, bewirbt dieser sich unter Jans Namen an der münchener Otto-Falckenberg-Schule – und wird auch angenommen.
Erst ist Jan gar nicht begeistert, doch als er in der Schule auf Lina trifft, ist dieser Ort der beste überhaupt. Und Schauspieler ist selbstverständlich der beste Beruf ünerhaupt.
Doch hat Henrik sich nicht besonders Jan-mäßig benommen, und so sorgt Jans Zwillingsbruder nicht zum ersten- und auch garantiert nicht zum letzten mal- für jede Menge Ärger und Verwirrung..
Zwar fliegt der Betrug nicht auf, doch muss Jan für das respektlose und arrogante Verhalten seines „zweiten Ichs“ die Strafe kassieren..

Die Charaktere in dem Buch sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können: Egal ob der verklemmte Jan, die sich immer angegriffen fühlende Gabriele, die korrekte Ruth, der strenge Lehrer Hengstenberg, oder aber die Sekretärin mit dem Fuß-Tick.. Alle sind irgendwie sympathisch und wachsen einem beim Lesen ans Herz.. Alle bis auf eine.. Denn Lina hat mich am Ende wirklich genervt. Und das will was heißen, wenn einem sogar der kiffende Macho Henrik lieber gewesen ist…
Die verschiedenen Personen sorgen immer wieder für Konflikte und lustige Situationen, wodurch ein leichtes Lesen möglich ist.
Man kann das Buch sehr schnell lesen, da man kaum dabei nachdenken muss, sondern einfach von der Geschichte und dem Schreibstil mitgezogen wird.
Denn das Buch ist sehr schön geschrieben: Aus Jans Sicht liest man viel über seine Ängste, und auch seine Gefühle und Ideen geben viel Grund zum Schmunzeln.. Schließlich nimmt er sich immer wieder vor, Lina seine Liebe zu demonstrieren, was unter Schauspielern gar nicht so einfach ist..
Außerdem bekommt man auch einige Übungen aus dem Schauspielunterricht mit, die wirklich amüsant sind, denn kaum hat die Klasse keinen Unterricht mehr beim strengen Hengstenberg, ist peinliche Improvisation bei Herrn Rey an der Reihe.
Man kann sich die Übungen wirklich gut vorstellen und ist extrem oft sehr froh darüber, nicht mitmachen zu müssen.

Ich kann dieses Buch wirklich jedem weiterempfehlen, da es kurzweilig und lustig ist. Auch Leser die nicht vorhaben, Schauspiel zu studieren, werden dieses Buch sicherlich sehr mögen!
Ein Buch mit Charme, Witz, und Spannung. Toll!

4/5 Sterne

4-Sterne

📖 Rezension zu: „Der Garten der verlorenen Seelen“ von Nadifa Mohamed

Der Garten der verlorenen Seelen

Ein Buch, das sprachlos macht und die Schönheit und Brutalität im somalischen Bürgerkrieg zeigt.

Bei Somalia habe ich immer spontan an Verfolgung, religiösen Extremismus, Korruption (2012 führte Somalia doch den Korruptionsindex von Transparency International als weltweit schlimmstes Land in diesem Bereich an), verschiedene Clane, Gewalt (auch aufgrund des Glaubens), Al Shabaab, Stammesdenken und Bürgerkrieg denken müssen. Alles nichts wirklich Positives…
Da ich mir von dem Buch erwartet habe, dass es Somalia und auch die mit Somalia verknüpften Probleme unverschönt beschreibt, war ich sehr gespannt auf dieses Buch.

