Mystery Blogger Award

Die liebe Jessy von heldenfuereinentag.wordpress.com hat mich für den Mystery Blogger Award nominiert! Ganz lieben Dank! ❤ Ich freue mich wirklich sehr! ❤

Okoto Enigma hat diesen Award kreiert und fasst seine Ziele so zusammen:

WHY DID I CREATE THE AWARD?
„I created the award because there are a lot of amazing blogs out there that haven’t been discovered, yet. And, most of these blogs deserve recognition. For that reason, I decided to create my own award; and nominate people who can also nominate others; and so on. This is one of the best ways to create a friendly community and build a link between bloggers in the blogosphere; as everyone gets nominated and they too can spread the fun by nominating more people for the award.“

WARUM HABE ICH DEN AWARD KREIERT?
„Ich habe den Award kreiert, weil es da draußen so viele wundervolle Blogs gibt, die noch nicht entdeckt wurden, bis jetzt. Und die meisten dieser Blogs verdienen Anerkennung. Deswegen habe ich mich entschieden meinen eigenen Award zu kreieren; und Leute zu nominieren, die dann auch wieder Leute nominieren können, und so weiter. Das ist einer der besten Wege eine freundliche Gemeinschaft und Verbindungen zwischen Bloggern in der Blogsphäre zu schaffen; da jeder nominiert wird und sie den Spaß auch weiterverbreiten können indem sie mehr für den Award nominieren.“ (OKOTO ENIGMA)

Die Regeln:

  • Nenne den Schöpfer des Awards und setze einen Link auf den Blog.
  • Platziere das Award Logo oder Bild in Deinen Post.
  • Danke der Person, die Dich nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Post.
  • Erzähle Deinen Lesern 3 Dinge von Dir selbst.
  • Beantworte die Fragen des Nominierenden.
  • Nominiere selbst 10-20 Blogger.
  • Frage Deine Nominierten 5 originelle Fragen Deiner Wahl.
  • Teile 5 Links zu Deinen besten Blogposts.
  • Benachrichtige Deine Nominierten, indem Du in Ihrem Blog kommentierst.

Drei Dinge über mich sollen es also sein…

  1.  Dieses Jahr bin ich in überwältigender Weihnachtsstimmung und würde mich am liebsten – gerade jetzt da es endlich schneit – in eine Decke gehüllt an die Heizung setzen, eine wohlig warme Teetasse auf der einen und frisch gebackene Kekse auf der anderen Seite, ein Buch auf meinem Schoß und abwechselnd das Schneegestöber draußen betrachten und ganz entspannt lesen. Momentan fehlt mir dazu allerdings etwas die Zeit… *seufz* Nächstes Jahr wird es besser. 😀
  2. Ich würde unheimlich gerne ein Instrument spielen können, allerdings habe ich da ein zu geringes Durchhaltevermögen. Normalerweise kann ich mich in allen möglichen Bereichen stundenlang ganz konzentriert mit einem Thema beschäftigen, aber bei Instrumenten habe ich da so meine Schwierigkeiten. Am Anfang bin ich wunderbar motiviert und freue mich über die Fortschritte, dann kommt aber etwas dazwischen und ich muss „nur eine kleine Pause“ einlegen, die sich dann immer länger zieht… 😀 Und dann kann ich wieder mehr oder weniger von vorne beginnen, weil ich da unglaublich schnell mein zuvor Gelerntes vergesse oder einfach aus der Übung komme.
  3. Ich liebe Taschenuhren! ❤

Jetzt zu den Fragen. 🙂

Was ist dein Lieblingswort?

Endoplasmatisches Retikulum hat meine Mutter mir schon extrem früh beizubringen versucht und alleine deswegen liebe ich es. Nyktophilie, Lichtspielhaus oder Sommerregen gefallen mir aber ebenso sehr. Generell erstöbere ich immer wieder Worte, für die ich mich ganz wunderbar begeistern kann. Überrascht es da, dass ich schon seit ein paar Jahren ein Buch mit wohlklingenden Wörtern führe? 😀 Und eines mit lauter Teekesselchen? ❤

Wenn dein Leben ein Buch wäre, wie würde es heißen?

Bei dieser Frage bin ich sehr ins Grübeln geraten und ich konnte noch immer zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis kommen… 😀 Und bevor ich mich nachher über rohes Geschreibsel ärgere, schweige ich an dieser Stelle vorerst besser. 😀

Das letzte Lied, das du auf Dauerschleife gehört hast?

Choke von I don’t know how but they found me – auch wenn es eigentlich gar nicht meine Musikrichtung ist. 😀

Gibt es etwas, ohne das du nicht bloggen kannst?

Tee! Ganz eindeutig Tee. Und Hintergrundmusik. 🙂 Auch wenn mich letzteres manchmal ablenkt. :o)

Welches Buch sollte unbedingt (gut) verfilmt werden?

Noch so eine schwierige Frage! Hmmm… Ich kann es wirklich nicht richtig sagen… Bei Antonia Michaelis‘ Werken, die ich so unfassbar liebe, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass irgendein Film auch nur annähernd so gut wäre wie mein Kopfkino beim Lesen… ❤ Bei vielen Büchern ist es gerade die Sprache, die mich so bezaubert hat, weswegen bei einer Verfilmung so viel von ihrem Reiz verloren ginge… „Der Gentleman“, der zusammen mit „Willkommen in Night Vale“ zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählt, ist ursprünglich ein Theaterstück und Night Vale ist zu skurril um es filmisch irgendwie umzusetzen… Deswegen nenne ich mal „Der Gentleman“ von Forrest Leo – einfach weil ich das Theaterstück wohl nie zu Gesicht bekommen werde, es aber gerne sehen würde. 🙂

 

Ich nomiere…

weltentzueckt

Leseengel

Meine Fragen…

  1. Was ist dein Lieblingsgetränk?

2. Gibt es einen bestimmten Geruch, der dich anspricht?

3. Welches Lied beschreibt deine momentane Stimmung am besten?

4. Was ist dein Lieblinglingswort?

5. Was würdest du gerne eines Tages wissen?

 

 

Ich hoffe, dass euch der Beitrag gefallen hat – wie hättet ihr geantwortet? 🙂

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Ich bin zurück! :D 🎈

Huhu 🙂 ❤

In letzter Zeit war es hier in der Tat seeehr ruhig – was ich nun aber wieder zu ändern gedenke. 😀 Es war einfach so viel zu tun, dass ich die Frankfurter Buchmesse nicht besuchen konnte, nicht zum Schreiben gekommen bin und auch beim Lesen etwas untätiger war… Jetzt, da dieser Blog vor ein paar Tagen seinen dritten Geburtstag (nicht) gefeiert hat, gelobe ich jedoch Besserung. 🙂🎈

In der Zwischenzeit war ich einen Monat in Asien unterwegs, habe mich besonders in Vietnam verliebt, durfte mich über ganz tolle Begegnungen freuen, von denen ich eines Tages noch meinen Enkelkindern erzählen werde und habe mit meinem Studium begonnen. Bei letzterem habe ich mir in einem nicht enden wollenden Anflug von Lernentzug (japp, er hält noch immer an) den Stundenplan ziemlich voll gepackt, weswegen das Lesen (abgesehen von zahlreichen Pflichtlektüren) etwas zurückstecken muss. *seufz* Gerade da zu Beginn alles extrem unkoordiniert war, da man angeblich nicht mit derart vielen Studenten gerechnet hat, war kaum an etwas anderes zu denken als das Studium… Es lebe die gute Organisation: Eines meiner Komplementfächer musste deswegen beispielsweise geändert werden… Also wirklich nicht gerade stressfrei. 😀 Aber da ich mich an der Uni jetzt etwas einleben konnte, denke ich, dass ich das Stück für Stück in den Griff bekomme. Die Buch-Entzugserscheinungen sind jedenfalls schon da. :o)

Die Tage werde ich hier mit Rezensionen und einer kleinen Aktion zum Bloggeburtstag wieder ein bisschen Leben einzuhauchen versuchen. Nehmt euch in Acht! ;D

So, genug der Ankündigungen und einen schönen 1. November euch allen! ❤

📖 Rezension zu: „Trick 17 – Küche“ von Kai Daniel Du und Benjamin Behnke

Hatte mehr erwartet…

In diesem Werk finden sich 222 von Kai Daniel Du und Benjamin Behnke zusammengetragene sowie ausprobierte Lifehacks, die den Alltag in der Küche erleichtern sollen. Ob beim Abwasch, beim Kochen, beim Backen oder beim Aufräumen – mit den richtigen Kniffen soll einem einiges an Arbeit erspart bleiben. Spätestens nach dem Klappentext war ich ganz neugierig, welche Alltagsdinge sich auf welche Art und Weise zweckentfremden lassen, um sich das Leben leichter zu machen.

