📖 Rezension zu: „How to be Irish“ von David Slattery

Keineswegs so, wie ich es erwartet hatte..

Dem nach Irland Reisenden, dem nach Irland ziehen Wollenden, dem ein Faible für Irland Habenden, dem sich für andere Länder und ihre Sitten Interessierenden oder dem sogar schon in Irland Lebenden soll dieses Buch eine Hilfe sein, sich inmitten von waschechten Iren wie einer von ihnen zu verhalten und nicht umgehend als ein “Plastic Paddy” abgestempelt zu werden.
Wie man beim Lesen dieses Buchs erfährt, gibt es einiges zu beachten, weswegen sich der Verfasser des Buches, der irische Anthropologe David Slattery, in die verschiedensten Situationen gebracht hat, sodass der Leser weiß, wie er sich zum Beispiel auf Hochzeiten oder Beerdigungen zu verhalten hat.
Im Verlaufe des Buchs lässt Slattery einige Fragen aufkommen, die er versucht, mit Humor zu beantworten.
Um für diese Antworten, Thesen, Hinweise und Überlebenstipps eine fundierte, sogar wissenschaftlich anmutende Grundlage zu haben, soll der Autor unter anderem in Frauenkleidern auf irischen Straßen gelaufen sein, Hochzeiten gefeiert und sein Haus abreißen lassen haben, an Beerdigungen teilgenommen und in einer Arztpraxis gearbeitet haben, aber auch der Pubbesuch wurde von ihm nicht vernachlässigt.

Der Untertitel “ein Anthropologe packt aus” hat mich, genauso wie der Klappentext, etwas in die Irre geführt. Als ich hochmotiviert und mit einer gewissen Vorfreude mit dem Lesen anfing, war ich schon etwas verwundert. Der Name des ersten Kapitels “Tod: Ist es zu heiß, um ihn in diesem Pullover zu begraben” sagt meiner Meinung nach schon einiges über dieses Buch aus…
Im Vordergrund des Werks stehen sicherlich keine Fakten um Irland und seine Bewohner, sondern vielmehr das Unterhaltungsprogramm eines Iren, der besonders gerne die Fähigkeit der Iren, richtig leiden zu können, herrausstellt.

Zu Beginn ließ sich das Buch aufgrund des Humors noch flüssig lesen, doch je weiter ich beim Lesen kam, desto mehr geriet ich ins Stocken. Der Humor war irgendwann echt too much und nervte mich..
Darüber hinaus fragte ich mich aufgrund des Schreibstils bei vielen angegeben “Fakten”, ob sie wirklich der Wahrheit entsprechen…
Schade, ich  hatte etwas anderes erwartet..

2/5 Sterne

2-Sterne

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🍰 🍰 Johannisbeer-Käsekuchen mit Streuseln 🍰 🍰

Zutaten:

Für den Teig:

  • 300g Mehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 150g Zucker
  • 110g gemalene Mandeln
  • ein Röhrchen Bittermandelöl
  • 200g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • ein paar Tropfen Buttervanillearoma

Für die Füllung:

  • 500g Quark
  • 1 Pck. Vanillepuddingpulver
  • 2 Eier
  • 120g Puderzucker
  • etwas Zitronenschale
  • 3 EL Rhabarber-Sirup
  • 200 ml Schlagsahne
  • 300g Johannisbeeren

So geht’s:

1. Zu erst wird der Streuselteig zubereitet. Dafür das Mehl, das Backpulver, den Zucker, die Mandeln, die Butter, das Salz, den Vanillezucker und das Buttervanillearoma in einer Schüssel durch Kneten zu einem krümeligen Teig verarbeiten.

2. Den Streuselteig nun in zwei Hälften teilen. Mit der einen Hälfte wird der Boden einer gefetteten und mit Mehl bestäubten Springform bedeckt. Gleichmäßig in die Form drücken und einen ca. einen cm hohen Rand hochdrücken. Dann die Form und die restlichen Streusel kalt stellen.

3. In der Zwischenzeit wird die Füllung zubereitet. Dazu zu erst die Johannisbeeren waschen und entstielen.

4.  Den Quark mit dem Puderzucker, dem Puddingpulver, dem Sirup, den Eiern und der abgeriebenen Zitronenschale gut verrühren. Die gekühlte Schlagsahne wird fast steif geschlagen und unter die Quarkmasse gerührt.

5. Die Quarkmasse wird nun in die Form gefüllt und glatt gestrichen. Danach werden die Johannisbeeren gleichmaßig auf der Masse verteilt. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

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6. Anschließend werden die restlichen Streusel zerkrümelt und vollkommen deckend auf den Johannisbeeren verteilt.

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7. Nun den Kuchen auf mittlerer Schiene für 50 – 55 Minuten backen, bis die Streusel schön gold-braun geworden sind.

Anschließend den Kuchen noch 15-20 Minuten im geschlossenen und ausgeschalteten Backofen abkühlen lassen.

Dann den Kuchen aus dem Ofen nehmen, den Teigrand von der Form lösen und den Tortenring entfernen.

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Fertig!

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🍰 🍰 Viel Spaß beim Nachmachen!! 🍰 🍰

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🍫 🍪 Schokoladen-Kokos-Macarons 🍪 🍫

Zutaten:

Für die Baiserhälften:

  • 250g Puderzucker
  • 200g Mandelmehl
  • 350g Zucker
  • 25g Kakaopulver
  • 5 Eiweiß

Für die Cremefüllung:

  • 50ml Kokosmilch
  • 85g Zartbitter-Schokolade
  • 40g Kokosraspeln

So geht’s:

1. Zu erst werden das Mandelmehl und der Puderzucker gemischt.

2. 100 Milliliter Wasser werden erwärmt, sodass man den Zucker darin auflösen kann. Dabei mehrfach umrühren.

3. Das Eiweiß steif schlagen.

4. Dem Zuckerwasser das Kakaopulver zufügen, dann rühren, bis eine einheitliche Masse entstanden ist.

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5. Nun den Backofen auf 135°C vorheizen.