„Der Garten der verlorenen Seelen“ beschreibt die Erlebnisse dreier Frauen, deren Schicksale eng mit einander verbunden sind.
So lernt man zum Beispiel Kawsar kennen, die ihren Garten pflegt und liebt und schon so viel erlebt und überstanden hat. Kawsar ist unfassbar stark und tapfer.
Auch die junge Deqo gehört zu den Hauptcharakteren des Buches. Sie ist eine Waise und lebt lange Zeit auf der Straße, lernt dort Menschen verschiedenster Art kennen und wünscht sich nichts sehnlicher als eine eigene Familie. Doch ist nicht jeder, den man auf der Straße trifft, perfekt als Mutterersatz geeignet, wie sie schmerzlich feststellen werden muss..
Und zu guter Letzt Filsan, die in der Armee arbeitet und gegen die Rebellen kämpft und für „Odnung“ sorgen soll. Doch verändern sie ihre Erlebnisse..
Die Charaktere sind so gut beschrieben, dass man sie sich lebhaft vorstellen kann. Sie sind in sich stimmig, ändern (gut begründet) ihre Meinungen, haben Ängste, Wünsche und eine bewegende Vergangenheit. Es ist beeindruckend wie fein sie ausgearbeitet sind. Mich beeindruckt es immer wieder, wenn Personen in Büchern Veränderungen durchleben, ihre Weltsicht ändern, oder Ähnliches. Und das war auch hier der Fall. Man weiß auch gar nicht, ob man zum Beispiel Filsan bewundern soll, oder ob man sich von ihr abgestoßen fühlt.. Doch verändert sich eben auch im Verlaufe des Buches, mit zunehmendem Wissen über Familie, Vergangenheit, Gefühle und Gedanken, das Bild, das man sich aufgebaut hat. Sehr beeindruckend!
Man kann sich aber nicht nur die einzelnen Charaktere sehr gut vorstellen, sondern auch die Landschaft und die Gefühle der Menschen. Man spürt beim Lesen, dass eine neue Zeit beginnt, dass der Bürgerkrieg ausbrechen und alles verändern wird.
Während zum Teil wirklich brutale Szenen geschildert werden, bleibt immer noch eine gewisse Stimmung in der Luft hängen, die einen hoffen lässt und auch die Möglichkeit gibt, das schöne an Somalia zu sehen. Man nimmt die Gerüche fremder Gärten wahr, schmeckt die Früchte vom Markt und hört die auf der Straße spielenden Kinder.
Aber man hört eben auch die Gewehre, die Kommandos der Soldaten, Schmerzensschreie, riecht verwesende Leichen, und vieles mehr.
Genauso, wie ich es erwartet hatte, gewährt das Buch einen tiefen Einblick in ein Land, das voller Unterschiede ist: Zum einen ist die Brutalität unfassbar, aber auch die Schönheit ist bewundernswert.
Beim Lesen dieses Buches war ich immer wieder ausgesprochen froh darüber, zu dieser Zeit in diesem Land zu leben, keine Angst haben zu müssen, genug Essen und Trinken zu haben, in einem Haus leben zu können und kein Opfer von Gewalt sein zu müssen.
Die Rolle der Frauen kommt auch sehr gut zum Vorschein, da Filsan als weibliche Soldatin zum Beispiel ihren männlichen Kollegen nicht einfach gleichgestellt ist und immer darum kämpft, von ihnen akzeptiert und bewundert zu werden.
Mir haben oft die Worte gefehlt, wenn zum Beispiel die Ermordungen von unschuldigen Kindern beschrieben wurden, oder Vergewaltigungen, oder auch die Zustände in den Gefängnissen.

Dieses Buch ist definitiv nichts für zarte Gemüter!!!

Ich kann zu der Handlung in dem Buch gar nicht so viel verraten, da alle Handlungsstränge miteinander verknüpft sind, und Furchen in den Leben anderer hinterlassen. Jede Entscheidung verändert das Leben einer anderer Person in dem Buch.
Es ist faszinierend, zu sehen, wie die Leben mit einander verbunden sind und wie unsere Entscheidungen ganze Leben beeinflussen können.

Die Erzählperspektive wechselt stetig zwischen Filsan, Deqo und Kawsar, sodass man immer mehr über sie erfährt und auch die Gedanken der Hauptcharaktere übereinander kennenlernt. Großartig!

Ich muss zugeben, dass mich am Anfang die verschiedenen Namen sehr verwirrt haben, da sie zum einen den mir allgemein bekannten Namen einfach nicht ähneln und zum anderen so viele Personen zu Beginn aufgetaucht sind. Doch dies hat sich sehr schnell geändert und man wusste genau von wem die Rede war.
Was ich mir noch gewünscht hätte, wäre ein kleines Wörterbuch als Anhang, in dem die in dem Buch erwähnten somalischen Begriffe erläutert werden. Das wäre beim Lesen sicherlich eine sehr große Hilfe gewesen, aber man kam auch ohne Zurecht und musste sich die Erklärung aus dem Zusammenhang nehmen, was manchmal gar nicht so einfach war.
Ganz vorne in dem Buch ist eine Landkarte, damit man die Wege die die Personen gehen und die Geschehnisse einordnen kann.