Man findet hier:
„38 x Vorbereiten & Zubereiten
33 x Ausprobieren & Genießen
29 x Servieren & Garnieren
23 x Snacks & Mahlzeiten
26 x Outdoor & Barbecue
25 x Partys & Feiern
24 x Aufbewahren & Frischhalten
24 x Aufräumen & Reinigen“
Äußert ansprechend ist, dass diese Kapitel farblich sortiert sind, sodass man wie bei einem Wörterbuch spielend leicht sofort die richtige Kategorie auszuwählen vermag. Auch die einzelnen Buchseiten sind sehr übersichtlich gestaltet: Viele Farbfotografien und kurze (Schritt-für-Schritt-) Anleitungen ermöglichen ein leichtes Verständnis und die Möglichkeit, in Windeseile den richtigen Lifehack auszuwählen und auszuprobieren.
Die Kapitel beginnen stets mit einem kurzen Tipp beziehungsweise Ratschlag, der für den folgenden Abschnitt typisch ist. Beendet werden die Kapitel dann mit ein paar linierten Seiten, auf denen man eigene Notizen festhalten kann. So entwickelt sich das Lifehack-Buch stets weiter.
Die Lifehacks an sich sind zum Teil sehr witzig und überraschend, zum Teil aber auch schon längst bekannt und nichts Überraschendes. Bei dem ein oder anderen Tipp bezweifle ich zudem, dass sie tatsächlich eine Erleichterung darstellen – beispielsweise bin ich der festen Überzeugung, einen Apfel schneller und ordentlicher schälen zu können als wie bei Tipp 41 vorgestelllt auf einen Akkuschrauber gespießt… An Empfehlungen wie diesen merkt man deutlich, dass das Autorenduo bemüht war, möglichst viele skurrile Tipps für Anfänger wie auch Fortgeschrittene Improvisierliebhaber bereitzustellen.
Dennoch war ich überrascht, dass ich einen Großteil bereits von meiner Mutter kenne und diese sie auch nicht neu erfunden hatte…
Alles in allem denke ich, dass man viele schöne Anregungen in diesem Buch findet, auch wenn ein paar keine wirklichen Erleichterungen, aber sicherlich nicht unamüsante Spielerein darstellen. Leider sind viele der gelisteten Geheimtipps tatsächlich keine – sind sie doch längst gang und gäbe.
Ich vergebe 3,5 Sterne
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📖 Rezension zu: „So komm ich gut an – Leichter leben“ von Bernd Görner

Nicht das Beste der Reihe

Wenn man Leute danach befragt was ihrer Meinung nach wichtig ist, um schnell beruflich wie auch privat gut anzukommen, so lautet die Antwort meist „eine souveräne und sympatische Ausstrahlung“. Um besser Kontakte knüpfen zu können, wäre es also von Vorteil eben jene Persönlichkeitsmerkmale zu erlenen – in „So komm ich gut an“ soll dem Leser genau dies ermöglicht werden. Daher umfasst dieses Buch sowohl Übungen, Frageseiten zum Ausfüllen als auch Fallbeispiele und Praxistipps.
Bernd Görner, ehemaliger Theaterregisseur und Journalist, hat bereits beinahe 20 Jahre Erfahrung als Trainer und Coach. In diesem Werk bezieht er sich häufig auf seinen Freund Martin, der in der Weihnachtszeit mit seinem Maronenstand und seiner offenen und ehrlichen Art zu überzeugen vermag.

Mir waren diese Martinbezüge manchmal etwas zu viel, denn ich hatte schon schnell verstanden, dass in uns allen ein Martin steckt, den wir bloß noch zu wecken brauchen… Viele Übungen und Denkanstöße sind meiner Auffassung nach nicht zu unterschätzen, allerdings gab es auf der ein- oder anderen Seite auch Geheimtipps, die keine waren. Beispielsweise dürfte es selbstverständlich sein, dass ich mich anderen gegenüber aufrichtig und offen verhalten muss um Offenheit und Ehrlichkeit bei meinem Gegenüber erwarten zu können…

Mein Fazit ist daher, dass dieses Werk einige wertvolle Hilfestellungen und „Anstupser“ umfasst, jedoch demjenigen, der sich bereits etwas mit der Thematik auseinandergesetzt hat, auch einige bereits bekannte Aspekte offenbart.

Ich vergebe 3,5 Sterne

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📖 Rezension zu: „Vegetarisch – Das Kochbuch“ von Clémence Catz

Vegetarisch – Das Kochbuch

Für Anfänger eine Bereicherung!

Mit diesem Buch soll man die vegetarische Küche von Grund auf kennen- und schätzen lernen. Daher finden sich sowohl grundlegende als auch speziellere Anleitungen in diesem umfassenden Werk von 252 Seiten.
Das Buch gliedert sich in die Kapitel „Das Know-How: Küchenhelfer im Einsatz“, „Die Basics: Selbst gemacht“, „Wissenswertes, Küchentipps & Gerichte – von Klassisch bis Außergewöhnlich“ sowie dem Anhang mit Rezeptregister, Glossar, Bezugsquellen und Literaturempfehlungen.
Im ersten Abschnitt werden Entsafter, Dörrautomat, die elektrische Kaffemühle als Hochleistungsmixxerersatz, der Gemüdehobel und die kleine Pfanne vorgestellt. Ich muss gestehen, dass ich jedes einzelne dieser Utensilien durchaus kenne und zu verwenden weiß. Deshalb denke ich, dass dieses Werk besonders für Einsteiger bestens geeignet ist und von Grund auf alle basics vermittelt – wie ja auch versprochen wird. Sehr ansprechend ist meines Erachtens, dass sowohl die Funktionsweise erläutert als auch Rezeptvorschläge für die einzelnen Küchenhelfer gegeben werden. So gibt es zum Dörrer beispielsweise eine Fruchtlederanleitung – so kann man sich bereits mit den Hilfsmitteln vertraut machen.
Das nächste Kapitel behandelt Themen wie die richtige Zubereitung von Hülsenfrüchten oder Milchkefir, die Herstellung veganer Milch, Mayonnaise, von veganem Käse, Joghurt und Ähnlichem. Auch diese Basics kannte ich bis auf wenige Ausnahmen bereits, war jedoch überrascht, welche exotischen Zutaten zum Teil verwendet werden, da ich simplere Rezepte kennengelernt habe. Die allermeisten Rezepte aus diesem Kapitel kommen jedoch mit wenigen und leicht erhältlichen Ingredienzen aus und sind daher meines Erachtens wunderbar anfängergeeignet.
Der sich nun anschließende Part vermochte mich am meisten zu überzeugen, da sich hier wertvolle Tipps zum Umgang mit vegetarischen Zutaten wie Agar-Agar oder Hilfestellungen zum Backen ohne Butter oder Eier finden. Außerdem sind die Rezepte dieses Abschnittes in meinen Augen am hilfreichsten, da sie unglaublich ausführlich und mit vielen Informationen versehen sind. So erhält man nicht lediglich ein fertiges Rezept, welches man dann stupide nachkochen kann, sondern vielmehr ein Rezept und eine Anleitung wie man das entsprechende Gericht selbst kreieren und dementsprechend an die eigenen Wünsche, Vorstellungen und Vorlieben anzupassen vermag. Außerdem werden das Kochen mit Blütenwässern und ätherischen Ölen thematisiert, was ich spannend fand.
Was mich offen gestanden ein wenig überrascht hat ist, dass ich bei diesem Werk eher den Eindruck hatte, ein Einsteigerbuch zur veganen Küche in den Händen zu halten, als ein vegetarisches Kochbuch durchzublättern. Aber auch vegetarische Rezepte sind vorhanden – ebenso wie rohköstliche.
Angesprochen hat mich, dass man sehr viel zu Techniken und Verarbeitungsmethoden erfährt, anstatt eine Rezeptesammlung vorgelegt zu bekommen. Allerdings hätte ich mich dennoch über mehr als 90 Rezeptideen gefreut, denn so hätte es noch mehr Abwechslung gegeben. In diesem Buch gibt es schließlich einige Rezepte, von denen dann Abwandlungsmöglichkeiten vorgestellt werden.
Da die Anleitungen gut bebildert und ausführlich sowie verständlich beschrieben sind, fällt das Nachmachen gar nicht schwer und es kann nichts schief gehen – ein Buch, das zum Nachmachen, Experimentieren und Kreativwerden aufruft.

4-Sterne

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📖 Rezension zu: „Tai Chi für zwischendurch“ von Barbara Reik

Perfekt für den stressigen Alltag!

Wenn man im stressigen Alltag von einem Termin zum nächsten hetzt, gar nicht weiß, wie man den vielen verschiedenen Anforderungen gerecht werden soll oder einem für die an einen gestellten Herausforderungen schlicht und ergreifend die Energie fehlt, ist es dringend Zeit für eine Auszeit. Mit diesem Kompakt-Ratgeber soll man mithilfe des altbewährten Wissens aus Tai Chi, Chi Gong sowie Jin Shin Jyutsu neue Kraft schöpfen und gestärkt sowie ausgeglichen durch den Alltag kommen können.
Dabei sollen die Bewegungsabläufe problemlos für zwischendruch geeignet sein, sodass man sie perfekt in den Tagesablauf einbauen kann.
Das Buch beginnt mit dem Kapitel Kapitel „Grundlagen“, in dem unter Anderem die verschiedenen Begriffe und Theorien erklärt werden. So ist Tai Chi eine altbewährte, aus der chinesischen Kampfkunst hervorgegangene Trainingsmethode, welche Ausdauer und Beweglichkeit sowie Gleichgewicht und Koordination fördert. Zudem sollen die die Übungen das Immunsystem unterstützen und bei Herz-Kreislauf-Beschwerden, Angstzuständen und Stressfolgen helfen.
Qi Gong hingegen soll sowohl innerlich als auch äußerlich stärken – die Regeneration des Körpers wird angeregt, damit die Lebensenergie wieder fließen kann und man sich ruhiger, ausgeglichener und beschwingter fühlt.
Jin Shin Jyutsu soll durch Handauflegen in Kombination mit den anderen beiden Prinzipien für reichlich wohltuende Entspannung sorgen und Harmonie wieder herstellen.
Im Anschluss daran beginnt der Praxisteil, zusammengesetzt aus den Unterkapiteln „Wie übe ich richtig?“, in dem die richtige Atmung, Körperhaltung und Ähnliches wunderbar verständlich erklärt werden, „Die Vorübungen“, welche einen beim zur Ruhe kommen unterstützen sollen, „Die Basisübungen“, „Die Übungen des Tai Chi Qi Gong“, „Die Form der fünf Elemente“ sowie „Hilfe zur Selbsthilfe: Jin Shin Jyutsu“.
Die Übungen umfassen eine breite Spannbreite von sehr einfach und anfängergeeignet bis hin zu anspruchsvolleren Bewegungsabläufen. So hält dieses Buch für jeden das Richtige bereit.
Die einzelnen Seiten sind ganz ansprechend gestaltet: Bereits neben der Übung kann man an einem Symbol erkennen, ob die Übung im Sitzen oder im Stehen ausgeführt wird. Danach folgt stichpunktartig eine Liste, die zusammenfasst welche Effekte die Bewegungsabläufe haben, also wogegen sie beispielsweise hilft. Im Anschluss daran wird die Übung verständlich aber kurz und bündig Schritt-für-Schritt erklärt und anhand vieler Farbfotografien verdeutlicht. Außerdem finden sich häufig noch Varianten, welche man dann zum Beispiel selbst mit einem Rückenleiden ausüben kann und Tipp- sowie Hilfeboxen verbessern das Verständnis noch weitergehend.

