🍴🍴 Vegetarische Gemüse-Frikadellen 🍴🍴

Zutaten:

  • 1 große Zwiebel
  • Salz
  • Öl
  • 2 Zucchinis
  • 4 Möhren
  • 1/2 TL Kurkuma
  • Pfeffer
  • 1EL scharfes Paprikapulver
  • 1TL Chiliflocken
  • 100g Kichererbsen
  • 70 ml Milch
  • 1 Ei
  • 100 g Mehl
  • Petersilie
  • Rosmarin

So geht’s:

1. Die geschälte Zwiebel wird in Scheiben geschnitten, dann in einer Pfanne in etwas Öl zusammen mit einer Prise Salz und 4EL Wasser angedünstet.

2. Während die Zwiebeln bräunen, werden die Karotten und Zucchinis geputzt und geraspelt.

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3. Die Gemüseraspeln werden mit dem Kurkuma, dem Paprikapulver, den Chiliflocken, dem Salz und dem Pfeffer zu den Zwiebeln in die Pfanne gegeben und schmoren gelassen.

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4. Nun werden die Kräuter abgewaschen und dazugegeben.

5. Als nächstes werden die Kichererbsen in eine Schale gegeben und die Milch hinzugefügt.

Dann werden sie mit einem Pürierstab zu einer glatten Masse püriert.

Das Ei wird untergerührt und das Gemüse aus der Pfanne, sowie das Mehl hinzugegeben. Gut verrühren.

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6. In die Pfanne wird nun Öl gegeben und erhitzt. Dann wird mit einem Esslöffel Teig in die Pfanne gegeben und gold-braun ausgebacken.

7. Die fertigen Frikadellen werden zu guter Letzt auf Küchenpapier gelegt, damit sie abtropfen können.

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Fertig!

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🍴 🍴 Viel Spaß beim Nachmachen!! 🍴 🍴

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🎄 🎁 🎁 Weihnachts-Buchverlosung!! 🎁 🎁 🎄

Hey! 🎅

Jetzt ist es gar nicht mehr so weit bis Weihnachten! Und da ich schon total in Weihnachtsstimmung bin, dachte ich mir dass es doch eine schöne Idee wäre, auf meinem Blog eine Buchverlosung zu starten!

Der Gewinner darf sich eines von drei möglichen Büchern aussuchen.

Buch 1:

Elfengrab

„Elfengrab“ von Ulrike Bliefert

Ein grandioser Jugendthriller, der mit viel Humor und Spannung überzeugt. Hier geht es zu meiner Rezension -> klick

 

Buch 2:

Colours of Africa

„Colours of Africa“ von Ellen Alpsten

Ein Jugendroman der in Afrika spielt. Mich konnte das Buch zwar nicht mitreißen, aber es gibt auch viele, die das Buch gelesen und geliebt haben. Vielleicht gefällt es euch ja besser?! Hier geht es zu meiner Rezension -> klick

 

Buch 3:

Der Garten der verlorenen Seelen

„Der Garten der verlorenen Seelen“ von Nadifa Mohamed

Ein außergewöhnlich gutes Buch: Bewegend, schockierend und faszinierend! Hier geht es zu meiner Rezension -> klick

Die Bücher sind bereits einmal gelesen, weisen aber keine Eselsohren, Leserillen, Kratzer oder ähnliches auf!

 

🎄 Was müsst ihr tun?  🎄

1) Schreibt mir in einem Kommentar welches Buch euer Top-Buch und welches euer Flop-Buch dieses Jahres war und warum! Dafür erhaltet ihr   1 Los!

2) Dieses Gewinnspiel ist für meine Leser, daher erhalten Follower zusätzlich ein  zweites Los! Schreibt bitte unter welchem Namen ihr mir folgt!

Denkt bitte an eure E-Mailadresse, damit ich euch im Gewinnfall benachichtigen kann!

 

Jetzt noch das Kleingedruckte:

Teilnahmebedingungen:

1) Ihr seid über 18 oder habt das Einverständnis eurer Eltern
2) Ihr habt einen Wohnsitz in Deutschland  (Sorry, ich habe Angst, dass sonst die Portokosten zu   heftig werden..)
3) Dieses Gewinnspiel endet am 14.12.2014 um 17:00 Uhr
4) Ich hafte nicht, falls das Päckchen auf dem Postweg verloren geht
Ich versuche noch am selben Tag auszulosen und hoffe, dass ich bei schneller Rückmeldung schon am 15. verschicken kann.
               🎄 So, und jetzt freue ich mich schon sehr auf eure Kommentare! 🎄
                                                          Liebe Grüße,
                                                                               eure warmerSommerregen

 

🍪 🍪 Schwarz-Weiß Gebäck 🍪 🍪

Zutaten:

Für den Grundteig:

  • 500 g Mehl
  • 6g Backpulver
  • 150 g Zucker
  • 2 Eier
  • 250g Butter

Für den dunklen Teig:

  • 30g Kakaopulver
  • 50g Zucker
  • 2 EL Milch

So geht’s:

1. Backpulver, Zucker und Mehl mischen, dann die Eier hinzugeben und mit der kalten Butter zu einem Knetteig verkneten.

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2. Teig halbieren, eine Hälfte kühl stellen. Andere Hälfte des Teigs mit Kakao, Zucker und Milch vermengen. Ebenfalls kühl stellen.