Alles in allem ist „Der Garten der verlorenen Seelen“ ein sehr beeindruckendes Buch, für das man beim Lesen sehr viel Zeit braucht, da jeder Satz so viel Bedeutung hat und die Autorin Nadifa Mohamed es schafft, auf 268 Seiten die Schicksale verschiedener Personen, verknüpft, darzustellen und dem Leser das facettenreiche Somalia zu Auge zu führen. Ich kann es nur nocheinmal sagen: Dieses Buch hat mich schwer beeindruckt!

Ein Buch für alle, die wissen wollen, wie gut wir es hier, wo wir wohnen, haben, und uns erklärt, wie man sich unter solchen schweren Bedingungen, wie in Somalia, fühlt, was man denkt, wenn Bürgerkrieg ausbricht, welche Pläne man vielleicht schmiedet, und auch ein Buch lesen wollen, dass zeigt, wie auch die unterschiedlichsten Menschen durch Zusammenhalt etwas erreichen können und versuchen durch den Zusammenschluss  Kraft zu schöpfen! Dabei sollte man starke Nerven haben und sich von traurigen und brutalen Situationen nicht unterkriegen lassen!

5/5 Sterne

5-Sterne

📖 Rezension zu: „Untreue“ von Paulo Coelho

Untreue

Die Geschichte einer depressiven Frau, die eine krankhafte Eifersucht entwickelt..

Paulo Coelhos Bücher sind Weltbestseller, wurden in viele verschiedene Sprachen übersetzt und erreichten eine bisherige Weltauflage von über 165 Millionen Exemplaren. Er hat viele Anhänger, die die weisen Gedanken, die er geschickt in seine Bücher einbringt, zum Nachdenken bringen und Fans, die sich freuen, mehr von ihm lesen zu können. Viele sagen, seine Bücher würden meisterhaft von dem Umgang mit schwierigen Situationen, Einsamkeit und Liebe, aber auch von Risiken des eigenen Lebens und dem Leben des Lebens berichten.
Selbstverständlich wollte ich sehr gerne herausfinden, ob auch ich so angetan sein würde, wenn ich eines seiner Werke lese.
„Untreue“ sprach mich vom Thema her an:
Eine junge Frau, die 31jährige Linda, fragt sich, ob ihr Leben nicht noch mehr beinhalten könnte, ob sie wirklich schon alles erreicht hat, oder ob sie nicht noch neue Abenteuer in ihr Leben bringen könnte. Linda hat eigentlich alles: Geld, einen liebevollen Mann, zwei Kinder, einen tollen Job- und trotzdem gibt es da diese Lücke in ihrem Leben: Sie sehnt sich nach Leidenschaft. Zunehmend leidet sie darunter, eine depressive Periode durchzumachen und muss den Mut aufbringen, nach Leidenschaft zu fragen.
So weit der ungefähre Inhalt des Klappentextes und der Buchbeschreibungen.
Ich finde die Frage nach (neuen) Zielen in einem Leben, dass vor lauter Gewohnheiten schon eintönig geworden ist, sehr interessant und auch bei einer 31jährigen Frau durchaus berechtigt.
Leider hatte ich Untreue auf Lindas Einstellung sich selbst gegenüber bezogen, was wohl ziemlich dumm von mir war… Denn ziemlich schnell werden dem Leser die ersten tiefen Einblicke in Lindas Sexualleben gewährt, auf die ich sehr gerne verzichtet hätte. Denn diese ganzen Sexszenen waren für mich mehr als abstoßend.
Linda ist depressiv und erwartet mehr vom Leben, das stimmt, doch, womit ich nicht gerechnet hatte, beginnt sie, um aus ihrer schlechten Laune zu entfliehen, eine Affäre mit ihrer Jugendliebe. Darunter
leidet bald nicht nur ihr Job als Journalistin, sondern auch ihr eigenes
Gewissen. Allerdings beendet Linda ihre Affäre nichteinmal,
als sie auf die Ehefrau ihres Geliebten trifft. Stattdessen fühlt sich
Linda von dieser „eifersüchtigen“ Frau abgestoßen und entwickelt schnell
einen extremen Hass auf sie. Bald schon tritt Lindas nächste psychische Störung auf, denn sie hat nur noch ein Ziel:
Sie will diese Frau um jeden Preis vernichten!