Ich bin von der Vielzahl der wohltuenden Übungen begeistert und freue mich, mit diesem Kompakt-Ratgeber auch wenn ich wenig Zeit habe, zur Ruhe kommen und neue Energie schöpfen zu können. Da das 127seitige Buch ein sehr taschentaugliches Format hat, lässt es sich perfekt überallhin mitnehmen. Was ich zudem noch als nennenswert empfinde ist, dass dieses Werk aus Recyclingpapier in Deutschland hergestellt worden ist.
Von mir gibt es daher eine ganz klare Empfehlung und volle fünf Sterne!

5-Sterne

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📖 Rezension zu: „Cuba!“ von Dan Goldberg, Andrea Kuhn und Jody Eddy

Rundum gelungen!

So abwechslungsreich wie die Königin der Karibik selbst ist auch Kubas Küche: kreolische, afrikanische, karibische und spanische Einflüsse tragen zu einer unglaublich vielseitigen Küche bei, die zu entdecken es sich lohnt. Mit diesem Buch begibt man sich auf eine Reise durch die kubanische Küche und Kultur, da das Autorenteam bemüht war, nicht bloß Rezepte abzudrucken, sondern darüber hinaus einen Einblick in die Lebenswelt auf der karibischen Insel zu gewähren. So weckt „Cuba!“ die Reiselust, weckt das Fernweh und stimmt einen für eine Kubareise richtig ein.

Die Rezepte sind in die Kapitel „Grundrezepte“, „Naschen & plaudern“, „Kubanische Kraftpakete“, „Am Malecón“, „Drei Amigos“, „Töpfe & Eintöpfe“, „Dim Sum & ein bisschen Rum“, „On the Road“, „Azúcar (Zucker“ sowie „Happy Hour auf Kuba“ gegliedert und durch das Kapitel „Der kubanische Vorratsschrank“ abgerundet. Wie man bereits an den Überschriften erkennen kann, begleitet man das Trio auf der Reise über Kuba und lernt so nicht nur leckere Gerichte, sondern auch Land und Leute kennen. Durch Anekdoten und Erzählungen erhält das Buch den Charme eines Reisetagebuchs, in welchem die Reisenden viele Leckerein verewigt haben, um später immer wieder in Urlaubsgefühlen und Erinnerungen schwelgen zu können. Da es zu den aller meisten Rezepten zudem eine kleine Einführung mit Wissenswertem enthält, erhält dieses Werk einen persönlichen Hauch und durch die „Reiseberichte“ werden die Authentizität sowie die Gastfreundlichkeit und Freundlichkeit der Kubaner spürbar.
Die Rezepte sind ausgesprochen vielseitig und bisher war jedes der ausprobierten ein wahrer Gaumenschmauß. Ich war über die Vielseitigkeit der kubanischen Küche sehr überrascht und wirklich begeistert, denn so kommen Freunde der verschiedensten Geschmacksrichtungen auf ihre Kosten.
Was mir zudem zusagt, ist das Kapitel zu Cocktails und Kuchen, da so ein stimmiges Gesamtbild entsteht und man sich eine wunderbare kubanische Woche machen kann. Den Mojito-Kuchen beispielsweise muss ich möglichst bald mal ausprobieren.

Alles in allem ist dieses Buch äußerst empfehlenswert und mehr als nur ein Kochbuch. Durch zahlreiche wunderbare Fotografien, Geschichten über Begegnungen mit Kubanern, vielfältige Rezepte und sehr verständliche Anleitungen kann man voller Freude nach Kuba abtauchen. Was noch auffallend ist, dass Zeitangaben gänzlich fehlen – ich bin eigentlich ein großer Freund solch realistischer Einschätzungen, dennoch lässt man sich auf diese Art und Weise auf viel mehr Gerichte ein, gibt auch zeitlich Aufwendigerem eine Chance und konzentriert sich auf das Kochen als Erlebnis, die Zubereitung und den Geschmack, anstatt einen straffen Zeitplan im Hinterkopf zu haben.
Und gerade bei einem kubanischen Kochbuch, ist diese entspannte Herangehensweise doch unbedingt angerbracht und passend.

Ich vergebe fünf Sterne

5-Sterne

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📖 Rezension zu: „Das Kleine Übungsheft – Wieder Begeisterung empfinden“ von Rosette Poletti und Barbara Dobbs

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Staunen üben.

Viele Menschen haben das Staunen verlernt – obwohl der Alltag häufig reichlich Anlass zur Begeisterung bietet, fällt es uns äußerst schwer, nicht desinteressiert alles hinzunehmen. Dabei lohnt es sich, voller Faszination und Neugierde seiner Umweld und seinen Mitmenschen zu begegnen.
Der Wunsch, wieder Begeisterung zu empfinden, ist sogar recht verbreitet. Doch leider mangelt es meist an Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen.
Das interaktive kleine Übungsheft bietet eine Vielzahl an Tests, Übungen, Fragestellungen zum Nachdenken, Denkanstöße in Form passender Zitate, Gedichte, Texte mit zahlreichen Informationen sowie ansprechende Zeichnungen, welche ein abwechslungsreiches Auseinandersetzen mit der Thematik ermöglichen.

Viele Ansätze und Übungen finde ich äußerst gelungen und empfehlenswert. Dank der Zitate werden einem verschiedene Betrachtungsweisen nahegebracht, sodass man Stück für Stück seinen eigenen Blickwinkel zu überdenken und zu verändern vermag. Allerdings schießt der ein- oder andere Abschnitt meines Erachtens ein wenig über das Ziel hinaus, denn wieder Begeisterung zu empfinden und sich allmorgendlich darüber klarzuwerden und zu freuen, dass man noch am Leben ist, sind für mich noch zwei verschiedene Sachen.

Ich vergebe vier Sterne für dieses Buch, da es sehr ansprechend gestaltet ist und einen aktiv werden lässt. Die Übungen sind im Schnitt schon hilfreich, allerdings mochte ich nicht jedem Aspekt aus dem Buch zustimmen.

4-Sterne

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📖 Rezension zu: „Die Autobiographie“ von Agatha Christie

9783455000528

Ganz famos!

„Eigentlich sollte ich einen Krimi schreiben, doch der natürliche Drang des Schriftstellers, alles zu Papier zu bringen, nicht nur das, was er sollte, erweckt ganz unerwartet in mir das Verlangen, meine Autobiografie zu schreiben. Dieses Verlangen, so wurde mir versichert, überkommt früher oder später jeden. Jetzt hat es plötzlich mich überkommen.“ (S.13)
Zu Lebzeiten war die Queen of Crime immer sehr öffentlichkeitsscheu, weswegen man über die Presse wenig über ihr Privatleben erfahren konnte. Erst ein Jahr nach ihrem Tod, wurde ihre Autobiografie veröffentlicht und zeigt sehr detailliert und wunderbar ansprechend geschrieben ein ganzes Leben auf. Man begleitet Agatha Christie auf Streifzügen durch ihre Kindheit, erfährt vieles über ihre Jugend und ihr Erwachsenenalter – auch wenn ihr rätselhaftes Verschwinden nicht thematisiert wird.
Stück für Stück konnte ich mir ein besseres Bild von der berühmten Kriminalautorin machen und war sehr angetan von der Möglichkeit, ihre Entwicklung miterleben zu dürfen. Man ist hautnah dabei wenn sie größer wird und die Puppenhäuser echten Immobilien weichen.
„Ich sehe jetzt ganz klar, dass ich noch immer nicht aufgehört habe, mit Häusern zu spielen. Ich habe unzählige Häuser besucht, gekauft, getauscht, eingerichtet, ausgestattet und baulich verändern lassen. Häuser! Gott segne die Häuser!“ (S.73)

Auffällig ist, dass die Erzählung immer wieder in Zeit, Ort und Thema springt, was daran liegt, dass die Autorin gerade einen geeigneten Punkt erreicht hat, um eine Brücke zu schlagen. Da Agatha Christie ihre Autobiografie gesprochen und über Tonaufnahmen (leider nur größtenteils dauerhaft) festgehalten hat, liest sich ihr Buch so, als würde sie vor einem lodernden Kamin sitzen und aus ihrem Leben erzählen.
Ich habe mich daher bei der Lektüre sehr wohl gefühlt und empfand eine sehr angenehme, vertraute Atmosphäre beim Lesen. Die Autorin wirkt so authentisch und offen und erzählt von derart vielen Erlebnissen, dass es mich schwer beeindruckte.
„Der Gedanke mutet seltsam an, aber wir erkennen erst dann, dass wir einen Menschen wirklich lieben, wenn er lächerlich aussieht.“ (S.74)
Immer wieder lässt die Schöpferin von Poirot und Miss Marple kleine Erkenntnisse, vielleicht sogar Lebensphilosophien und -weisheiten, einfließen, was erneut sehr viel Vertrautheit spüren lässt. Außerdem konnte ich über viele Aussagen eine ganze Weile nachdenken und war beeindruckt, sie von jemandem mit einem derart bewegten Leben hören – beziehungsweise lesen – zu dürfen.
Was mich darüber hinaus stark fasziniert hat , war, dass man zahlreiche Parallelen zwischen den unglaublich vielen Reisen der Queen of Crime und den Handlungsorten ihrer Kriminalromane entdecken konnte. Überhaupt hat mich beeindruckt, wie viel Agatha Christie von der Welt gesehen hat.
„“Es liegt mir nicht, Informationen aus der Hand zu geben.“ (…) Wenn sie mir nicht relevant oder interessant erschienen, steckte ich alle Informationsschnitzel weg, die mir zugetragen wurden, heftete sie sozusagen in einen Ordner in meinem kopf ein – für die übrigen Mitglieder meiner Familie, die allesamt extravertierte Plaudertaschen waren, eine unverständliche Gepflogenheit.“ (S.125)
„Zweifellos war ich ein langweiliges Kind mit den besten Aussichten, die Sorte von Mensch zu werden, die sich besonders schwer in eine Gesellschaft einbeziehen lässt.“ (S.125)
Das Buch zeigt den Menschen hinter dem Mythos. Äußerst interessant war für mich zu lesen, welche ihrer Werke der Queen of Crime mehr, und welche weniger, zusagten – denn diese Einschätzungen gehen mit der weitläufigen Lesermeinung nicht unbedingt einher.
Selbstverständlich gibt es auf den 640 Seiten eine ganz schöne Menge an Informationen, weswegen ich mir die Lektüre offen gestanden etwas einteilen musste. Hätte ich versucht, die Autobiografie mehr oder weniger an einem Stück zu lesen, so hätte ich die Anekdoten nicht ausreichend zu schätzen gewusst oder gar nicht erst richtig wahrgenommen. Wohl dosiert und in mal kleineren, mal größeren Häppchen ist dieses Werk jedoch wahrlich ein Genuss.