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3. Zu erst eine der Teigplatten ausrollen, darauf dann eine Schicht des anderen Teig ausrollen. Dann Teigrolle formen.

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Verschiedene Schicht- und Rolltechniken ergeben verschiedene Muster.

4. Im vorgeheizten Backofen bei 150°C ca. 15 Minuten lang backen.

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Fertig!

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🍪 🍪 Viel Spaß beim Nachmachen!! 🍪 🍪

📖 Rezension zu: „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer

Gut gegen Nordwind

Intimer E-Mail-Verkehr – kann sich daraus auch mehr entwickeln??

Eigentlich möchte Emma nur ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler verschickt sie die E-Mails an Leo Leike. Und so entwickelt sich ein reger E-mail-Verkehr, in dem die Beiden sich über alles sehr intim und zugleich doch distanziert unterhalten. Doch bald wollen sie mehr: Sie wollen sich treffen! Sie wollen die Stimme des Anderen hören!
Problem bei der aufkeimenden Liebe: Emmi ist verheiratet und hat zwei (Stief-)Kinder…
Und deshalb müssen sich Leo und Emmi mit den Fragen auseinandersetzen, wie weit ihre „Bekanntschaft“ gehen soll, was sie mit einem Treffen riskieren würden, welche Vor-und Nachteile diese Anonymität hat.
Die Bewertung dieses Buchs ist echt schwierig…
Zum Einen finde ich die Idee sehr gelungen, manchmal hat das Buch auch philosophische Züge (aber nur manchmal….). Dann ist es eine Weile spannend, und man meint, Leo und Emmi wären kurz vor einem Durchbruch, doch im nächsten Moment ist man wieder desillusioniert… Dann ist es zum Einen leicht, dem Buch zu folgen, auf Grund des Textes/ des Inhaltes, aber zum Anderen war es für mich manchmal etwas schwierig zu verstehen, wer was geschrieben hat, da das Buch nur aus E-Mails besteht, die meist nicht auf „Deine Emmi“, oder „Gute Nacht. Leo.“ enden… Besonders schwierig wird es dann, wenn Leo oder Emmi zweimal hintereinander schreiben….
Dann war das Buch phasenweise sehr emotional, doch das Ende hat mir nicht so gut gefallen, leider… Denn es geht für alle Beteiligten: Leo, Emmi, ihren Mann Bernhard und die Kinder, anders aus, als ich es erwartet hätte…..
Das alles macht die Bewertung so schwierig…….

Empfehlen kann ich dieses Buch allen, die eine moderne Liebesgeschichte lesen möchten und dabei gerne mal um die klassischen Strukturen, Dialoge und Enden herum kommen möchten. Das Buch ist kurzweilig und man kann es schön zwischendurch lesen.. Es ist gefühlvoll, drückt aber auch nicht auf die Tränendrüse… Also kein kitschiges Buch…… Man sollte sich aber auch nicht zuuu viel davon erhoffen..
Es ist zum Lesen mal ganz nett, wird aber definitiv nicht unter meine Lieblingsbücher kommen… Vielleicht gefällt es jemand anderem ja mehr, und ich bin nur viel zu kritisch….
Schweren Herzens vergebe ich somit 3 Sterne…. Wie gesagt, es ist für mich dieses Mal sehr schwer, das Buch zu bewerten..