6. Nun das Eiweiß vorsichtig unterhebn, danach die Masse zu dem Puderzucker-Mandelmehl-Gemisch geben und unterrühren.

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7. Mit einem Spritzbeutel kleine Kreise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech formen und die Oberfläche etwas trocknen lassen. Dann für 12-15 Minuten in den Backofen geben.

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8. In der Zwischenzeit wird die Creme zubereitet. Dafür zunächst die Kokosmilch in einem Topf erhitzen.

9. Die Schokolade zufügen und unter ständigem Rühren darin auflösen.

10. Nun den Topf vom Herd nehmen, dann die Kokosraspeln unterrühren. Anschließend die Creme abkühlen lassen.

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11. Die Macaronhälften aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

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12. Anschließend die Creme mithilfe eines Spritzbeutels oder zwei Löffeln die Creme auf der flachen Seite jeder zweiten Macaronhälfte verteilen. Die restlichen Hälften daraufsetzen, leicht andrücken und bis zum Servieren kalt stellen.

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🍫 🍪 Viel Spaß beim Nachmachen!! 🍪 🍫

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📖 Rezension zu: „Gebrauchsanweisung für Irland“ von Ralf Sotscheck

Informierend und immer mit einem Augenzwinkern erzählt!

Ein Land das jährlich ca. 300.000 deutsche Besucher anlockt, das ca. 4 Millionen Einwohner und 9 Millionen Schafe bewohnen: Irland.
Doch ist Irland noch so viel mehr als bloß rothaarige Menschen, Bier und Whiskey oder Regenwetter. Ralf Sotscheck, der seit über 30 Jahren mit einer Irin verheiratet ist und selbst seit 1985 als Irlandkorrespondent der »taz« in Dublin lebt, räumt in seinem Buch „Gebrauchsanweisung für Irland“ mit den gängigen Vorurteilen auf und zeigt mit viel Hintergrundwissen die wahre Seele der Grünen Insel.
Für den nach Irland reisenden ist es wichtig, zu wissen, worauf er sich bei seiner Begegnung mit diesem Volk gefasst machen muss. So gibt es zum Beispiel beim Verhalten im Verkehr oder bei einer Unterhaltung im Pub, beim Betreten eines irischen Wohnzimmers oder beim Engagieren eines Handwerkers einiges zu beachten.
Ob Spielhöllen, Pubs, irische Wohnzimmer oder andere Orte: Beim Lesen dieses Buchs wird man auf die in Europas Westen liegende Insel entführt und erfährt nicht nur sehr viel Wissenswertes über die Ess- und Trinkgewohnheiten, das gälische Irisch, irische Schriftsteller, das Wetter und die Wirtschaft, sondern unter anderem auch, was ich besonders interessant fand, über die Kultur, Mythen und Legenden.
So werden Knabenstehlende, auf „Rath“ genannten Feenhüglen lebende Feen, das Volk der Göttin Dana, das „Stille Volk“, Shefro genannt, die Leprechauns, die Cluricauns oder auch die Banshee in diesem Buch genau erklärt und beschrieben.
Auch über die Geschichte Irlands erfährt der Leser hier einiges, lernt Zusammenhänge der irischen Vergangenheit mit Sitten, Bräuchen und Wirtschaft heutzutage kennen.
Auch die Entwicklung der Wirtschaft wird beschrieben, Probleme wie auch Lösungsansätze werden aufgezeigt.
Teilweise unterhaltsam waren auch die Beschreibungen der Politiker und ihrer Bemühungen, sich Wahlstimmen zu erkämpfen. Denn um den Wählern präsent zu sein begeben sie sich regelmäßig auf Beerdigungen, besonders gerne wenn die Presse dabei ist, und drücken ihr Mitgefühl aus. So erscheinen sie viel menschlicher und bleiben im Gespräch. Auch Entscheidend für die Abgabe der Wahlstimme sind für einen Iren wohl häufig auch die hauswirtschaftlichen Qualitäten der Ehefrau eines sich zur Wahl stellenden Politikers..
Aber auch vor dem Thema Sport macht Sotscheck keinen Halt, sodass er auf 218 Seiten ein dichtes und farbenfrohes Bild Irlands malt.

Selbst wenn man schon Irland bereist hat, lernt man beim Lesen dieses Buches viel Neues und Interessantes.
Der Schreibstil ist auch ganz toll, da er zwar auf der einen Seite sachlich, auf der anderen Seite jedoch mit einem Augenzwinkern und Humor, überzeugt. Das Buch lässt sich sehr schön flüssig lesen und man möchte es kaum aus der Hand legen.
Es macht wirklich sehr viel Spaß dieses Buch zu lesen und somit in die Geschichte, Kultur und Lebensweise der Iren einzutauchen.

5/5 Sterne

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📖 Rezension zu „Strafe“ von Håkan Nesser und Paula Polanski

Ausgeklügeltes Verwirrspiel, jedoch mit schleppendem Beginn…

Der erfolgreich als Schriftsteller arbeitende Max Schmeling erhält eines Tages einen unerwarteten Brief von einem ehemaligen Schulkameraden. Dieser mittlerweile über sechzigjährige Mann erbittet Max um ein Treffen, da dieser ihm einen Gefallen schulde.
Max jedoch hat nicht die geriengste Ahnung, welcher Art Tibor Schittkowskis Bitte sein könnte. Obwohl er ihn seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen und noch nie richtig hat leiden können, macht er sich auf nach Gimsen, seiner alten Heimat, um dort Tibor zu besuchen.
Dieser ist schwerkrank und hat nicht mehr viel Zeit zum Leben. Er hat Max auserwählt, ihm einen letzten Wunsch zu erfüllen, bevor er das Zeitliche segnet. Immerhin hat er Max in ihrer Jugend zwei Mal das Leben gerettet. Ohne ihn gäbe es diesen berühmten Schriftsteller nicht.
Konfrontiert mit der Vergangenheit packt Max die Neugierde.
Und so lässt er sich auf etwas ein, dessen Folgen er nicht einmal erahnt. Der Weg zum Verbrechen ist gebahnt…

Zu Beginn des Romans verläuft die Handlung nur schleppend; es geschieht nicht viel, das Erzählte ist nicht wirklich spannend und man weiß noch nicht, in welche Richtung das Buch gehen wird.
Doch dann erfährt man immer mehr von der Vergangenheit und den Beweggründen, möchte noch mehr erfahren und wissen, wie es weiter geht. Eine unerwartete Wende verblüfft den Leser, der zuvor im Dunkeln tappte.
So ist das Ende sehr unerwartet und überraschend. Beim Beenden der Geschichte fällt erst wirklich auf, wie durchdacht sie war und wie alles mit allem zusammenhing.
Der Schreibstil ist auch sehr angenehm, sodass sich das Buch sehr flüssig und leicht lesen lässt und man es, auch wenn die Handlung zu Beginn noch nicht wirklich voran schreitet, nicht aus der Hand legen mag.