Ich bin sehr froh, dieses mächtige, spannende, faszinierende und beeindruckende Werk gelesen zu haben und kann es jedem Leser Agatha Christies Kriminalromane nur wärmstens ans Herz legen. Man erfährt äußerst viel zu ihrem Leben und Wirken, den gesellschaftlichen und zeitlichen Umständen sowie zu ihren Einstellungen und Erkenntnissen.

Von mir gibt es wohl verdiente 5 Sterne

5-Sterne

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📖 Rezension zu: „Das Kleine Übungsheft – Eifersucht verstehen und überwinden“ von Yves-Alexandre Thalman

Detailansicht

Enttäuschend…

Ein bisschen Eifersucht ist gar nicht so verkehrt, zeigt sie doch, wie viel uns an einem Menschen liegt. Im Gegensatz zum Neid, der den Wunsch nach etwas außerhalb unseres „Besitzes“ ausdrückt, fürchten wir uns davor, etwas Liebgewonnenes zu verlieren. Das ist ganz natürlich und kommt bei jedem mal vor. Zumindest fast, denn es soll in sogenannten polyamoren Gemeinschaften das komplette Gegenteil, Compersion genannt, geben. Hier wird behauptet, die Mitglieder würden Freude dabei empfinden, wenn geliebte Menschen Zeit mit Anderen verbringen und sich dabei amüsieren.
Selbstverständlich kann man dies hinterfragen und nicht als den eigenen Weg auswählen, wenn die eigene Eifersucht einem jedoch das Leben erschwert oder die Beziehung belastet, so sollten die Alarmglocken läuten. Denn wenn das Vertrauen fehlt, gerät das gesamte Miteinander ins Wanken und der Cocktail unangenehmer Gefühle wird immer stärker und überwältigender.
Das kleine Übungsheft „Eifersucht verstehen und überwinden“ soll mit zahlreichen Übungen wie der Visualisierung, Tests, Informationen und Gedankenspielen dabei helfen, Strategien zu entwickeln, welche die Partnerschaft erleichtern und verbessern können.
„Wenn Sie eifersüchtig sind, denken Sie daran: Je mehr sie wissen, umso mehr leiden Sie.“ (S.47)

Dies ist wirklich nicht mein erstes Buch aus der Bibliothek der guten Gefühle, weswegen ich bereits vor der ersten Seite sehr neugierig und mir sicher war, das Büchlein würde mir sehr gefallen.
Tatsächlich ist auch dieses Buch aus der Reihe sehr ansprechend gestaltet und der Mix aus Informationen und Übungen, sprich das Aufgerufensein aktiv zu werden, konnte mich wieder überzeugen. Der Ansatz, dass ein Mittelweg zwischen Eifersucht und Compersion gefunden werden sollte, leuchtet mir genauso ein, wie dass eine permanente Überwachung des Partners alles andere als fair oder beziehungsfördernd ist.
Immer wieder hätte ich den Aussagen des Buches gerne laut widersprochen oder kam nicht umher, zu denken, dass einige Zusammenhänge und Sachverhalten etwas simpel heruntergebrochen worden sind. Gerade die angeführten Unterschiede zwischen Mann und Frau haben mich skeptisch gemacht. Bin ich ein aus der Reihe tanzendes Exemplar in der Damenwelt, weil mich bei der Aussage „Ich muss dir unbedingt jemanden vorstellen. Ich habe mich richtig lange mit ihr unterhalten, und es war richtig interessant! Ich hatte wirklich einen sehr anregenden Abend, und auch du wirst sie bestimmt sehr sympathisch finden.“ (S.24) nicht sofort Fragen nach ihrem Alter, ihrer Oberweite oder ihrer Attraktivität plagen?
Ich hoffe doch nicht…
Allgemein kommt das weibliche Geschlecht in diesem Buch meines Erachtens nicht sonderlich gut weg… Unterschieden werden nämlich zwei Arten der Eifersucht: Die des Mannes und die der Frau, was an zwei Szenarien verdeutlicht werden soll. Die eine Situation beschreibt, dass der Partner/ die Partnerin einen One-Night-Stand hatte, bei dem Gefühle allerdings keine Rolle spielen. Bei der zweiten Situation hat der Lebensgefährte/ die Lebensgefährtin den ehemaligen Partner wiedergetroffen und diesen zwar nicht einmal berührt, jedoch erneut Gefühle zu ihm/ ihr aufleben lassen. Nach These des Autors ist Szenario eins für Männer schlimmer, da diesen die Reproduktion in einer Beziehung schon allein evolutionsbiologisch begründet wichtig sei, während die schutzbedürftige Frau bei Szenario zwei fürchten muss, dass ihr Versorger sie verlässt und ihr Überleben so zu einer echten Herausforderung wird.
Mehr oder weniger direkt wird im Verlaufe des Buches immer wieder darauf hingewiesen, dass die schwachen Frauen vom Mann gewissermaßen abhängig sind – können sie doch nicht auf eigenen Beinen stehen. Mir lässt ein solches Frauenbild nicht nur Schauer über den Rücken laufen, die Fußnägel aufrollen, sondern auch noch die Haare zu Berge stehen.
Ich denke heutzutage sind wir Frauen doch so modern und emanzipiert, dass wir von keinem starken Mann als Versorger mehr abhängig sind, der uns vor Löwen und Mammuten beschützt. Darüber hinaus bezweifle ich, dass Männer mit der Behauptung, die Reproduktion sei für sie der Dreh- und Angelpunkt einer Beziehung, einverstanden wären…
Bricht man das menschliche Gefühlsleben auf diese Art nicht auf ein kümmerliches Nicht-mal-Mindestmaß hinunter?
Leugnen kann ich selbstverständlich nicht, dass das Zusammenleben besonders unserer Vorfahren dadurch bedingt wurde, dass man den Nachwuchs gemeinsam großzuziehen hatte. Mich stimmt die Vorstellung, dies sei der einzige Grund heutiger Beziehungen, äußerst traurig und ich kann ihr auch nicht zustimmen.
Beim Lesen beschlich mich immer wieder das Gefühl, das Werk eines Mannes zu lesen, der noch nicht so ganz mitbekommen hat, wie Frauen sich heutzutage verhalten und, dass sie Lebewesen mit Verstand sind, die nicht bloß urinstinktgesteuert sind und sich am liebsten sofort an die muskulöse Brust eines starken Mannes werfen würden… Tatsächlich habe ich erst nach der Lektüre nachgesehen und festgestellt, dass dieses Büchlein wirklich von keiner Frau geschrieben worden ist. Mich würde es sehr interessieren im Gegenzug und rein zum Vergleich ein weiteres Buch zum Thema zu lesen, welches von einer modernen und selbstständigen Frau verfasst worden ist.
Es ist schon bemerkenswert, wie man manchmal das Geschlecht des Verfassers herauszulesen vermag…

Alles in allem lässt mich das Büchlein überhaupt nicht überzeugt zurück. Sicherlich gab es vereinzelt auch mal wertvolle Denkanstöße; ich muss aber gestehen, dass diese vom ganzen Rest des Buches völlig überschattet wurden… In meinen Augen ist dies das mit Abstand schwächste der von mir aus der Reihe gelesenen Bücher. Es mag aber auch durchaus sein, dass ich schlicht und ergreifend nicht zur Zielgruppe gehöre… Jedenfalls finde ich es etwas schade, wie schwarzweiß viele Textabschnitte doch geraten sind.
Ich vergebe einen Stern und bin ganz verwundert, dass dieses Übungsheft so aus der Reihe springt, da mich die anderen Bücher der Reihe bisher allesamt zu überzeugen vermochten. Äußerst schade und mir nicht so ganz verständlich…

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📖 Rezension zu: „Selbstbewusst!“ von Iris Seidenstricker

Detailansicht

Viele Menschen wünschen sich, selbstbewusster zu sein. Doch in den allermeisten Fällen bleibt dieser Wunsch eine Vorstellung, die nicht in die Tat umgesetzt wird. Ob aus zu großer Scheu und Unsicherheit, Bequemlichkeit oder zu wenig Ideen dazu, wie man sein Ziel erreichen kann, ist dabei kaum von Belang. Hauptsache ist doch, dass es eigentlich gar nicht so schwierig und aufwendig ist, sein Selbstbewusstsein zu stärken und zu festigen.
Iris Seidensticker, Coach für Persönlichkeitsentwicklung, stellt in diesem Büchlein auf 96 Seiten dar, wie man Tag für Tag souveräner wird und in sich und seine Fähigkeiten vertrauen kann. Dabei wechselt sie zwischen hilfreichen Übungen, Mitmach-Seiten zum Ausfüllen, die einen zum Nachdenken und In-sich-Horchen, Praxistipps, Infoboxen sowie Schritt-für-Schritt-Anleitungen, sodass die Lektüre stets abwechslungsreich bleibt und man mit einbezogen wird. Schließlich muss man für eigenes Selbstbewusstsein auch selbst aktiv werden, wie deutlich wird.
Das Buch ist sehr leicht verständlich formuliert und obwohl man den ein oder anderen Tipp bereits kennt, erhält man hier eine Vielzahl von Informationen, die sich vor Augen zu führen wichtig sind. Die Übungen sind ebenfalls vielfältig und ansprechend.
Äußerst gelungen ist meines Erachtens zudem die Gestaltung von „Selbstbewusst!“, da man sich bereits beim Durchblättern wohl fühlt. Leichte Farben, schöne Zeichnungen, Bilder und Fotografien, übersichtliche Listen, lockere und nicht drückende Textgestaltung und wiederkehrender Aufbau ähnlicher Themen sorgen für entspanntes Lesen und Lernen.
Die Texte sind sehr gelungen, weswegen ich mir immer wieder Sätze herausgeschrieben habe um sie besser verinnerlichen zu können – beim Durcharbeiten dieses Werks ist das Führen eines Lesetage- oder Notizbuches definitiv von Vorteil.