3/5 Sterne

3-Sterne

📖 Rezension zu: „Krähenmann“ von Corina Bomann

Krähenmann

Spannender Jugendthriller mit erheblichen Logikfehlern

Die 16jährige Waise Clara hat das Glück ein Begabten-Stipendium für das Elite-Internat Rotensand auf Rügen erhalten zu haben. Doch wird sie nicht sonderlich herzlich empfangen, als sie in ihrem neuen Zuhause eintrifft. Sie begegnet Melanie, die besonders den Neulingen das Leben zur Hölle zu machen versucht. Doch ist Clara anders als die anderen: Sie ist tapfer und lässt sich so leicht nicht unterkriegen.
Und sie beschließt Ermittlungen anzustellen als ein vermisstes Mädchen, das auf das Rotensand-Internat ging, tot aufgefunden wird. Es handelt sich um Camilla, ein Mitglied aus Melanies Clique. Ihr wurden nach ihrem Tod Krähenflügel an die Schulterblätter genäht, manche Menschen vermuten, sie solle aussehen wie ein gefallener Engel..
Doch ist das der wahre Grund?
Beinahe hätte Clara ein schlechtes Gewissen bekommen, weil sie mit Camilla nicht wirklich gut klar kam, doch erkennt sie schnell, dass diese Selbstzweifel nichts bringen und das einzige was sie tun kann darin besteht, den Täter zu schnappen.
Und als das nächste Mädchen tot und mit angenähten Krähenflügeln aufgefunden wird, muss Clara einsehen, dass der Killer es ernst meint, und Zugang zu dem Internat haben muss.
War es ein Lehrer? Der mysteriöse Hausmeister? Oder jemand ganz anderes?
Ein Glück, dass ihr der gutaussehnde Alex bei ihren Ermittlungen hilft. Obwohl dieses Kribbel im Bauch, wenn sie ihn sieht nicht unbedingt beim Klären des Falles hilft…
Außerdem erhält sie merkwürdige Hinweise zu den Morden von jemandem, der sich „der Ratgeber“ nennt.
Das Morden geht weiter und bald schon gerät Clara selbst in das Visier des Killers…

Der Schreibstil in diesem Jugenthriller ist ausgesprochen gut, da er packend und flüssig zu lesen ist; das Buch ist sehr spannend geschrieben, sodass man es kaum aus der Hand legen kann.
Außerdem ist die Protagonistin des Buches sehr sympathsich und wirklich tapfer, mutig und nicht auf den Kopf gefallen!
Die Grundidee des Buches ist auch sehr gelungen und wirklich interessant!
Allerdings stören die vielen Logikfehler sehr! Viele kann ich nicht nennen, da ich ja nicht spoilern will, aber ein paar kleinere muss ich anführen:
Da wären zum Beispiel die Schulleitung, die Eltern und die Polizisten: Die kommen erst nach dem dritten Mord auf die Idee, dass es nicht so klug ist, Exkursionen in die Nähe der Tatorte zu machen, um zum Beispiel die wunderbare Tierwelt zu erforschen, sondern dass vom Wald eine gewisse Gefahr ausgehen könnte. Aber holen die Eltern deswegen ihre Kinder nach Hause? Selbstverständlich nicht! Werden Sicherheitsmaßnahmen ergriffen? Selbstverständlich nicht! Gibt es Vorschriften, dass man sich auf den Zimmern aufhalten soll? Selbstverständlich nicht! Verändert sich der Schulalltag irgendwie? Selbstverständlich nicht!
Man soll sich einfach nur abmelden, wenn man mal das Internatsgelände verlässt.
Es mag wohl sein, dass man gerade auf einem Elite-Internat solche Ereignisse nicht an die große Glocke hängen will und immer bemüht ist, den guten Ruf zu bewahren, und die Eltern vielleicht ihre Kinder auf das Internat „abgeschoben“ haben… Aber trotzdem… Das passt nicht…!
Und auch dass der Grund der Morde von betroffenen Personen überhaupt nicht verstanden wird, ist unfassbar unrealistisch!

Es gibt wirklich zig unlogische Stellen (vor allem je weiter die Geschichte voran schreitet) und extrem stark konstruierte Stellen an denen man sich fragt, wie die Autorin jetzt auf diese Idee gekommen ist.
Ich vertrete die Meinung, dass auch ein Jugendbuch in sich schlüssig und nachvollziehbar sein sollte!
Und die Entlarvung des Mörders war für mich auch nicht so überraschend, wenn ich erhlich bin.

Vom Schreibstil, der Idee und der Spannung ein Top-Buch- aber von der Logik, Schlüssigkeit, den (realistischen) Handlungen wirklich ungenügend.
Außerdem bleiben sehr viele zentrale Fragen unbeantwortet, was die Frage aufwirft, ob es etwa einen zweiten Teil geben wird.

3/5 Sterne

3-Sterne

📖 Rezension zu: „Unlucky 13“ von James Patterson

Unlucky 13: (Women's Murder Club 13) (Women's Murder Club)

Konnte mich leider nicht überzeugen…

Auf der Golden Gate Bridge ereignet sich ein vermeintlicher Unfall, denn in Wirklichkeit wurden die zwei Studenten brutal durch belly bombs ermordet. Diese Bomben waren in Form von Sprengstoffkapseln, welche beim Kontakt mit Magensäure explodieren, in Hamburgern der Fastfoot-Kette „Chuck’s“ enthalten. Dieser Mord hatte zufällige Opfer, das steht fest, da man so etwas niemals hätte planen können, weswegen Detective Lindsay Boxer und Richie Conklin schnellstens den Mörder fassen müssen. Die Lage spitzt sich zu, als bald die nächste Bombe explodiert. Können sie diesen unberechenbaren Täter fassen??