Die Leseprobe hatte mir, vor allem dem Schreibstil wegen, gefallen, doch verändert sich dieser nach einer Weile (wenige Seiten nach Ende der Leseprobe)..
Sehr gerne würde ich den ersten Satz aus dem Buch zitieren, damit man sich eine Vorstellung von dem (anfänglichen) Schreibstil machen kann:
„Jeden Morgen, wenn ich die Augen zu einem „neuen Tag“ öffne, wie man so schön sagt, möchte ich sie am liebsten gleich wieder schließen und noch etwas weiterschlafen.“
Zu Beginn ließ sich das Buch sehr flüssig, leicht und angenehm lesen.
Doch kippt diese Stimmung und Leichtigkeit schnell, denn es ist zunehmend anstrengend, zu lesen, wie krank Linda doch ist, und dass sie es wohl auch schon früher war. Und so wird das zu Beginn so flüssige Lesen immer stockender, weil Lindas kranke Gedankengänge immer schwieriger nachvollziehbar sind und ich mich beim Lesen gefragt habe, wie sie denn nun auf diese Idee gekommen ist.
Die ganze Handlung wirkt sehr stark konstruiert und die Entscheidungen und Handlungen der Charaktere sind wirklich übertrieben und absolut nicht nachvollziehbar. Darüber hinaus sind die Personen sehr klischeehaft beschrieben.
Auch die vielen Bibelzitate konnten mich nicht bereichern. Sie waren einfach nervig, langweilig und unpassend, denn die Geschichte wechselte nur noch zwischen wirklich abstoßenden Sexszenen, auf die ich lieber verzichtet hätte, Bibelzitaten und kranken Eifersuchts- und Rachegedanken.

Irgendwann dachte ich dann, dass ein paar bald auftauchende Weisheiten aus dem Buch noch einiges rausreißen könnten, denn einige Coelho-Fans die ich kenne, behaupten eben viele Weisheiten aus seinen Büchern ziehen zu können..
„Aber vielleicht kommen diese ja erst gegen Ende des Buches..??“, dachte ich.. Ich habe sie bis zum Schluss nicht entdecken können. Besten Falls nur: „Betrüge deinen Partner und sehe, wie viel Lust dir das beschert“. Zwar hatte ich gehofft irgendwelche Tipps für ein glückliches Leben erhalten zu können, aber dem war definitiv nicht so.

Abschließend kann ich zum gesamten Buch sagen, dass ich es wenig spannend, dafür aber eintönig fand. Ich verstehe die Begeisterung über Paulo Coelhos Bücher nicht wirklich.
Dies war mein erstes Buch von ihm und bin froh, auch mal eines von ihm gelesen haben zu dürfen.

2/5 Sterne

2-Sterne

📖 Rezension zu: „Der Märchenerzähler“ von Antonia Michaelis

Der Märchenerzähler

Packende Geschichte mit zauberhaftem Schreibstil!

An Annas Schule gibt es einen Außenseiter: Den polnischen Kurzwarenhändler, wie er von anderen oft genannt wird. Sein richtiger Name ist Abel Tannatek, doch so nennt ihn eigentlich niemand- wer spricht denn einen Drogendealer schon mit seinem richtigen Namen an..?
Abel ist unauffällig: Seine blonden Haare sind auf drei Millimeter geschnitten, er trägt einen Militärparka, eine schwarze Mütze, die er tief in sein Gesicht zieht, und er hört ständig Musik.. Doch etwas an ihm fasziniert Anna.. Anna, die in der Schule nie fehlt, gute Noten schreibt und ihr Abi bald sicherlich gut bestehen wird. Anna, die in einer Seifenblase lebt und immer bei den anderen ist, aber irgendwie auch entfernt.. Anna, die hervorragend Querflöte spielt.. Anna aus dem guten Hause…
Auch wenn ihre beste Freundin Gitta sie warnt, ihr Herz an Abel zu verlieren, ist es schon bald zu spät.. Anna ist verliebt. Hoffnungslos..
Aber nicht in den Drogendealer-Abel, sondern in den Abel außerhalb der Schule, außerhalb von seinen nächtlichen Kurierjobs… Denn der wahre Abel ist traurig, liebevoll und fürsorglich, denn er stellt das Wohl seiner kleinen Schwester Micha über alles und will für sie nur das Beste.. In wirklichkeit ist Abel sanft und erzählt Anna und Micha ein wunderbares, aber auch trauriges Märchen.. Doch ist das Märchen der Realität so ähnlich.. Erzählt Abel vielleicht die Wahrheit..? Unmöglich..
Anna hat immer mehr Kontakt zu Abel.. Und die ersten Menschen um sie herum sterben.. Abel und sie müssen den Täter finden.. Ihn stellen.. Micha beschützen.. Denn es gibt so viel Böses auf der Welt, und mindestens genauso viel Gutes, dass in Wahrheit dem Bösen hilft..