Jedem, der Tag für Tag innere Stärke und Selbstvertrauen entwickeln möchte, kann ich dieses Buch aus der Leichter Leben-Reihe sehr ans Herz legen!

Ich vergebe 5 Sterne

5-Sterne

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📖 Rezension zu: „Denunziation“ von Bandi

Denunziation

Ein sehr wichtiges Thema, wenn auch erzählerisch nicht perfekt umgesetzt…

Mit „Denunziation“ von Bandi, zu Deutsch „Glühwürmchen“, liegt zum ersten Mal ein Werk aus dem totalitären System Nordkoreas vor. In den Erzählungen „Die Stadt der Gespenster“, „Irya Madya, Schatzpferd!“, „Die Flucht“, „So nah und doch so fern“, „Pandämonium“, „Die Bühne“ sowie „Der rote Pilz“ begibt man sich auf eine wachrüttelnde Reise in eine so fremde und doch so erschreckend reale Welt. Und auch wenn die 2013 aus dem Land geschmuggelten Texte in der Zeit zwischen 1989 und 1995 entstanden sind, verdeutlichen sie ganz nahegehend, wie das Leben noch heute unter den Kims aussieht.
Besonders zu schockieren vermochten mich einzelne Aussagen, die genau auf den Punkt bringen, was in diesem verachtenden und zu verachtenden System alles alamierend falsch läuft.
„Das bedeutet, dass die Familie laut Beschluss des Zentralkomitees unter Berufung auf den Paragrafen 149 deportiert worden ist. Alle Familienmitglieder werden damit von der Partei als Aufrührer und Verräter eingestuft, weswegen es auch alle nachfolgenden Generationen verdienen, verfolgt zu werden.“ (S.85)
Das Regime ist erbarmungslos, wenn es in leichtester Form angetastet wird. Die Folgen sind verheerend…
„Aber er konnte sich nicht gehen lassen, vor allem, da offen gezeigte Tränen als Auflehnung gewertet wurden und darauf die Todesstrafe stand. So war die Welt, in der er lebte. Ein Vol wurde per Gesetz dazu verpflichtet, ungeachtet allen Leidens zu lachen und jegliche Verbitterung hinunterzuschlucken.“ (S.99)
Die Geschichten handeln nicht wirklich von Helden, denn statt sich Auflehnenden werden eher ganz normale Bürge in einem alles andere als normalen System gezeigt.
„“Von klein auf dressiert. Warum sonst bist du so zahm und folgsam wie ein Schaf?“ (…) „Du könntest doch auch nicht in diesem System leben, wenn du nicht darauf gedrillt wärst?““ (S.103)
Leider sind die Geschichten sprachlich weniger brillant ausformuliert, weswegen man sich weniger auf gut erzählte als auf schockierende Erzählungen einstellen sollte. Es sind die Themen, die berühren, nicht die Worte oder Charaktere. Mir persönlich fiel es schwer, den Figuren ein Stück weit nahe zu kommen, da sie mir hierfür zu fremd waren.
„Zu diesem Staatsereignis Nummer 1, anlässlich dessen von der Bevölkerung absoluter Gehorsam verlangt wurde, würde Kim Il-Sung die Eisenbahn benutzen, was sie sakrosankt machte. Niemand durfte auch nur in die Nähe der Schienen, geschweige denn sich über diese Regelung oder über etwas anderes beschweren, selbst wenn es um die Freilassung eines Mörders ginge.“ (S.124)

Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, aber nicht aufgrund grandioser erzählerischer Leistungen, sondern vielmehr um dem uns auf derart vielen Ebenen so fernen Nordkorea einen ungefährlichen Besuch abzustatten und zu erfahren, was in dem Regime an der Tagesordnung steht.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen

4-Sterne

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📖 Rezension zu: „Das Kleine Übungsheft – Glückstraining“ von Yves-Alexandre Thalmann

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So kann das Glückstraining starten

Welche Menschen sind am glücklichsten? Reiche, Gläubige, Familienmenschen? Hat Glück überhaupt etwas mit Beruf, Familienstand und Ähnlichem zu tun oder beeinflussen ganz andere Faktoren wie glücklich wir sind? Oder lässt es sich überhaupt nicht beeinflussen und wir müssen mit den Karten spielen die uns gegeben werden?
Tatsächlich, so verdeutlicht dieses Buch, lässt sich Glück wie ein Muskel trainieren. Selbstverständlich ermöglicht dies keine Garantie auf ununterbrochenes Glück, dennoch vermögen wir enormen Einfluss auszuüben. Schlechte Gewohnheiten abzustreifen, gute neu zu etablieren, Situationen anders zu bewerten, empathisch und aktiv zu werden, seinen Wortschatz zu überarbeiten und so eine postivere Grundeinstellung zu gewinnen sind einige der möglichen kleinen Schritte.
Recht zu Beginn dieses Buches schließt man bereits einen Vertrag mit sich selber, sodass Ausreden beinahe unmöglich werden. Da die vorgestellten Übungen, Tipps, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Informationen leicht verständlich und gut umsetzbar sind, steht dem Durcharbeiten der einzelnen Lektionen nichts im Wege. Sehr ansprechend finde ich, dass der Leser häufig dazu angehalten wird, Tabellen auszufüllen, Fragen zu beantworten oder Einschätzungen vorzunehmen. So ist man kein passiver Konsument, sondern hat mit der ersten Seite gewissermaßen bereits sein Glückstraining begonnen.
Auch wenn mir die „Wortschatzüberarbeitung“ nicht ganz so sehr zusagt, da ich der Auffassung bin, dass auch Worte wie „Misserfolg“ ihre Daseinsberechtigung haben und nicht durch Ausdrücke wie „Lektion“ ersetzt werden müssen, sagen mir Hilfestellungen wie zum Auswählen neuer Freizeitaktivitäten zu.

Alles in allem eine sehr gute Wahl, wenn man sein Glück trainieren möchte und sich bisher noch nicht so ganz dazu aufraffen konnte oder einem die Ansatzpunkte fehlten. Sicherlich kommt einem immer wieder mal etwas bekannt vor, das ist dann aber ein Puzzleteil von vielen und kann endlich mal ausprobiert werden, anstatt es einfach bloß zur Kenntnis zu nehmen.

Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen

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📖 Rezension zu: „Bevor es hell wird“ von Jens Eisel

Bevor es hell wird

Und dann(…). Und dann(…). Und dann(…).

Mit sehr nüchterner Sprache erzählt Jens Eisel von Alex, der 2006 nach zwei Jahren Gefängnisaufenthalt wieder auf freiem Fuße ist. Nun muss er sich erst wieder einleben und blickt auf seine Kindheit, Jugend sowie auf fatale Ereignisse, die zu seiner Freiheitsstrafe führten, zurück. Recht schnell beschleicht einen das Gefühl, dass es irgendwie mit dem Tod seines Bruders zusammenhängen könnte.
Die Idee des Buches hat mich sehr angesprochen, da ich nach Lesen des Klappentextes neugierig war, welche Ereigniskette zu der Verhaftung geführt haben könnte. Allerdings wird sich dieser Frage nur am Rande gewidmet, wie ich es empfunden habe, denn der Leser erhält derart viele Einblicke in die Erinnerungen des Protagonisten, dass die wirklich wichtigen Ereignisse dabei unterzugehen drohen. Selbstverständlich werden auch diese mehr oder weniger behandelt, jedoch verliert sich der Autor immer wieder in Belanglosigkeiten.
Man könnte arguementieren, dass dies zu einer besonderen Atmosphäre beitragen und einem die Charaktere nahebringen könnte, jedoch hatte es auf mich eher den gegenteiligen Effekt: Die Figuren wirkten auf mich auch auf der finalen 208. Seite noch blasser als mir lieb gewesen wäre und davor hatte die Erzählung meine Neugierde nicht aufrecht erhalten können. An manch einer Stelle waberte eine Erklärung zur Ausgangssituation zwischen den Zeilen, aber die meiste Zeit war kaum etwas Unheilvolles zu spüren. Auch wenn es traurig mit anzusehen ist, wie Stück für Stück alles den Bach runter geht, vermochte mich die Erzählung einfach nicht zu packen.
Dies hängt wahrscheinlich in großen Stücken mit dem Schreibstil zusammen, der durch seine nüchterne Sachlichkeit eine für mich unüberwindbare Distanz aufbaute und mich stellenweise etwas ermüdete. Obwohl ich persönlich gelegentlich – sofern es zu einer kühlen zu übermittlenden Atmosphäre passt – einen kargen Sprachgebrauch durchaus zu schätzen weiß, erschien es mir hier einfach nicht als Wirkungsmittel eingesetzt. Manchmal erweckte es vielmehr den Eindruck, als wäre es nicht von einem Erwachsenen geschrieben worden, was ich äußerst schade finde…

„Weißt du, ich dachte damals, dass ich verrückt werde. Am schlimmsten waren die Nächte. Kurz bevor es hell wird.“ (S.168)

Alles in allem kann ich festhalten, dass mir die Grundidee des Buches sehr gefallen, der Schreibstil mir jedoch kaum zugesagt hat. Schade ist es in meinen Augen, dass der Autor so vielen Beachtung schenkt, das für mich nicht wirklich von Belang zu sein scheinte, weswegen für mein Empfinden wichtigere Teilgebiete zu kurz gekommen sind. So fehlte ein gutes Stück Lesefreude…

Ich vergebe 2 von 5 Sternen

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📖 Rezension zu: „Wien“ von Antonia Kögl und Arnold Pöschl

Sehr empfehlenswert!