Parallel dazu ermittelt die Journalistin Cindy in einem gefährlichen Fall, von dem sie sich einen Karriere Aufschwung erhofft. Sie ist genauso wie Lindsay Boxer Mitglied des „Women’s Murder Club“. Zu der Truppe gehören außerdem noch Anwältin Yuki und Claire, Richies ehemalige Verlobte.
Cindy’s Fall: Die Mörderin Mackie Morales. Diese hat nämlich noch eine Rechnung mit Lindsay offen, wegen der sie ins Gefängnis musste. Nun ist sie wieder auf freiem Fuß und beginnt einige schlimme Taten zu begehen. Bei den Ermittlungen erhält man einen leichten Einblick in das Denken einer psychisch kranken. Aber eben nur einen leichten Einblick.

Die dritte Handlung die sich zur selben Zeit abspielt betrifft Yuki und Lindsays Vorgesetzten, die unerwartet heiraten und ihre Flitterwochen auf einem Luxuskreuzschiff verbringen wollen. Doch auch hier geschieht ein Unglück: Das Schiff wird von Piraten entführt und die Täter wollen Lösegeld erpressen.

Diese vielen verschiedenen Handlungsstränge hängen leider in keinster weise zusammen, nur, dass die Ermittelnden befreundet sind. Das finde ich etwas schade, zumalen die Wechsel zwischen den Geschichten immer sehr abrupt sind. Das ist dann schon etwas verwirrend… Ein Grund für die schnellen Wechsel ist mit Sicherheit, dass die Kapitel so schnell enden, das Buch hat auf 383 Seite ganze 110 Kapitel (!!!). Die Sprache war gut verständlich, bis auf ein paar der Abkürzungen, die mir im Englischen einfach nicht so geläufig sind, blieben zum Teil unverstanden. Für einen Native-Speaker dürfte das allerdings auch kein Problem darstellen. Ein Kritikpunkt ist auch, dass einige Fragen leider unbeantwortet blieben..
Dies war mein erster Patterson-Thriller und wird wohl auch mein letzter bleiben. Ich hatte mir (vor allem mehr Spannung) erwartet (die nur kurz aufkam und sehr schnell wieder, aufgrund der schnellen und abrupten Auflösung der Fälle, verflog).
Vielleicht können diejenigen, die die vorherigen Bücher der Reihe gelesen haben, aber auch mehr damit anfangen, da sie die Charaktere besser kennen… Vielleicht auch nicht.. Mich konnte das Buch jedenfalls nicht über zeugen.. Schade…

2/5 Sterne

2-Sterne

📖 Rezension zu: „Wie lebe ich ein gutes Leben?“ von Dr. Albert Kitzler

Wie lebe ich ein gutes Leben?

Wie kann ich mein Leben verbessern?

Wer fragt sich nicht manchmal, wie er sein Leben verbessern könnte?
Schließlich möchte jeder ein glücklicheres und erfüllteres Leben führen.
Doch ist der Weg zu einem ausgeglichenen Selbst gar nicht so leicht zu erreichen, wie es vielleicht klingen mag. Helfen können bei dieser Suche die weisen Philosophen aus der Antike, denn ihre Weisheiten sind auch noch für die heutige Zeit gültig und wenn man ihr Wissen erst einmal auf die heutige Zeit übertragen hat, ist schon ein großer Schritt getan!

„Wie lebe ich ein gutes Leben“, geschrieben von Albert Kitzler, behandelt die zentralen Fragen, die einem beim Nachdenken über ein besseres Leben in den Sinn kommen. Dabei erläutert er die Weisheiten anhand von Aussagen berühmter Philosophen wie zum Beispiel Seneca, Aristoteles, Konfuzius und Buddha. Wer nun aber hochkomplizierte Texte erwartet irrt sich, denn jede der antiken Weisheiten wird erklärt und in die heutige Zeit „übersetzt“, sodass ein schnelles Verständnis möglich ist.