Zu Beginn des Buches muss man demnach zwar etwas Durchhaltevermögen besitzen, wird aber dafür, wenn man durchhält, mit einem sehr ausgeklügelten, überraschenden und faszinierenden Ende belohnt!

4/5 Sterne

4-Sterne

Rezension zu: „Liebe mit zwei Unbekannten“ von Antoine Laurain

Ein wunderbares Buch für den Sommer! Sehr empfehlenswert!

Der Buchhändler Laurent entdeckt eines Morgens eine lilafarbene Damenhandtasche, die auf einer Abfalltonne steht. Ihre Besitzerin ist nirgendwo zu sehen und so schaut er flüchtig in die Tasche. Es befinden noch einige Gegenstände in ihr, doch hat es auf Laurent den Anschein, dass die Tasche ihrer Besitzerin gestohlen wurde. Schließlich würde keine Frau ihre Tasche- samt Inhalt- auf einer Mülltonne deponieren und somit einen kleinen Teil ihres Lebens stehen lassen.
Laurent beschließt, die Tasche mitzunehmen, schließlich würde sie sonst sowieso von der Müllabfuhr fort gebracht werden. Während er durch die Straßen von Paris eilt, die lilane Damenhandtasche haltend, fühlt er sich aufgrund der vielen forschenden Blicke der ihn umgebenden wie der Dieb selber.
Als er Abends zu Hause ankommt beschließt er, sich den Inhalt der Tasche genauer anzusehen. Ein alter Taschenspiegel, ein Schminktäschchen mit einem korallenfarbenden Lippenstift und einer Haarklammer, ein paar Orakel-Würfel, ein rotes Moleskine Notizbuch, ein schwarzes Parfumfläschchen, ein Schlüsselbund, an dem ein goldener Schlüsselanhänger mit eingravierten Hieroglyphen hängt, ein kleiner Taschenkalender, Lakritzbonbons und Fotografien, sowie viele andere Dinge, über die Laurent erstaunt ist, dass sie in diese Tasche passen, kommen zum Vorschein. Besonders das rote Notizbuch erweckt sein Intresse und obwohl ihn das mulmige Gefühl beschleicht, dass ihn sein Inhalt rein gar nichts anzugehen hat, öffnet er es, um darin zu lesen.
Die Besitzerin der Tasche, wie aus einer Buchwidmung hervorgeht heißt sie Laure, schreibt dort hinein ihre Gedanken, das was sie mag und das wovor sie Angst hat.
Obwohl Laure Laurent nicht kennt, da sie ihn noch nie im Leben gesehen hat, erfährt er immer mehr über ihr Leben.
Auch wenn Laurent Laure noch nie begegnet ist, verliebt er sich in sie. Er beschließt, sie ausfindig zu machen, um ihr ihre um die Wertgegenstände erleichterte Tasche zurück zu geben und auch um zu erfahren, wer ihm den Kopf verdreht.
Doch ist dies in Paris, einer Stadt mit rund 2,5 Millionen Einwohnern, denkbar schwierig. Immerhin weiß er, dass sie in seiner Gegend wohnen muss.. Und so macht er sich auf die Suche nach seiner unbekannten Liebe.

Dieses Buch ist sehr angenehm zu lesen, sodass die Seiten nur so dahin fliegen. Der Schreibstil ist locker-leicht und man fühlt sich sehr schnell in das Buch und nach Paris befördert, da die Sprache sehr lebendig ist und man sofort in die Geschichte gezogen wird.
Der in Paris geborene und dort noch immer lebende Autor Antoine Laurain schafft es, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln und nachvollziehbar und faszinierend die Gefühle der einzelnen, sehr lebendig gezeichneten, Charaktere zu beschreiben.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da ich unbedingt erfahren wollte, ob und wenn ja wie Laurent Laure findet und natürlich was sie davon halten würde.
Ich muss gestehen, dass ich um dieses Genre meistens einen Bogen mache, doch konnte mich dieser Roman wirklich sehr überzeugen. Er scheint realistisch, ist in sich schlüssig und nicht mit Kitsch überfüllt, er ist packend und entführt den Leser nach Paris, er lässt einen direkt am Geschen teilhaben und wirkt gleichzeitig erfrischend wie auch berührend.
Ich kann tatsächlich nachvollziehen, dass dieser Roman es unter die Spiegel-Bestseller geschafft hat!

Ich kann ihn sehr weiter empfehlen, auch an Leser, die dieses Genre, genauso wie ich, meistens meiden- es lohnt sich, dieses Buch zu lesen!

5/5 Sterne

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Schaut mal vorbei!

Hollersprudel 🍸 🍸

Zutaten:

  • 10 große, ganz geöffnete Holunderblütenköpfe
  • 2 Liter Wasser
  • 280g Zucker
  • 1 Zitrone
  • einen Spritzer Weißweinessig

So geht’s:

1. Zuerst einmal muss dafür gesorgt werden, dass die Holunderblütenköpfe sauber und trocken sind. Aber bitte nicht schütteln, da sonst der Blütenstaub verloren geht und somit der Geschmack nachlässt.

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2. Nun 250 ml Wasser zum Kochen bringen und darin den Zucker auflösen. Das restliche Wasser in die Bowle-Schale geben und das Zuckerwasser zufügen.

3. Dann die Zitrone in Scheiben schneiden. Anschließend dem Zuckerwasser zufügen, genauso wie den Spritzer Weißweinessig.