Dieses Buch beinhaltet sowohl Rezepte aus dem traditionellen als auch aus dem modernen Wien. Zu Beginn gibt es einen kulinarischen Stadtbummel durch die österreichische Hauptstadt mit ihren 23 Bezirken, was ich als sehr ansprechend empfunden habe, da man auf diese Weise sehr gut auf die folgenden Rezepte eingestimmt wird. Der erste Teil, welcher sich dem traditionelle Wien widmet, beginnt mit dem Unterkapitel „Imbiss“ (Salate und verschiedene Brote), danach folgen Menü Zur Herknerin, Vorspeisen, Menü Lugeck (traditionelle österreichische Küche in höchster Qualität“) wie beispielsweise „Wiener Erdäpfel Suppn mit Steinpilzen“ (S.38), Hauptspeisen, Menü Weinhaus Arlt, Menü Freyenstein, Nachspeisen, Menü Rote Bar & Anna Sacher.
Das moderne Wien wird ab Seite 144 behandelt. Menü Labstelle, Menü Lingenhel, Menü Salon Plafond, Menü Die Liebe, Menü Neni, Menü Reisinger’s, Menü Pichlmaiers Zum Herkner, Menü Wrenkh, Menü Pramerl & The Wolf, Menü Blue Mustard sowie Menü Le Ciel finden hier ihren Platz.
Zu Beginn werden immer zum Thema passende Gerichte vorgestellt, dann folgt ein Gastronom. Auf einer Doppelseite wird dieser mitsamt seines Restaurants oder Lokals vorgestellt. So zum Beispiel das Wirtshaus Zur Herknerin: In Wieden überzeugt es im 50ies-Chic mit handgeschriebenen Speisekarten und ausgezeichneter Hausmannskost. Auch die von der Betreiberin, Stefanie Herkner, vorgestellten Rezepte strahlen zum Teil eine schöne Nostalgie aus. „Spinatknödel in brauner Butter“ (S.20) oder „Rote Grütze mit flüssiger Sahne“ (S.24) lassen einem auch dank der ansprechenden Fotografien das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Bei insgesamt 120 Rezepten ist für jeden das Richtige dabei – sowohl vom Geschmack als auch von dem (Zeit-) Aufwand der Zubereitung her.
Hinten im Buch sind die Gastronomen aus dem Buch mit Adresse aufgeführt und in der Stadtkarte eingezeichnet, sodass man sie bestens einordnen und eventuell bei einem Wien-Trip selbst einmal aufsuchen kann.

Alles in allem handelt es sich um ein sehr ansprechendes Buch, welches sowohl als eine Art Reiseführer als auch als Kochbuch begeistert. Dieses Zusammenspiel hat mir sehr gefallen und die vielfältigen Rezepte haben mich zu überzeugen vermocht. Besonders gelungen rundet meines Erachtens die schöne Gestaltung das Buch ab und macht es zu einem wirklichen Augenschmauß. Von mir gibt es eine klare Empfehlung und fünf Sterne!

5-Sterne

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📖 Rezension zu: „Das Kleine Übungsheft – Freunde gewinnen und bessere Beziehungen führen“ von Odile Lamourère

Detailansicht

Hilfreich!

Schon wenige kleine Maßnahmen reichen bereits aus, um bessere Beziehungen zu führen, neue Menschen kennenzulernen und Freunde zu gewinnen. Selbstverständlich sind solche Veränderungen nicht unbedingt leicht und nehmen auch ihre Zeit, dennoch ist es gar nicht so schwierig, wenn man erst mal weiß, wie, wo und wonach man Ausschau halten muss.

Dieses kleine Übungsheft beinhaltet Fragebögen, Übungen, Spiele, Internetadressen, Ratschläge, Aufmunterndes, Mutmachendes, Beispiele, Wissenswertes, mögliche Zielsetzungen, Tipps, Denkanstöße und so weiter. So erhält der Leser nicht nur die Möglichkeit zu einer Selbsteinschätzung, sonder kann darüber hinaus Schritt für Schritt an sich arbeiten und sich stetig etwas verbessern.
Dabei ist das Büchlein ansprechend mit zahlreichen Illustrationen gestaltet, die das Heft auflockern und den vermittelten Inhalt (humorvoll) auf den Punkt bringen.
Allgemein ist dieses kleine Übungsheft – wie die anderen, welche ich bisher habe kennenlernen dürfen, ebenfalls – sehr ansprechend in viele kliene Sektionen unterteilt, sodass man nicht von einer Informations- und Übungsflut erschlagen wird, sondern ganz entspannt die Aufgaben bewältigen kann.
Zwar sind nicht alle Tipps neu, es finden sich aber sehr viele, die einem nicht geläufig sind. Auch die Internetseiten, die einem weiterhelfen können sollen, waren für mich sehr interessant und besonders die Tipps dazu, beim Betreten eines Raumes gleich auf einen Blick den richtigen Sitz-/Stehnachbarn zum Unterhalten zu finden, sind in meinen Augen äußerst wertvoll.

Ich denke, dass dieses Werk sehr hilfreich ist und durch seine Unkompliziertheit überzeugt. Hier und da hätte ich mir noch etwas mehr Tiefgang oder weiterführende Informationen gewünscht, aber dennoch bin ich sehr zufrieden.

Ich vergebe 4,5/5 Sternen

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📖 Rezension zu: „Süßer Zauber“ von Marie Langenau

Süßer Zauber durch und durch!

„Backen bedeutet für mich, gut für meine Liebsten zu sorgen, es sich im Alltag schön zu machen und den „süßen Müßiggang“ zu pflegen. Backen entschleunigt außerdem: Ein Hefeteig lässt sich nicht hetzen, er nimmt sich die Zeit die er braucht.“ (S.7)
Marie Langenau backt leidenschaftlich gerne: Mit bestimmten Leckereien verbindet sie besondere Erinnerungen wie die an die Picknicke am Meer, einer Waldlichtung oder auf einer Wiese bei den Großeltern in Schweden. Daher haben besonders Familienrezepte ihrer schwedischen Großmutter und Rezepte von Freunden den Weg in dieses Backbuch gefunden.
Die meisten Rezepte sind waschechte Klassiker, die aber deswegen nicht weniger ansprechend sind. Einige andere Rezepte sind Klassiker in einem neuen Mantel und einige wenige gänzlich neue Kreationen, sodass man in diesem Buch eine wunderbare Mischung aus bewährt und neu vorfindet.
Unterteilt werden die Rezepte in die Kapitel „Frisch und fruchtig“, „Süße Klassiker“, „Köstlichkeiten mit Schokolade“, „Klein & fein“ sowie „Erfrischende Durstlöscher“. Zu Beginn des Buches werden diese Abschnitte aufgelistet und ihr Inhalt beschrieben, damit man direkt weiß, was einen wo erwartet und das Schmökern losgehen kann. Am Anfang eines jeden Kapitels wiederum befindet sich erneut eine kurze Einführung mit ein paar persönlichen Worten der Autorin.
Die Rezeptseiten selbst sind äußerst ansprechend gestaltet: Jedem Kapitel wurde eine Farbe zugeordnet, auf die die restliche (farbliche) Gestaltung jeweils angepasst wurde – so entsteht ein sehr stimmiges Gesamtbild. Die Anleitungen sind angenehm übersichtlich geordnet, sodass man auf einen Blick wichtige Informationen entnehmen kann und Fragen dank der guten Beschreibungen gar nicht erst aufkommen. Tipps findet der Backbegeisterte bei vielen Rezepten auch, wobei sich diese meist darauf beziehen, ob man Eis dazu essen, etwas am Vortag vorbereiten oder Leckereien durch Einfrieren oder Ähnliches besser haltbar machen kann.
Ein süßer Zauber sind bereits die Fotografien – jene von Sonnenuntergängen, Kindern beim Picknick oder Erwachsenen beim Apfelpflücken tragen zwar zum Wohlfühlcharakter des Buches bei, konnten mich jedoch nicht annähernd so überzeugen wie die Abbildungen zu dem Gebackenen. So wecken sie bereits auf den ersten Blick die Lust zum Nachbacken und lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Bisher am meisten begeistern konnte mich die Buchweizentorte mit Preiselbeeren – ein Klassiker den ich zuvor noch nie gebacken oder gegessen hatte, jedoch schon länger auszuprobieren vorhatte.

Aber auch die Tarte mit Johannisbeeren (S.28) konnte mich kinderleicht überzeugen. Ich freue mich schon sehr darauf, noch zahlreiche weitere Rezepte auszuprobieren – die 75 Leckereien sind allesamt äußerst ansprechend.

Alles in allem finden sich hier vielleicht nicht die neuartigsten Kreationen gewiefter Sternekochtüftler, dafür aber solide und dank der guten Anleitungen gelingsichere und ausgesprochen leckere Köstlichkeiten für die unterschiedlichsten Anlässe und Geschmäcker. Für jeden Backliebhaber ein sehr empfehlenswertes Buch!

4,5 von 5 Sternen

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📖 Rezension zu: „Wer nicht schreibt, bleibt dumm“ von Maria-Anna Schulze Brüning und Stephan Clauss

Wer nicht schreibt, bleibt dumm

Für mein Empfinden eine Pflichtlektüre, die schon längst überfällig ist!