Zu Beginn des Buches wird erklärt, was einen Weisen ausmacht, welche Eigenschaften er besitzt und wie er sich in der Welt verhält. So hat man schon einen guten Überblick und kann über die einzelnen Punkte nachdenken, sich schon grobe Gedanken darüber machen, wie man zu den einzelnen Verhalten und Ansichten steht. Dann wird jedes Thema genauer erläutert und ausführlich berichtet, was die Weisen der Antike zu diesem Thema gedacht haben, wie sie sich verhalten haben, oder auch was man beim Nachdenken über dieses Thema beachten sollte.
Hierbei wird mit Zitaten, früher bemerkten Gegebenheiten (die aber heute immer noch gültig sind), oder auch kleinen Geschichten gearbeitet, sodass der Text abwechslungsreich gestaltet ist.
Abschließend zu jedem dieser Themen gibt es ein Zitat, eine Perle der Weisheit, die dann mit einem kurzen Merksatz zusammengefasst wird.
Die Aussagen sind verständlich und werden so ausführlich behandelt, dass man intensiv über sie nachdenken kann und die gewonnene Erkenntnis mit dem eigenen Leben vergleichen kann. Beim Lesen ist es, aufgrund der Ausführlichkeit und der Wichtigkeit der Feststellungen wichtig, sich beim Lesen Zeit zu nehmen und immer wieder Pausen einzulegen, um das Gelesene zu verstehen und auf das eigene Leben zu übertragen.
Beim Lesen wird man über die veschiedensten Bereiche des Lebens geführt, über Zeit, die Mitmenschen und Freunde, über Veränderungen, Freiheit, Unabhängigkeit, Natur und vieles mehr, und erhält dadurch viele Einblicke in die Weltsicht der Philosophen, die so viele richtige Wege bereithält.
Fast jede gewonnene Erkenntis kann man, mit viel Übung und Offenheit im eigenen Leben umsetzen und damit sein Leben wirklich besser machen, doch an manchen, wenigen Stellen fiel, bzw. fällt, es mir ausgesprochen schwer, mir auch nur vorzustellen, mich in dieser Hinsicht zu verbessern.. Besonders beim Thema Tod war dies der Fall.. Aber das mag auch an meinem Alter liegen, ich kann und möchte mir einfach nicht vorstellen, meine Liebsten zu verlieren, bzw. mich darin zu Üben Abschied von ihnen zu nehmen, indem ich mir regelmäßig ihre Vergänglichkeit verdeutliche.. Das heißt, man stellt sich solche Szenen zwar manchmal vor, nicht aus Übung, sondern einfach um darüber nachzudenken, wie man im Leben weitermachen würde, aber ich denke wirklich nicht, dass ich durch öfteres Denken an diese Vergänglichkeit (auch meiner Selbst) in der Lage wäre, weniger zu Trauern..
Aber das ist auch nur meine subjektive Meinung und sie wird sich mit zunehmendem Alter vielleicht ja auch noch ändern bzw. abwandeln..

Alles in allem kann ich dieses Buch jedem weiterempfehlen, der sich für die praktische Philosophie interessiert, sein Leben verbessern möchte und auch vor antiken Weisheiten nicht zurückschreckt, gerne über getroffene Aussagen nachdenkt und gewonnene Erkenntisse gerne verinnerlicht.
Denn dann wird dieses Buch ein sehr gutes Mittel sein, besser zu sich zu finden, und sich wieder ins Gedächtnis zu rufen, was im Leben wichtig ist, denn es zeigt einem keine Weisheiten indem es nur trocken ein Zitat an das nächste gereiht offenbart.

4/5 Sterne

4-Sterne

🍰 🍰 Rotkäppchen-Torte 🍰🍰

Zutaten:

Für den Rührteig:

  • 175g weiche Margarine
  • 150g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Eier
  • 200g Weizenmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 2-3 EL Nuss-Nougat-Creme
  • 1 Glas Sauerkirschen (Abtropfgewicht 370g)

Für die Füllung:

  • 550 g Magerquark
  • 50g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 500 ml Schlagsahne
  • 3 Päckchen Sahnesteif

Für den Guss:

  • 2 Päckchen roten Tortenguss
  • 50g Zucker
  • 350 ml Kirschsaft
  • 100 ml Schlagsahne
  • Belegkirschen

So geht’s:

1. Für den Rührteig Margarine mit einem Rührbesen geschmeidig schlagen. Dabei portionsweise Zucker und Vanillezucker unterrühren, bis eine gebundene Masse entstanden ist. Danach auch die Eier unterrühren.

2. Mehl und Backpulver mischen und sieben, dann nach und nach unterrühren. Die Hälfte des Teiges in eine eingefettete Springform (Durchmesser: 28cm) geben und glattstreichen.

3. Unter den restlichen Teig die Nuss-Nougat-Creme rühren und auf den hellen Teig streichen.

4. Sauerkirschen abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen. Die Kirschen auf dem Teig verteilen. Bei 160°C Heißluft für ca. 30 Minuten in den Backofen geben.

5. Tortenboden aus dem Backofen holen und auskühlen lassen.

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6. Für die Füllung Quark, Zucker und Vanillezucker verrühren. Sahne mit Sahnesteif steif schlagen und unter den Quark heben.

7. Die Quarkmasse auf dem Tortenboden verteilen und kühl stellen.

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8. Aus Tortenguss, Zucker und dem Kirschsaft einen Guss zubereiten, kurz abkühlen lassen und auf der Torte verteilen. Die Torte nun etwa 4 Stunden kühl stellen.

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9. Zu guter Letzt Sahne steif schlagen und die Torte mit Sahnetuffs und den Belegkirschen verzieren.

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Fertig!