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4. Erst jetzt werden die Holunderblüten hinein gegeben und behutsam ein wenig untergetaucht.

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5. Anschließend wieder den Deckel auflegen und das Ganze zwei bis drei Tage lang an einem kühlen Ort stehen lassen.

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6. Dann müssen die Zitronenscheiben und Holunderblüten abgeschöpft/ abgesiebt werden.

7. Nun in kleine Flaschen abfüllen.

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8. Erneut 2-3 Tage stehen lassen, damit er zu kribbeln beginnt.

Fertig!

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🍸 🍸 Viel Spaß beim Nachmachen!! 🍸 🍸

🏆 🎊 🎈 Auslosung der 100. Beitrag-Verlosung! 🎈 🎊 🏆

So, bis um 17:00 Uhr konntet ihr noch in die Lostöpfe springen.

Aber jetzt habe ich endlich ausgelost und werde die Gewinner bekannt geben. 🙂

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Zu erst habe ich „Die Sonnenposition“ ausgelost.

Die Sonnenposition

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Über dieses Buch freuen darf sich…..

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Herzlichen Glückwunsch Rebekka!!! 👏 👏

Nun die Auslosung von „Schattenherz“, auf das sich die meisten beworben haben:

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Herzlichen Glückwunsch an…

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… Pfefferschote! 👑 👑

Jetzt „Wenn der Postmann nicht mal klingelt“:

Wenn der Postmann nicht mal klingelt

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Herzlichen Glückwunsch Bibi, dieses Buch geht an dich! 💐 💐 💐

Und zu guter Letzt:

„Bittersweet“:

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🎺Tataaaa! 🎺

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Clary, herzlichen Glückwunsch! 🎉 🎉 🎉

Ich mache mich sofort daran, die Gewinner per E-Mail zu benachichtigen. Bitte schickt mir dann eure Adressen zu, damit ich die Bücher so schnell wie möglich auf den Weg zu euch bringen kann! 🙂

Ich hoffe ihr freut euch! 🙂

🎀 🎀 🎀

Das Buch der Gewinner, die sich bis zum 21. Juni nicht zurückgemeldet haben, wird am 22. Juni neu ausgelost.

📖 Rezension zu „Das kleine Übungsheft – Frieden schließen mit dem eigenen Körper“ von Anne Marrez & Maggie Oda

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Sehr hilfreich!

Der eigene Körper begleitet einen sein ganzes Leben lang. Deswegen ist es auch so wichtig, ihn wertzuschätzen, in ihm einen Freund zu sehen und mit einem Lächeln im Gesicht in den Spiegel blicken zu können.
Dieses Buch soll helfen, sich seiner “Makel” bewusst zu werden, diese zu verstehen und mit Abstand zu betrachten, um ein gutes Körpergefühl zu erlangen, seinen Körper anzunehmen und ein Bewusstsein für die eigenen Vorzüge und Makel zu entwickeln. Außerdem soll geholfen werden, ein Leben zu führen, das den eigenen Wertvorstellungen entspricht.
Verschiedene Tests, Meditationen, Fragestellungen, Rätsel, Studien und Übungen regen dazu an, über sich und seinen Körper nachzudenken und ihn mehr wertzuschätzen, sodass sich das Wohlbefinden steigert.

Die Autorinnen, beide Psychologinnen, geben auf 64 Seiten Denkanstöße, helfen den Körper zu verstehen und erklären wieso wir unser Äußeres kritisieren und wie wir dies ändern können.
Außerdem ist das Buch gut verständlich, Erklärungen sorgen für Nachvollziehbarkeit und die Illustrationen von Sophie Lambda lockern das Ganze auf. Zitate schenken Mut und Zuversicht und wirken ebenfalls auflockernd.

Selbstverständlich verändert man durch dieses Buch nicht nach fünf Minuten seine Sicht auf den Körper, sondern man muss sich durchaus mit dem Übungsheft auseinandersetzten, sich Zeit für die Übungen nehmen und diese zum Teil auch mehrmals bearbeiten.

Ich kann dieses Übungsheft sehr weiterempfehlen, da es wirklich hilft, die Sicht auf den eigenen Körper zu verbessern, denn “Unser Körper ist unser Garten und unser Wille der Gärtner” – William Shakespeare!

5/5 Sterne

5-Sterne

 

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📖 Rezension zu „Halbe Miete“ von Nadja Quint

Wenn Lilo einen Fall übernimmt…

Die Ex-Polizistin Lieselotte Paula Wilhelmine Gondorf, genannt Lilo, vermietet in Groß Zicker auf Rügen Ferienbungalows. Das Möwennest und das Boddenhüsken sind gut besucht, da die Natur und Ruhe von den Gästen sehr geschätzt wird. Um von der Kurverwaltung ihre alljährlichen fünf Seesterne zu erhalten, muss Lilo täglich ihre Garten- und Hausarbeit verrichten. Dies tut sie zwar ungern aber dafür stundenlang.
Als jedoch ein Gast auf einem Spaziergang mit seiner blinden Frau entführt wird, bleibt ihr dafür nicht mehr ganz so viel Zeit wie zuvor, denn Lilo wäre nicht Lilo, würde sie sich dieses Falls nicht annehmen.
Da ihre Tochter Verena, welche bei der Strahlsunder Polizei arbeitet, mit dem Fall beauftragt wird, erhält Lilo immer wieder Informationen, die ihr bei den Ermittlungen weiterhelfen. Doch Lilo hat noch mehr Unterstützung: Ihr Nachbar und guter Freund Oskar unterstützt sie wo er nur kann und bringt die Ermittlungen, wie ich finde, noch weiter voran als Lilo selbst.
Zunächst lässt sich kein Motiv entdecken, doch auf den zweiten Blick erscheint es eine Ungereihmtheit in der Karriere des pensionierten Notars zu geben, das ihm zum Verhängnis geworden sein könnte.