Das muss man sich erst einmal vor Augen führen: „Jedes sechste Kind kann nicht richtig schreiben“. Ein mir unvorstellbar hoher Anteil der Schüler leidet unter diesem Problem, das nicht nur ein „ästhetisches Manko“ (S. 50) ist. Schließlich sichert das Schreiben als Kulturtechnik schon so lange die Weitergabe und das Vermitteltbekommen von Wissen. daher bedeutet eine mangelnde Schriftkompetenz ein fehlendes Fundament des Lernens – für die betroffenen Schüler ist es in soweit eine Katastrophe, als dass Hausaufgaben und Mitschriften zur Belastung werden.
Tatsächlich sollte, so die Autorin, Handschrift als Werkzeug dienen und darf deswegen keine Umstände machen, sondern sollte nebenbei geschehen, damit man sich auf den Inhalt konzentrieren kann. Wird dieses Werkzeug jedoch nicht hinreichend beherrscht, kann diese mangelhaft ausgebildete Fähigkeit im Zweifelsfall „aus einem normal begabten Schüler einen Schulversager machen“. (S.50)
Erstaunlicherweise sind alle sozialen Schichten und Lernniveaus betroffen, weswegen sich diese erschreckende Tendenz auch an allen Schulformen – zum Beispiel ebenfalls an Gymnasien – gleichermaßen erkennen lässt.
So sucht die Autorin unter Anderem nach den tieferen Ursachen, welche beispielsweise in einer Neubewertung der Bedeutung dieser Kulturtechnik liegen, da in Zeiten der Medien die Notwendigkeit der Handschrift in Frage gestellt wird. Somit wird ihr ein neuer Stellenwert im bildungspolitischen Gesamtkonzept zuteil – mit verheerenden Folgen, wie man merkt.
Zudem ist ein Problem, welches aus dem gerade Genannten ergibt, dass die Kinder sich die Handschrift größtenteils – ebenso wie die korrekte Rechtschreibung mehr oder weniger eigenständig aneignen sollen. Dies kann nur zu Misständen anstelle von der vielfach angepriesenen Selbstständigkeit führen, da die Kinder bei diesem komplexen Gebilde unterstützt und angeleitet sowie Fehler korrigiert werden müssen.
Somit liegt das Problem also definitiv nicht in einem motorischen Unvermögen und könnte so leicht umgangen werden…
In Grundschulen wird häufig lediglich die Druckschrift gelehrt – schließlich haben viele Schüler Schwierigkeiten mit der verbundenen Schreibschrift gehabt. Anstatt an der Wissensvermittlung zu arbeiten und den Schreibunterricht zu verbessern – und aus Erfahrung als Lehrerin weiß Maria-Anna Schulze Brüning, dass bis auf wenige Ausnahmen jeder Schüler, möge seine Schrift noch so unleserlich sein, gerne Schreibunterricht erhält – vereinfacht man alles. Nur ist diese Vereinfachung keine Entlastung, sondern bloß ein Ver- und Aufschieben des Problems. Im Grundschulalter sollte der Grundstein für eine adäquate Handschrift gelegt werden, da mit fortschreitendem Alter und damit verbundener Übung der angeeigneten Handschrift, die Abläufe beim Schreiben automatisiert wurden und daher immer schwieriger zu korrigieren sind.
Da die Kinder mit dem Erlernen der Handschrift meist auf sich allein gestellt sind, malen sie Buchstaben häufig anstatt sie zu schreiben. So ähnelt ein a nun einmal einem Kreis mit einem Strich und wird genauso zu Papier gebracht. Tatsächlich sieht ein solches a nicht nur anders aus, sondern ist im Schreibfluss noch dazu viel hemmender als die über lange Zeit optimierte und weitergegebene Art, es zu schreiben.
Aufgrund der Tatsache, dass dieses Problem nicht erst seit Kurzem besteht, befinden sich mittlerweile bereits Lehrer an den Schulen, die selbst kaum noch per Hand schreiben. So kann der Teufelskreis immer weiter angeheitzt werden.
Eine weitere Schwierigkeit ist die Vielzahl verschiedener Schriftarten, welche erlernt werden können. Die Entscheidung, welche man den Schülern vermittelt, wenn man sich als Grundschule überhaupt dazu entscheidet Schreibschrift zu lehren, ist enorm und verwirrend.
Und so entlarvt das Autorenpaar immer mehr Problempunkte bei denen man ansetzen könnte und dringend müsste. Nur über Schrift, so lässt ein Blick in die Geschichte zu Beginn des Buches erkennen, ermöglicht kognitiven Fortschritt und eine Weitergabe von Kultur und Wissen.

Die Autoren behandeln eine Vielzahl von Themengebieten und Schulze Brüning lässt zahlreiche zum Teil selbst durchgeführte Erhebungen mit einfließen sowie einiges an Fachliteratur – über die Bedeutung, Entstehung sowie Entwicklung der Schrift, vom Recht- und Schlechtschreiben über häufige Fehler beim Schreiben (bestimmter Buchstaben) bis hin zu Ansätzen um die Handschrift angemessen zu vermitteln. Des Weiteren werden Bereiche wie die Entwicklungspsychologie ebenfalls ins Blickfeld gerückt.
Sehr gut ist meines Erachtens auch das Kapitel „Wie können Lehrer und Eltern Kinder beim Verbessern der Handschrift unterstützen?“, da es konkrete Handlungsmöglichkeiten bietet und damit schon längst überfällig ist.
Darüber hinaus wird eine Schülerbefragung zum Ende des Buches dargelegt: Wie wichtig ist die Handschrift? Welche Bedeutung hat sie? Sollte man sie überhaupt noch unterrichten? Äußerst spannend ist, dass lediglich etwa 30% der Befragten pädagogische Gründe für den großen Stellenwert der Handschrift anführten – die restlichen Begründungen sind äußerst vielseiteig. Einen sehr schönen Aspekt, finde ich, stellt die Begründung dar, die Handschrift zähle zu der, bilde und zeige die Persönlichkeit.

Aus meiner Grundschulzeit kenne ich selbst das Schreiben mit der Anlauttabelle. Unsere Lehrerin vertrat – wie offenbar erschreckend viele Lehrer auch – die Auffassung, die Schüler könnten sich die Rechtschreibung problemlos, schnell und sehr effizient selbst beibringen. Nur korrigieren dürfe man die von den Kindern selbst ausgewählte richtige Schreibweise nicht, da dies dem Prozess des Erlernens der Handschrift nicht nur nicht förderlich sei, sondern ihm sogar noch schade.
Zum Glück haben meine Eltern von dem „Lesen durch Schreiben“ nicht sonderlich viel gehalten und mich bei der Rechtschreibung angeleitet anstatt mich, wie andere Eltern aus der Klasse, mit Hinlfestellungen wie „E wie Esel“ der Anlauttabelle alleine zu lassen. Meiner Handschrift- und Rechtschreibentwicklung hat dies sicherlich nicht geschadet; wenn ich mir jedoch vor Augen führe, dass jeder sechste Schüler nicht richtig schreiben kann und daran denke, welche Schwierigkeiten Mitschüler auch noch in der Oberstufe beim Schreiben hatten, gibt mir das zu denken…

Meiner Meinung nach ist „Wer nicht schreibt, bleibt dumm“ ein längst überfälliges Werk, welches hoffentlich viel gelesen wird und zahlreiche Menschen wachrüttelt – denn eines ist klar: So, wie es zur Zeit läuft, darf es nicht weitergehen.

Ich vergebe volle 5 Sterne für dieses Werk!

5-Sterne

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📖 Rezension zu: „Anschlag von rechts“ von Reiner Engelmann

https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Engelmann_RAnschlag_von_rechts_172165.jpg

Ein wichtiges Werk!

Lauter Rechtsrock dröhnt, es wird mitgegröhlt und reichlich Alkohol fließt. Immer später wird es, während eine Flasche nach der anderen geleert wird und sich die Freunde in Rage reden. Über die inkompetenten Politiker, die der Flüchtlingsschwemme nicht Herr werden. Darüber, dass dies unter einem starken Führer nicht passiert wäre. Darüber, dass jetzt auch in dieser Kleinstadt P. eine Flüchtlingsunterkunft entstanden ist. Dass die Flüchtlinge quasi gratis in einer eigenen Wohnung leben dürfen, während man selbst bei der eigenen schwierigen (finanziellen) Situation nicht unterstützt wird. Und das, obwohl man doch hier gebürtig ist.
Weitere Lieder von Landser und Störkraft laufen und heitzen Stimmung weiter an. Man müsste doch etwas unternehmen; ein Zeichen setzen. Damit die wissen, dass sie hier nicht willkommen sind. Bald schon werkeln zwei vollkommen Betrunkene an einem Molotov-Cocktail. Danach, nun, da er schon so schön fertig ist, soll er auch zum Einsatz kommen.
Robert erklärt Beate, sie solle Matze und ihn zu der Flüchtlingsunterkunft bringen. Diese folgt – Robert widerspricht man einfach nicht. Unter Alkoholeinfluss schon gar nicht. Und außerdem ist ja auch sie besorgte Mutter und blickt der Flüchtlingswelle mit Schrecken und Entsetzen entgegen.
Kurze Zeit später brennt das Haus in P. und nur durch großes Glück kommt dabei niemand zu Schaden; zumindest körperlich nicht…