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🍰🍰 Viel Spaß beim Nachmachen!! 🍰🍰

📖 Rezension zu: „Zwillingssterne“ von Cristina Moracho

Zwillingssterne - Cristina Moracho

Tiefgründiges Buch über das Erwachsenwerden, die Liebe und wahre Freundschaft!

Oliver und Althea sind seit ihrem sechsten Lebensjahr unzertrennlich. Sie sind immer zusammen, unternehmen alles gemeinsam, sind wie Geschwister, wie Zwillinge.
Sie sind die besten Freunde in Wilmington, scheinen nur sich zu haben brauchen, um glücklich zu sein. Die beiden ergänzen sich perfekt:
Altheas Mutter wohnt schon längst nicht mehr bei ihnen und Olivers Vater ist gestorben als er noch ganz klein war. Althea hat nicht viele eigene Freunde, und Oliver behält nur Freunde, die auch Althea mögen. Oliver möchte in ein paar Jahren studieren, Althea ihr Leben leben und die Welt kennen lernen.
Sie teilen alles: Unfälle, Erinnerungen (an Parties)- alles!
Doch werden sie älter und das bringt Probleme mit sich…
Als beide 17 Jahre alt sind verändert sich ihr Verhältnis zu einander. Für Althea ist Oliver mehr als nur der beste Freund, der er für so viele Jahre war. Sie kennt ihn genau, er kennt sie genau. Sie haben schon so viel miteinander erlebt und trotzdem macht es sie unglücklich nur seine beste Freundin zu sein.
Wenn man sie zusammen auf einer Feier sieht, könnte man meinen, sie seien ein Paar. Wie sie seine Kleidung trägt, sie zusammen lachen und auf einander achten. Doch ist Oliver für so etwas noch nicht bereit, oder doch?
Im Juli küssen sich die beiden, doch ging das Oliver zu schnell.
Und als er das nächste mal aufwacht ist es August.
Während er wach ist, ist er meist nicht er selbst: Er leidet unter Fressattacken, benimmt sich nicht wie Oliver- ist unhöflich, psychopathisch…
Weder seine Mutter noch Althea wissen, wie sie damit umgehen sollen, oder was überhaupt mit Oliver los ist.
Bis seine Mutter etwas heraus findet: Oliver hat das seltene Kleine-Lenin-Syndrom, auch bekannt als das Dornröschensyndrom.
Merkmale für diese Erkrankung sind zum einen wiederkehrende Schlafperioden, wobei die Dauer dieser Perioden zwischen wenigen Tagen und einem Monat variiert. Die Betroffenen (meist jugendliche Jungen) verschlafen den größten Teil des Tages und sind während der Intensivphase der Krankheit nur etwa 1 bis 2 Stunden täglich wach, doch sind sie während dieser kurzen Wachphasen in der Regel nicht kommunikativ, desorientiert, lethargisch und apathisch. Während der Schlafphasen sind die sie zwar erweckbar, schlafen aber sofort wieder ein. Oft tritt auch eine Hypersensibilität gegenüber Licht und Geräuschen auf. Die periodischen Schlafstörungen treten in unregelmäßigem Abstand von mehreren Monaten auf, allerdings können sie auch innerhalb eines Monats mehrmals auftreten. In den Wachphasen kann es zu Heißhungerattacken kommen, und oft tritt ein hypersexuelles Verhalten auf. Patienten berichten darüber, dass sie während der Krankheitsphasen das Gefühl haben, in einem Traum zu leben, wobei sie nicht zwischen Traum und Realität unterscheiden können. In den beschwerdefreien Phasen sind die Betroffenen unauffällig. Von strafrechtlicher Bedeutung ist die Diagnose auch, wenn es in Erkrankungsphasen zu verbotenen Handlungen kommt.

Als Oliver schließlich wieder aufwacht ist nichts mehr so, wie es war: Althea hat sich ihre schönen blonden Haare schwarz gefärbt und ist dauernd mit Coby zusammen. Sie raucht und hat vernarbte Arme. Sie ist nicht mehr in ihrem Sportverien- hat einfach so aufgehört.
Und es geschieht etwas, das ihr Verhältnis zu einander erneut stark schwächt. Und dann gibt es für Oliver eine Hoffnung auf Erkenntnis über KLS und vielleicht auch auf Heilung. Weit weg..
Doch kann ein Zwilling ohne den anderen leben? Und werden sie wieder zu einander finden? Auch wenn nichts mehr so werden kann, wie es einmal war? Wird es wieder besser?