Das Buch ist wirklich schön gestaltet; beim Cover bekommt man direkt Lust auf Urlaub am Meer, auch ein Steckbrief Lilos im Coverdeckel und eine Karte von Rügen, sowie ein Interview mit Lilo am Ende des Buchs, finde ich gute Ideen.
Mit Lilo wurde ich beim Lesen nicht richtig warm. Am Anfang schien sie noch sehr nett zu sein, selbst der Vergleich mit Miss Marple kam mir beim Lesen in den Sinn, jedoch wurde sie- wie die allermeisten Charaktere in diesem Buch- immer unglaubwürdiger.. Ihre Gedankengänge waren für mich immer wieder nicht nachvollziehbar und haben mich verwirrt. Auch nach mehrmaligem Lesen solcher Abschnitte habe ich oftmals nicht den Auslöser für ihre Vermutungen, Befürchtungen, usw. entdecken können.
Die mir am sympathischsten beschriebene Person ist Lilos Nachbar Oskar, der sich stets um Lilos Wohlergehen sorgt, ihr unterstützend zur Seite steht und auch gute Kombinationsfähigkeiten zu besitzen scheint.
Beim Lesen dieses Buchs fehlte mir leider die Spannung, was ich wirklich schade fand.
Auf den ungefähr letzten 50 Seiten kommt das Ermittler-Duo dann auf die richtige Fährte, jedoch wirkt mir das Ende sehr konstruiert und unrealistisch. Auch gab es auf diese Lösung keinerlei Hinweise und wirkt auf mich daher eher wie eine „Notlösung“.
Dennoch lässt es sich recht zügig lesen und ist daher vielleicht als Urlaubslektüre geeignet.

Ich bin mir sicher, dass sich aus dem Ermittlerteam noch einiges rausholen lässt und bin gespannt, ob der nächste Teil dieser neuen Reihe durch weiterentwickelte Charaktere und eine spannendere Handlung überzeugen kann.
Ich habe eine ganze Weile mit mir gekämpft, ob ich nun zwei oder drei Sterne vergeben sollte.. Drei Sterne fände ich anderen Büchern gegenüber allerdings nicht gerecht..

2/5 Sterne

2-Sterne

 

 

📷 Der Kolibri im Garten..

Erst habe ich meinen Augen ja nicht glauben können.. Ein Kolibri hier in Deutschland? Wohl kaum.

Tatsächlich handelt es sich hier auch nichteinmal um einen Vogel. Das ist ein Schmetterling! Ein Karpfenschwänzchen, auch Taubenschwänzchen oder Kolibrischwärmer genannt, fliegt, wie ich nachgelesen habe, bis zu 80 km/h schnell! Außerdem kann er auch rückwärts fliegen!

Wirklich sehr beeindruckend! Habt ihr schon einmal einen Kolibrischwärmer gesehen?

 

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📖 Rezension zu „Stine“ von Theodor Fontane

Fontane, Theodor: Stine

Sehr interessanter und beeindruckender Roman, der mich sprachlich jedoch nicht überzeugen konnte…

Es ist ein ganz gewöhnlicher Tag in der Berliner Invalidenstraße, als die brünette Witwe Pittelkow wieder einmal einen Brief erhält, der sie in helle Aufregung versetzt. Vorbereitungen müssen getroffen und Gäste eingeladen werden. Denn wieder einmal kommt sie der Graf Haldern besuchen. Dieser verlangt von ihr, dass sie ihn in einer kleinen Runde unterhält… In seinen Augen ist sie ein Spielzeug, das er, in der Sprache gekonnt spielerisch und in den Ausdrücken vulgär, in Verlegenheit zu bringen versucht. Für ihre lockere Liebschaft finanziert er der kleinbürgerlichen Schönheit schließlich den Lebensunterhalt, richtet ihre Wohnung ein und sorgt dafür, dass es ihr und ihrer kleinen Tochter Olga gut geht.
Wie sonst auch bringt der Graf noch weitere Gäste mit, die sich auch amüsieren wollen, darunter erstmals seinen romantisch veranlagten Neffen Waldemar. Als dieser bei dem Treffen auf die ebenso kränkliche, zerbrechliche und freundliche jüngere Schwester der Pittelkow, Ernestine Rehbein, trifft, verliebt er sich sofort in sie.
Es scheint, als sei dies der Beginn einer Liaison, wie bei dem Grafen Sarastro Haldern und Pauline Pittelkow, doch zwischen den beiden entsteht etwas vollkommen anderes. Doch muss dies aufgehalten werden, da Adel und Kleinbürgertum nicht für ein Miteinander bestimmt sind, lediglich für Liebschaften sind sie einander gut genug.
Doch kann die Liebe zweier Menschen nicht die Hindernisse ihrer Stände überwinden?

Die Charaktere in diesem Roman sind sehr interessant, da kaum einer mit seiner Situation zufrieden zu sein scheint und jedem die Ständegesellschaft einige Einschränkungen aufgibt. Auch das unmoralische Verhalten wird hier verdeutlicht, so gibt es bei dem den Adel repräsentierenden Grafen Sarastro einen großen Unterschied zwischen dem Gesagten und dem Ausgeführten. Es wird moralisch gesprochen aber unmoralisch gehandelt, ganz nach dem Prinzip der freien Theorie und befangenen Praxis.
Darüber hinaus wird die Doppelmoral des Adels verdeutlicht, da die innere und brüchige Welt des Adels der Welt, die er den Anderen zeigt, nicht gleicht. Die Werte, die nach außen hin propagiert werden, werden nach innen nicht gelebt.
Auch sehr interessant ist, dass man die Ansichten beider Seiten, die des Adels und des Kleinbürgertums, kennen lernt. So erfährt man von den Unterschieden und Gemeinsamkeiten, solche wie den Stolz.
Aber auch die Nachbarn, die nichts anderes mit ihrer Zeit anzufangen wissen, als andere zu beobachten und zu belauschen um etwas Interessantes zum Darübertratschen zu erfahren, sind spannende Charaktere.