Das Buch gliedert sich nachdem die Vorboten geschildert wurden in drei Teile: „Flucht aus…“, „Die Tat“ sowie „Im Namen des Volkes“. So begleitet der Leser zunächst die Flüchtlinge aus Afghanistan, Somalia, Syrien, Pakistan und Simbabwe auf ihrem schweren Weg nach Deutschland, den sie sich zuvor auch so nicht ausgemalt hatten. Bei ihnen handelt es sich um die Opfer des im Vordergrund stehenden Anschlags.
Danach wird die Tat an sich geschildert, wobei bereits das Treffen auf ein Feierabendbier der drei Freunde sehr unter die Haut geht. Nicht zuletzt aufgrund der Zitate aus dem dort gespielten Rechtsrock. Mir persönlich fiel es unbeschreibbar schwer, zu glauben, dass tatsächlich solche Lieder gehört und derartige Texte mitgesungen werden. Es ist mir unbegreiflich, dass sich Bands mit Stücken wie „Hura, das Asylheim brennt“ eines gar nicht mal so kleinen Hörerkreises erfreuen. Songtextpassagen, in denen der Rassenkampf und rechte Gewalt verherrlicht werden und zu Anschlägen aufgerufen wird, waren für mich wie Hiebe in die Magengegend. Da mir etwas solches derart fern ist und es sich hierbei auch um Gebiete handelt, über die man sich sonst gut informieren könnte und möchte, hätte ich davon sogar gerne noch mehr Auszüge in dem Buch gelesen. Für mich war das eine ganz neue Welt…
Der letzte Teil befasst sich dann mit den Gerichtsverhandlungen – bedenkt man, dass im Jahr 2015 von 222 begangenen Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte 169 ohne Ermittlungserfolg blieben, in 41 Fällen Tatverdächtige ermittelt, in acht Fällen Anklage erhoben und in lediglich vier Fällen Urteile gesprochen worden sind, ist dies mehr als alamierend.
Im Anhang findet sich ein ausführliches Glossar zu Symbolen, Grüßen, Kleidungsmarken, Musik und Abkürzungen, die der rechten Szene zugeordnet und teilweise sogar verboten sind. Dabei muss ich gestehen, dass ich bei einigen Symbolen und Zahlencodes doch überrascht war, dass dieses Symbol auch in dieser Art interpretiert werden kann. Die Triskele beispielsweise würde ich als harmloses Symbol der keltischen Mythologie deuten. Bei ihr fallen mir eher Dreifaltigkeit, und Kombinationen wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft oder Körper, Seele, Geist ein anstatt dass ich mich an ein „dreiarmiges Hakenkreuz“ (S.173) denken würde. Als Irland-Freund war dieses Symbol für mich immer positiv konnotiert – sowohl optisch als auch von der mir geläufigen Bedeutung. Daher stellt sich mir die Frage, ob für das Buch nicht so ziemlich jedes mögliche Symbol gesucht und aufgelistet worden ist, auch wenn es nicht gänzlich in die rechte Szene gehört.
Bei den Zahlencodes geht es mir ähnlich: Einige, wie 18 oder 88, kennt man zwangsläufig und kann sie auch selber in die rechte Szene einordnen. Dass auch 28, 74, 124, 444, 1919 (meine erste Assoziation war nicht SS, sondern ging vielmehr in Richtung der Ermordung Luxemburgs und Liebknechts oder die der demokratisch-parlamentarischen Verfassung…), 146 und weitere auf diese Art behaftet sind, war mir meist neu. Nachvollziehbar, aber dennoch teilweise etwas weit hergeholt… Vielleicht bin ich bloß sehr naiv, wenn ich bei diesen Zahlen noch nicht rechtes Gedankengut unterstelle.
Bei den Kleidermarken war dies dann schon eindeutiger, zumal ich einige von ihnen auch vom Namen her bereits kannte. Bei Doc Martens blieb ich allerdings bereits zwiegespalten zurück, denn, auch wenn Skinheads zu den „Stammkunden“ zählen, verbinde ich die Marke auch mit der Punkerszene oder generell arbeiterverbundenen Menschen. In meinem Umfeld kenne ich genügend linksorientierte, die sich für die Produkte dieser Firma begeistern können…
Der Schreibstil des Buches ist sehr einfach und verständlich gehalten, weswegen ich vom bloßen Sprachgebrauch bereits sagen würde, dass dieses Werk auch für jüngere Leser als die empfohlenen 13jährigen geeignet wäre. Vom Inhalt her ist das natürlich eine ganz andere und sehr individuelle Frage, denn wenn Protagonisten Aussagen wie „Wenn der Neger brennt, dann werde ich richtig feiern.“ (S.62) tätigen oder Lieder mit kinderleicht zu merkenden Reimen zitiert werden, ist das schon nicht ohne.
Was ich allerdings sehr schade finde ist, dass ich beim Lesen immer wieder auf Rechtschreib-, Wort-, oder ähnliche Fehler gestoßen bin; das hat ein so wichtiges Buch nicht verdient…
Sehr ansprechend ist meines Erachtens das Hinterfragen des Begriffes der „Flüchtlingswelle“ und das Aufzeigen rechter Tendenzen bei Aussagen von Politikern am Beispiel von den durch die Presse gegangenen Worten des CSU Generalsekretärs.

Alles in allem bin ich der Meinung, dass es nicht geschadet hätte, wenn dieses Werk noch etwas ausführlicher und „erwachsener“ gewesen wäre, denn mir als 13jährige wäre es schätzungsweise noch etwas zu kindlich gewesen. Zwar ermöglicht dies ein schnelles und lockeres Lesen, allerdings frage ich mich, ob das bei dieser Thematik so nötig ist oder ob dass doch nicht so ganz zum Inhalt passt. Immerhin könnte ein Mittelweg zwischen verständlich und anspruchsvoll gefunden werden, da der Schreibstil meines Erachtens die Recherchearbeiten des Autors runterspielt und weniger als Tatsachen greifbar macht. Gerade in Verbindung mit den von mir bereits erwähnten Fehlern wirkt es so, als wäre dem Buch beim Entstehen nicht so viel Zeit, Mühe und Achtung geschenkt worden als es tatsächlich der Fall gewesen sein dürfte. Denn, dass Engelmann für dieses Buch nicht wenig Recherchen angestellt hat, dürfte außer Frage stehen.

So vergebe ich 4 von 5 Sternen, da mich das Buch trotz des Schreibstils zu erschüttern vermochte, den Leser nah an Rechtsextreme führt und sensibel für Symbole und Ähnliches macht.

4-Sterne

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📖 Rezension zu: „So schmeckt Thailand“ von Lonely Planet

So schmeckt Thailand

Die thailändiche Küche zeichnet sich durch eine Vielzahl exotischer, scharfer, pikanter und raffinierter Aromen aus, welche gerne kombiniert werden um eine Ausgewogenheit zu erlangen. Lonely Planet hat auf einer Reise durch das kulinarische Thailand festgestellt, welche Unterschiede es regional in der durch die chinesische, indische und europäisch geprägte Küche gibt – so ist der traditionelle Norden eher durch die Verwendung saisonaler und milder Zutaten, Zentralthailand durch die kulturelle Vielfalt Bangkoks und der Süden durch Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten geprägt. Eins scheint jedoch jeder Region gemein: Die Verbundenheit zu dem Essen. Die Gerichte haben häufig eine große Bedeutung und sind so beispielsweise mit der Familiengeschichte verwoben, da sie von Generation zu Generation weitergegeben werden oder gehören zu einer regionalen Tradition. Deswegen ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass es sich hier nicht um Fast Food handelt: Häufig köcheln Gerichte stundenlang vor sich hin, bis sie ihren wunderbaren Geschmack vollends entfaltet haben und im geselligen Beisammensein das Essen eingenommen wird.
Die Autoren haben für „So schmeckt Thailand“ zahlreiche Gastronomen und Produzenten aufgesucht und sich mit ihnen ausgetauscht. So enthält dieses Buch nicht nur authentische Rezepte, die teilweise über Genereationen perfektioniert wurden, sondern darüber hinaus Informationen zum jeweiligen Koch und seienr Region in Thailand. Auf diese Weise erfährt der Leser noch Spannendes über Land und Leute und kann bestens nach Thailand abtauchen oder weiß die Gerichte noch besser zu würdigen.
Gegliedert wird das Kochbuch in die Regionen „Zentralthailand und Bangkok“, „Nordthailand“, „Nordostthailand“ sowie „Südthailand“. Dies sit äußerst ansprechend gelöst, da zu Beginne ines jeden Kapitels zunächst eine Karte anschaulich verdeutlicht, mit welcher Region sich im Folgenden befasst worden ist und eingezeichnet wurde, wo die einzelnen Köche zu finden sind. Des Weiteren wird jedem dieser Punkte auf der Karte das entsprechende Gericht mit einer Zahl zugeordnet, welches mitsamt Bezeichnung und Seitenzahl daneben gelistet ist.
Im Anschluss daran folgen jeweils die Rezepte, Vorstellung der Köche und der Gegend.
Da sich beim Erstellen des Buches um Authentizität bemüht wurde, sind die Rezepte genauso niedergeschrieben worden, wie von den Köchen beschrieben. So werden teilweise exotische und in Deutschland selbst im Asiamarkt schwer auffindbare Zutaten verwendet oder Gerichte aufwendiger zubereitet, da beispielsweise auf Elektrogeräte verzichtet und lieber ein Mörsel oder Ähnliches verwendet wird. Wie im Vorwort bereits angekündigt, steht es dem Kochbegeisterten jedoch selbstverständlich frei, die Rezepte an den eigenen Zeitplan und die eigene Küchenausstattung anzupassen. Darüber hinaus lassen sich auch die Zutatenlisten modifizieren: Bei sehr außergewöhnlichen Zutaten werden Alternativen genannt und der Schärfegrad darf gerne etwas runtergeschraubt werden.
Da eine thailändische Mahlzeit häufig aus mehreren kleinen, in der Mitte der Runde aufgestellten, Gerichten besteht und nur manchmal aus einem großen, sind die Mengenangaben anders als in anderen Büchern: So wird zum Beispiel beschrieben, wie viele Portionen als Teil einer größeren Mahlzeit diesem Rezept entsprechen. Mich hat dies sehr angesprochen, weil in vielen Kochbüchern selbst ein solcher Teil einer Mahlzeit gerne als eigenständige Portion dargestellt wird, weswegen man sich dann plötzlich über die kleine Menge wundert. Außerdem wird man auf diese Art dazu animiert, verschiedene Köstlichkeiten zu kombinieren und direkt mehrere Rezepte gleichzeitig auszuprobieren. Sehr gut lässt sich dies zudem dadurch leisten, dass es sowohl zeitlich gesehen aufwendigere als auch sehr schnelle Rezepte in diesem Buch gibt. So kann man die Rezepte perfekt aufeinander abstimmen.
Sehr ansprechend sind des Weiteren die ungefähr 275 Abbildungen, die schon beim ersten Durchblättern das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen und das Fernweh zu wecken vermögen. Dank der Gespräche mit den Köchen ist man näher an dem jeweiligen Gericht, lernt etwas über (Koch-)Kultur, Landschaft und vieles mehr. Sympathisch wirken auf mich auch die Zitate, welche sich häufig auf den Rezeptseiten finden lassen: Hier kommentieren die Köche beispielsweise die Gerichte und geben an, dass sich die Mahlzeit alternativ auch mit Fisch/Fleisch/Garnelen/… zubereiten lässt – je nachdem was heute gefangen worden ist.
Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Kochbuch, welches einen nach Thailand entführt und mit großer Leichtigkeit die Vielfalt und Ausgewogenheit der thailändischen Küche vor Augen führt. Nicht nur die wunderschöne Gestaltung sondern auch das Nahebringen von Land und Leute machen „So schmeckt Thailand“ zu einem besonderen Werk, dessen authentische Rezepte und Geheimtipps aus erster Hand man nur zu gerne in die eigene Küche bringt.
5/5 Sternen
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