„Zwillingssterne“ ist ein wirklich vielschichtiger Roman. Ich hatte gedacht, es handle sich hierbei um eine einfache Liebesgeschichte zwischen langjährigen Freunden und dem Prozess des Erwachsenwerdens. Doch dieses Buch ist so viel mehr!
Zum einen ist es ausgesprochen interessant zu lesen, wie es Oliver mit KLS geht; wie er sich fühlt; was mit ihm passiert, und zum anderen ist es sehr spannend, wie sich die einzelnen Charaktere entwickeln. Jede Person ist vielschichtig und wirkt so real.
Und man kann sich alles sehr gut vorstellen, als wäre man überall und immer dabei, und auch wenn über die Vergangenheit berichtet wird, hat man das Gefühl, es miterlebt zu haben. Auch beeindruckend ist, wie angenehm das Buch zu lesen ist, denn der Schreibstil ist wunderschön, sachte, leise, aber auch mit Nachdruck und viel Gefühl.
Dieses Buch ist tiefgründig, spannend und berührend.
Ich kann es wirklich jedem weiterempfehlen!

5/5 Sterne

5-Sterne

📖 Rezension zu: „Der Tag wird kommen“ von Nina Vogt-Østli

Der Tag wird kommen

Absolut fesselndes Buch zum Thema Mobbing und „Gut“ und „Böse“!!

Der 15-Jährige Hans Petter Hansen hat es nicht leicht, da er seit Jahren das Mobbingopfer ein Clique ist… Er hatte schon eine Methode entwickelt, „unsichtbar“ zu werden, keine Aufmerksamkeit zu erregen- bloß icht aufzufallen.. Dies gelang ihm eine Zeit lang, bis seine Unsichtbarkeit mit einem Mal verschwindet: Er wird von einem Lehrer angesprochen, der ihn gerne in einem Projekt dabei hätte. Und so fängt es wieder an: Andreas Blicke, die ihm ein Gefühl geben, als wäre es bald wieder Zeit, um verprügelt zu werden… Helfen kann ihm niemand- seine Eltern leben getrennt, seinen Vater möchte er nicht darüber in Kentnis setzen und seine Mutter ist immer viel hilfsbereiter als ihm lieb wäre, da er kein Aufsehen durch ein Gespräch mit einem Lehrer erwecken möchte… Warum musste der Lehrer Gunnar ausgerechnet ihn anspechen??? Als er nach diesem Tag wieder zu Hause ankommt, setzt er sich ersteinmal an seinen Computer- und die geheimnissvolle Fera chattet ihn an.. Doch wer ist sie?? Ist sie vielleicht von Andreas erfunden worden, damit er sich über Has Petter lustig machen kann?? Wird Hans Petter wieder unsichtbar werden können- oder noch besser: Wann werden die Anderen erkennen, wer er wirklich ist und wozu er in der Lage ist?? Eins steht für ihn fest: Der Tag wird kommen…..

Während des Lesens kommen viele Fragen auf, wie „Wird man böse geboren?“ und wenn ja, „Ist man dann daran Schuld?“, „Gibt es „böse Gene“?“, oder „Hätte man Hitler töten sollen, bevor er an die Macht kam?“ und wenn ja “ Auch als er noch ein Baby war??“. Hierzu sieht man zwei Ansichten: Die von Fera und Hans Petters, dessen Meinung ist, dass alle Menschen Idioten oder Monster sind (er sieht sich selbst als eine Mischung aus Beidem) und das böse Menschen, wie zum Beipiel Andreas, der ihn schon jahrelang mobbt, schon böse geboren werden.. Hier denkt man selbst oft nach, kommt oftmals aber zu keinem klaren Ergebnis, da sehr schwierige Fragen in diesem Buch thematisiert werden.

Das Buch ist sehr einfühlsam aus der Sicht Hans Petters geschrieben. Es lässt sich sehr gut lesen, da der Schreibstil angenehm und fesselnd ist und die Geschichte natürlich einfach genial ist! Mir hat auch gefallen, dass es eine Verknüpfung von Gegenwart und Zukunft gab.
Alles in allem ein wirklich sehr beeindruckendes Buch, das zum Nachdenken anregt. Es ist packend und faszinierend!

5/5 Sterne

5-Sterne

📖 Rezension zu: „Die Illusion des Getrenntseins“ von Simon Van Booy

Die Illusion des Getrenntseins

Wunderbar poetisches Buch mit philosophischen Zügen!