Jedoch, und das ist an diesem Buch mein großer Kritikpunkt, ist die Sprache wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Theodor Fontane schreibt sehr detailverliebt und genau. So beschlich mich beim Lesen immer wieder das Gefühl, die Zeit im Roman würde stehen bleiben, da die Beschreibungen so viel Zeit in Anspruch nahmen, dass man die eben vorangegangene Handlung schon wieder aus den Augen verloren hat. Dies ist zwar typisch für Fontane, an einigen Stellen auch angenehm und interessant, um sich Situationen besser vorstellen zu können, an den meisten Stellen allerdings war es mir einfach zu viel. So wurde das Lesen anstrengend und ich musste immer wieder Pausen einlegen oder Abschnitte mehrfach lesen, um mir die beschriebene Handlung als Ganzes noch einmal vor Augen führen zu können.
Der verwendete Berliner Dialekt sorgte manchmal für Abwechslung, aber auch immer wieder für ein wenig Unverständnis, welches sich aber nach einem erneuten Durchlesen wieder nehmen ließ.

Alles in allem ist dieser Roman, in dem die Grenzen, die die Ständegesellschaft zieht, aufgewiesen werden, inhaltlich sehr beeindruckend und absolut empfehlenswert. Man erfährt einiges über die Berliner Gesellschaft um 1890, jedoch ist die Sprache gewöhnungsbedürftig und sicherlich nicht für jeden ansprechend. Mir hat sie den Lesespaß leider etwas genommen.

3/5 Sterne

3-Sterne

📖 Rezension zu: „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer

Tiere essen

Ein wachrüttelndes und schockierendes Buch, welches jeder gelesen haben sollte!

„Diese Geschichte begann nicht als ein Buch. Ich wollte nur wissen – für mich und für meine Familie – was Fleisch eigentlich ist. Wo kommt es her? Wie wird es produziert? Welche Folgen hat unser Fleischkonsum für die Wirtschaft, die Gesellschaft und unsere Umwelt? Gibt es Tiere, die man bedenkenlos essen kann? Gibt es Situationen, in denen der Verzicht auf Fleisch falsch ist? Warum essen wir kein Hundefleisch? Was als persönliche Untersuchung begann, wurde rasch sehr viel mehr als das …“  Jonathan Safran Foer

Jonathan Safran Foer schwankte schon eine ganze Weile zwischen Fleischgenuss und Vegetarismus, doch als sein Sohn zur Welt kam stellte er sich die Frage, warum wir überhaupt Fleisch essen, welche Auswirkungen das auf unsere Gesundheit und Umwelt hat und ob wir genauso weitermachen würden, wenn wir wüssten, wie die Tiere, die auf unserem Teller landen, vor ihrem Tod behandelt werden.

Um einer Antwort auf diese Fragen näher zu kommen, begab er sich auf die Suche nach Experten, die ihm weiterhelfen konnten, er brach mit Tierschützern nachts in Tierfarmen ein, befragte in Schlachthöfen arbeitende Menschen und setzte sich mit unzähligen Statistiken auseinander. Ganze drei Jahre verbrachte er mit den Recherchen und dem Schreiben von „Tiere essen“ und genau diese Mühe und Arbeit, die in dieses Buch gesteckt worden ist, ist beim Lesen spürbar.

Der Autor geht nicht nur auf die Tierhaltung und die Schlachtung ein, sondern auch auf die verschiedenen Methoden der Fischerei, auf die Umweltverschmutzung und deren Folgen, sowie auf das Verfüttern von Antibiotika an Tiere und die Probleme, die diese beim Menschen verursachen. Hierbei erläutert er jeden Standpunkt und lässt verschiedene Menschen mit ganz gegensätzlichen Ansichten zu Wort kommen, sodass sich jeder Leser selbst aussuchen kann, welche Meinung er vertritt.

Die Recherchen erfolgten in den USA, aber wie man dem Vorwort entnehmen kann, herrschen erschreckender Weise sehr ähnliche Verhältnisse auch hier in Deutschland. Im Anhang werden Statistiken und Daten angeführt, damit einem dies noch einmal bewusst wird.

Keineswegs belehrend oder mit erhobenem Zeigefinger weist Jonathan Safran Foer auf die Missstände hin, gibt einen Einblick in das, wovor die meisten am liebsten die Augen verschließen, gibt aber auch Lösungsansätze.

Die Fakten die er dem Leser nennt sind zutiefst schockierend, beängstigend und auch beschämend. Beim Lesen habe ich mich immer wieder fragen müssen, wieso noch immer solche Umgehensweisen mit Lebewesen und der Umwelt möglich sein können.

Für die Mastbetriebsbesitzer geht es um Geld. Um sehr viel Geld, dass sie selbstverständlich nicht missen möchten. Der Preis von Fleisch wird gesenkt, das Geld muss woanders eingespart werden. Möglichkeiten bieten sich da einige: Mehr Tiere auf weniger Raum, weniger Geld für Betäubungen, usw..

Es ist auch sehr erschreckend, wie viel Platz für die Viehzucht genutzt wird..

„Fast ein Drittel der Landoberfläche unseres Planeten wird für Viehzucht genutzt“ S. 173

Jonathan Safran Foer befragt auch Menschen in seinem Umfeld dazu, was ihnen Essen überhaupt bedeutet und wie viel Wert, bzw. Bedeutung, sie Fleisch in diesem Zusammenhang zuschreiben.

„Für die Ernährung des durchschnittlichen Amerikaners sterben insgesamt 21000 Tiere.“ S. 143

Für mich ist es einfach unbegreiflich, wie viele Tiere für unseren Fleischkonsum sterben müssen. 21000 Tiere auf einen einzigen Menschen? Das hat in meinen Augen nichts mehr mit einem Gleichgewicht, mit einem nachvollziehbaren Verhalten oder mit Genuss zu tun.

Hierbei stellt sich ebenfalls die Frage, woher wir das Recht nehmen, so viele Lebewesen zu töten..

Es wird auch die Bedeutung unseres Fleischkonsums auf die Umwelt herausgestellt. Ich wusste zwar, dass Fleischkonsum auch zum Klimawandel beiträgt, mir war jedoch das Ausmaß nicht bewusst.