Dieser Judendthriller hat eine ganz besondere Art, die besonders durch den Schreibstil zustande kommt. Ganz zu Beginn wird zum Beispiel eine Ballade zitiert, sodass man beim Beginn der Geschichte schon in das Buch und in die Sprache eingetaucht ist. Man ist immer Mittem im Geschehen und bekommt alles unglaublich gut mit, obwohl es dabei immer gleichzeitig sehr fern ist.. Die Worte halten einen als Leser fest, sodass man überhaupt nicht mit dem Lesen aufhören kann und immer mehr von dem Märchen in sich aufnimmt.
Was ich auch sehr gelungen fand, war, dass Anna sich ihre eigene Welt immer mehr verändern sieht.. Füher war sie selbst die kindliche in ihrer Gruppe, doch nun ist es umgekehrt, denn die anderen wissen von nichts.. Sie bezweifelt, dass Harmonie durch einen Kamin oder ein neues Sofa entsteht, sondern viel eher in der kleinen Wohnung mit den Kinderbildern wohnt.. Doch während ihre Sicht auf die Dinge klarer zu werden scheint, verliert sie auch gleichzeitig etwas von dem Verständnis der Welt.. Das ist beim Lesen sehr beeindruckend, und keineswegs so abgedreht wie es jetzt klingen mag, sondern ganz verständlich und passend.
Antonia Michaelis konnte ihr Buch auch mit reichlich Spannung füttern; Die Antwort auf eine der Grundlegenden Fragen war für mich zwar vorhersehbar, aber der gesamte Rest (und das war nicht gerade wenig) war undurchschaubar. Man selbst war, genauso wie Anna, hin-und hergerissen, was man glauben sollte, wem man vertrauen konnte und wem nicht. Bis zur letzten Seite habe ich mitgefiebert und das Ende war auch… besonders.. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. 😉
Stattdessen möchte ich lieber etwas zu einer Kritik sagen, die bei diesem Buch oft angebracht wird: Es verharmlose kriminelle Handlungen.
Gut, das kann man so sehen, ich bin jedoch anderer Ansicht. Denn schon auf den ersten Seiten wird deutlich, dass die einzelnen Personen in dem Buch in ihren eigenen Seifenblasen leben, viel durchgemacht haben, abgehärtet sind,.. jeder auf seine Art und Weise… Es wird ganz deutlich dass es nicht die normale Sicht auf die Dinge ist!! Wenn man diese Kritik bei „Der Märchenerzähler“ anbringt, müsste man bei jedem Krimi oder Thriller sagen, Gewalt würde verherrlicht.
Das war nicht der Fall!!!
Keine Verherrlichung oder Verhamlosung!!!!
Absolut nicht!! Stattdessen wird viel eher die Kraft die man aus Zusammenhalt schöpft hervorgehoben.. Und das ist meiner Meinung nach keine bedenkliche Aussage..
Und man muss auch bedenken, dass es sich hier um einen Jugendthriller handelt und nicht um ein Kinderbuch…
Aber da kann sich jeder seine eigene Meinung bilden, denn dieses Buch sollte jeder gelesen haben!!
Ein wunderschönes Buch, über das man auch noch nach der letzten Seite lange nachdenkt!!

5/5 Sterne

5-Sterne