„Die landwirtschaftliche Nutztierhaltung trägt 40 Prozent mehr zur globalen Erwärmung bei als der gesamte Transportverkehr weltweit und ist somit die Ursache Nummer eins für den Klimawandel“ S. 55

Für mich besonders erschreckend waren die Berichte von den Mast- und Schalchtbetrieben. Ob nun der extreme Platzmangel, dem die Tiere ausgesetzt sind, oder die Qualen unter denen sie sterben- es ist nur schwer vorstellbar, dass Menschen Lebewesen etwas derart grausames zufügen können. Es war jedes Mal schockierend, wenn eine Mitarbeiterin von PETA ihre Erfahrungen mitgeteilt hat. Oder wenn ein Stecher von seiner Arbeit am Schlachthof berichtet. Von dem Ort an dem die Mitarbeiter ihre ganze Wut, Unzufriedenheit und was-weiß-ich-nicht-alles an den Tieren auslassen, zum Beispiel den Tieren einen Elektro-Treibstab in die Augen stecken, dem Tier die Luftröhre kaputt schlagen, ihm die Nase spalten,… Denn der Blutgeruch mache ganz aggressiv, so die von dem Autor befragten Stecher (S. 290).

Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven und ich musste es immer wieder beiseite legen, da es sonst zu viel Grausames auf einen Schlag gewesen wäre. Wenn man bedenkt, dass den Stechern meist gerade einmal zwei Sekunden Zeit bleiben, um ein Schwein tiergerecht abzustechen, ist dies doch schon kaum mehr auszuhalten…

„Mittlerweile haben die größten unter den Schlachthöfen zwar Kontrollsysteme eingeführt, um diese Tiere vor dem Verbrühen in dem anschließenden Brühsystem zu retten. Doch Prof. Klaus Tröger schätzt, dass rein rechnerisch jährlich trotzdem bis zu 250.000 Schlachtschweine erst beim Überbrühen sterben.“ 3sat-Doku: „Tierschutz: Horror im Schlachthof“

Für mich ist es wirklich bewundernswert, wie sachlich Jonathan Safran Foer das ganze Buch über bleibt. Nie hebt er mahnend den Zeigefinger, versucht zu missionieren oder stellt den Vegetarismus oder Veganismus als den Weg der Wege heraus. Seine einizge Bemerkung zu Letzterem ist, dass er Vegetarier geworden sei, es sich hierbei aber um eine ganz persönliche Entscheidung handle die jeder für sich treffen müsse.

Auch beeindruckend ist, wie viel Wissen er zu den in dem Buch behandelten Themen gesammelt hat und wie er diese, sachlich aber keineswegs trocken und eintönig, vermittlet. Alleine am Anhang, in dem er genauer auf die Daten und Statistiken eingeht, kann man erkennen, wie viel Arbeit in diesem Werk steckt.

Auch genaue Statistiken und Zahlen für Deutschland werden im Anhang angeführt, sodass einem bewusst wird, dass die im Buch beschriebenen Umstände keineswegs nur in den USA vorzufinden sind.

„Sobald wir unsere Gabeln heben, beziehen wir Position“ S. 300

Ich kann dieses Buch wirklich jedem weiterempfehlen, da es dem Leser ohne missionieren zu wollen die Augen öffnet und ein Bewusstsein für die Auswirkungen des Fleisch(- und Fisch)konsums eines jeden einzelnen schafft. Es ist wichtig, sich mit seiner Ernährung auseinanderzusetzten, zu wissen was man isst und sich im Klaren darüber zu sein, welche Folgen dies auch für den eigenen Körper hat. Ein Buch, das Ekel, Wut, Fassungslosigkeit, Scham,…. hervorruft.

Ein Buch, für das man starke Nerven braucht, das es sich zu lesen aber definitiv lohnt!

5/5 Sterne

5-Sterne

📖 Rezension zu „Das Verschwinden des Philip S.“ von Ulrike Edschmid

Das Verschwinden des Philip S.

Ein beeindruckendes Werk!

Eine Rezension passend zum 2. Juni…

Ulrike Edschmid begiebt sich vierzig Jahre nach dem Tod ihres als Terrorist eingestuften einstigen Gefährten auf die Suche seiner wenigen verbliebenen Spuren. Philip Werner Sauber starb am 9. Mai 1975 nach einem Schusswechsel mit der Polizei auf einem Kölner Parkplatz. Noch bevor der Krankenwagen eintraf, waren die Fotografen vor Ort, die seinen Tod, gefangen im Stacheldraht, festhielten. Auch der Polizist Walter Pauli starb bei dem Schusswechsel, drei weitere Menschen, ein zweiter Polizist, Karl Heinz Roth und Roland Otto, wurden schwer verletzt.
Doch als Ulrike Edschmid Philip S. kennenlernte, war er keineswegs im Untergrund tätig. Sie trafen sich das erste Mal im Flur der Berliner Filmakademie. Der damals neunzehnjährige Schweizer hatte im Spätsommer 1967 Berlin erreicht, nachdem er fortgegangen war von seinen reichen Eltern in Zürich, bei denen stets von Geld die Rede war.
Kurze Zeit nach ihrer Begenung zieht er zu der siebenundzwanzigjährigen Mutter und nimmt die Vaterrolle für den Sohn ein. Er geht an die Filmakademie, möchte seinen Gedanken in der Kunst Ausdruck verleihen. So entsteht der experimentelle Film „Der einsame Wanderer“.
Doch nach dem Tod Otto Ohnesorgs beginnt Philip S. im Umfeld der „Bewegung 2. Juni“ zu agieren. Anfangs sind es nur Treffen, dann werden es Banküberfälle. Nach und nach rutscht Philip S. in den Untergrund.
Er bereitet alles für sein neues Leben vor, beseitigt seine Spuren. Niemand soll sich an ihn erinnern, nichts darf von ihm zeugen. Eine neue Identität. Nach und nach verschwindet er aus Ulrike Edschmids Leben. Er nimmt immer weniger am gemeinsamen Leben in der Wohnung mit Freunden teil, zieht sich zurück.
Immer mehr verändert -verschwindet- Philip S.. Er kreiert sich ein neues Leben, so wie er zuvor das Leben als Künstler genau geplant und gelebt hatte.
Ulrike Edschmid und Philip S. geraten immer weiter auseinander und während er nach einem Gefängnisaufenthalt glaubt, sie hätten die Zeit zusammen durchgestanden, war sie in Gedanken nur bei ihrem Sohn. Philip S. hat sich längst von allem losgelöst, stellt seine Ideale über seine Wünsche, Sicherheit und Familie. Aber für sie bedeutet ihr Sohn alles.
Beide haben unterschiedliche Wege eingeschlagen und Ulrike Edschmid kann Philip S.s Radikalisierung nicht gutheißen.
Sie sehen sich immer seltener und jedes Treffen wird gefährlicher. Bis zum 9. Mai 1975.

Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt. Präzise beschreibt die Autorin die Veränderungen die Philip S. durchmacht. Zu Beginn fragte ich mich noch, wie aus ihm jemals ein Terrorist werden sollte..
Die verwendete Sprache ist knapp und eindringlich, sodass einem ein jedes Wort nahe geht, man über jeden Satz nachdenkt. Faszinierend finde ich auch, wie so viel Inhalt, ohne erdrückend oder anstrengend zu werden, auf lediglich 156 Seiten übermittelt werden kann. Beeindruckend.
Denn auch wenn das Gelesene nachdenklich stellt, ist es keineswegs ermüdent oder zu geballt.
Dieses Buch zog mich vom ersten Satz an in seinen Bann, da die Entwicklung, die Philip S., aber auch sein Umfeld und Ulrikes Bild über ihn durchmacht, ist derart spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Da die Personen nur Kürzel oder Spitznamen erhalten, entsteht eine gewisse Distanz zwischen Leser und Erzähltem und auch die Andeutungen zu Gruppen, Liedern oder auch Büchern regen die Neugierde an, sodass man sich über das Buch hinaus noch über die Zeit, Geschehnisse und Zusammenhänge informieren möchte, weiter eintauchen will.
Dieses Buch ist zum einen sehr informativ, zum anderen aber emotional, da es von der Liebe zwischen Ulrike Edschmid, Philip S. und ihrem Sohn erzählt. Es erzählt auch vom Verschwinden und davon, wie Menschen sich verändern, es handelt vom Tod, vom Neuanfang, von Angst und Hoffnung. Eine Erzählung von Ideen und Plänen für eine bessere Zukunft, die ins Kriminelle abdriften und keinem weiterhelfen.
Die knappe und präzise Sprache ist sehr eindringlich, was mir sehr gut gefällt. Außerdem lässt sich das Buch flüssig lesen und ist sehr spannend.

Ich kann dieses Buch wirklich jedem weiterempfehlen! Es ist unglaublich, wie der Wandel Philip S.s, die gesellschaftliche Situation, die Atmosphäre, die Ängste, Ulrike Edschmids Gefühle, Ziele und Wünsche und noch so viel mehr beschrieben werden und wie nahe dies beim Lesen geht. Ein bemerkenswertes Werk, welches mich zunächst sprachlos zurückgelassen hatte und wegen dem ich mich eingehender mit diesem Kapitel der Deutschen Geschichte auseinandergesetzt habe!

5/5 Sterne

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🏆 🎈 100. Beitrag- Verlosung! 🎈 🏆

Hey! 🙂

Es ist tatsächlich schon so weit: Dies ist der 100. Beitrag auf meinem Blog! Zu diesem Anlass habe ich mir ein kleines Dankeschön an euch ausgedacht! Ich verlose die 4 unten aufgeführten Bücher.

Ich freue mich immer so sehr über eure Besuche und Kommentare, vielen lieben Dank dafür! 🙂

Buch 1:

Wenn der Postmann nicht mal klingelt

„Wenn der Postmann nicht mal klingelt“ von Lotte Minck

Ein richtich töftes Buch! Hier geht es zu meiner Rezension -> klick

Buch 2:

„Bittersweet“ von Miranda Beverly-Whittemore

Ein spannendes Buch voller Intrigen und Geheimnisse, dass auch zum Nachdenken anregt! Hier geht es zu meiner Rezension -> klick

Hierbei handelt es sich um ein Leseexemplar.

Buch 3:

„Schattenherz“ von Ulrike Bliefert

Ein sehr spannender Jugenthriller! Hier geht es zu meiner Rezension -> klick

Buch 4:

Die Sonnenposition

„Die Sonnenposition“ von Marion Poschmann

Poetische Sprache, vielschichtige Charaktere und ein faszinierender Blick in die Vergangangenheit! Hier geht es zu meiner Rezension -> klick

Hierbei handelt es sich um ein Leseexemplar.

 

🎈 Was müsst ihr tun?  🎈

1) Schreibt mir in einem Kommentar die ersten drei Bücher eurer Wunschliste, als kleine Anregung für mich! 😉 Dafür erhaltet ihr   1 Los!

2) Dieses Gewinnspiel ist für meine Leser, daher erhalten Follower zusätzlich ein  zweites Los!

3) Ein weiteres Los gibt es, wenn ihr den Link der Verlosung auf einer Seite streut, bzw. die Verlosung teilt. Bitte gebt dann denn Link zum Beitrag/Kommentar/… an!

Denkt bitte daran eure richtige E-Mailadresse bei der Beitragserstellung anzugeben, damit ich euch im Gewinnfall benachichtigen kann! Außerdem ist es wichtig, dass ihr schreibt, für welches Buch ihr in den Lostopf hüpfen möchtet. Mit 2 Losen könnt ihr selbstverständlich entweder zwei mal für ein Buch oder für zwei Bücher in den Lostopf hüpfen.

Jetzt noch das Kleingedruckte:

Teilnahmebedingungen:

1) Ihr seid über 18 Jahre alt oder habt das Einverständnis eurer Eltern
2) Ihr habt einen Wohnsitz in Deutschland  (oder übernehmt die Portodifferenz..)
3) Dieses Gewinnspiel endet am 14. 6. 15 um 17:00 Uhr
4) Ich hafte nicht, falls das Päckchen auf dem Postweg verloren geht
Ich versuche noch am selben Tag auszulosen und hoffe, dass ich bei schneller Rückmeldung schon am 15. verschicken kann.
Nun bleibt mir nur noch euch ganz viel Glück zu wünschen!