Schon früh erfährt der junge Martin, dass es nicht seine leiblichen Eltern sind, die ihn großziehen. Doch niemand kann ihm sagen, wer seine „wahren“ Eltern sind, denn seine Ziehmutter bekam Martin in der Kriegszeit von einem Mann in den Arm gedrückt. Daraufhin floh sie mit dem Baby und lernte bei dieser Flucht ihren zukünftigen Mann kennen. Und zusammen waren sie großartige Eltern. Hier muss ich ein Zitat anführen, das einen wirklich berührt! „Unsere Liebe zu dir wird immer größer sein, als irgendeine Wahrheit.“ (S. 13)

Sobald man Martin etwas näher kennen lernen konnte, wechselt nicht nur der Protagonist, sondern auch die Zeit ändert sich. So ist es nicht mehr das Jahr 2001, sondern das Jahr 1939. Von da an springt Simon Van Booy von 4 weiteren Personen, deren Geschichten sich zwischen 1939 und 2001 zutragen. Jeder von ihnen hat ein schweres Schicksal in den wirren des Zweiten Weltkrieges, oder auch Jahre danach, wenn die Überlebenden schon sehr alt und gebrechlich sind. 
Das ist auch der Grund dafür, warum es sehr schwierig ist, besonders ein Schicksal als das schlimmste zu erklären. Alle haben sie etwas bedrucken des, führendes und auch tapferes an sich. Von Anfang an stellt sich die Frage, was die einzelnen Handlungsstränge miteinander zu tun haben. Die Antwort wird erst gegen Ende des Buches immer klarer, und gerade das macht es so ergreifend!
 
Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen, der stets sehr poetisch war, mit vielen Metaphern, Personifikationen, und, und und.. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass dies keineswegs langweilig oder kitschig war, sondern den tiefgründigen und weisen Aussagen noch mehr tiefe verlieh! Grandios! Vielleicht sind hier ein paar Zitate angebracht, damit man einmal die Atmosphäre dieses Romans auf sich wirken lassen kann. Nur ein paar der Weisheiten, sonst muss ich mich beherrschen, nicht das ganze Buch zu zitieren 😀 
“ Ich glaube, die Menschen wären glücklicher, wenn sie öfter Dinge zugeben würden. In gewisser Weise sind wir alle Gefangene einer Erinnerung, einer Angst oder einer Enttäuschung. Wir werden alle durch etwas bestimmt, das wir nicht ändern können.“ (S. 83)
„[…] das, was die Menschen für ihr Leben halten, in Wirklichkeit nur dessen Umstände sind. Die Wahrheit ist näher als das Denken und liegt in dem verborgen, was wir bereits wissen.“ (S. 19)
„Unsere Leben sind verschieden, glaubt Martin, aber am Ende fühlen wir alle das Gleiche und bereuen die Angst, von der wir dachten, dass sie uns stützt.“…….
Ich kann dieses Meisterwerk wirklich weiterempfehlen! Es ist so bezaubernd und hält einen noch eine ganze Zeit in seinem Bann! Wunderbar! 
5/5 Sterne
5-Sterne

☃ ❆❄ Bratäpfel ❄❆ ☃

Zutaten:

  • 4 Äpfel (vorzugsweise Boskop)
  • 50g Mandelsplitter
  • 50g Rosinen
  • 4 TL Honig
  • 1 Prise Zimt
  • Margarine
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 Eigelb
  • 1/2 Liter Milch
  • 20g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker

So geht’s:

1. Äpfel waschen, das Kerngehäuse herausstechen.

2. Mandeln, Rosinen, Konfitüre und Zimt vermischen. Füllung mit einem Teelöffel in die Öffnung der Äpfel geben und mit einem Rührlöffelstiel hineindrücken.

3. Äpfel in eine gefettete Auflaufform setzen und auf jeden Apfel ein Margarineflöckchen geben.

4. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C (Umluft 175°C) ca. 25 Min. backen.

5. Für die Soße Speisestärke und Eigelb in 2 EL kalter Milch anrühren. Restliche Milch mit Zucker und Vanillezucker zum Kochen bringen. Die angerührte Speisestärke unter Rühren hineingießen und kurz kochen lassen.

Fertig!

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❆❄ Viel Spaß beim Nachmachen!!! ❄❆

📖 Rezension zu: „Ich. darf. nicht. schlafen.“ von S.J. Watson

Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

Gut durchdachter Thriller ohne viel Gewalt- empfehlenswert!

Als Christine am Morgen aufwacht, befindet sie sich nicht bei ihr zu Hause, sondern liegt im Bett eines fremden, alten Mannes. Doch was sie nicht weiß ist, dass sie schon längst nicht mehr zwanzig Jahre alt ist, wie sie denkt, denn sie ist schon 47! Und in Wirklichkeit ist der Fremde ihr Mann.. Christine ist verwirrt, denn schon bald erklärt ihr Ben, dass sie unter einer Amnesie leidet und jedes Mal, nachdem sie geschlafen hat, ihr Gedächtnis verliert.
Und somit ist sie ein Niemand. Ohne eine Identität. Ohne eine Geschichte. Ohne ein Verhältnis zu der Frau, der sie in jedem Spiegel in die Augen schaut.
Doch was bist du- ohne deine Identität?
Aber bald schon soll sie etwas über ihr Leben, ihre Vergangenheit, erfahren, denn sie entdeckt ihr Tagebuch. Schon bald liest sie über ihre vergangenen Erlebnisse und Erinnerungen der letzten paar Tage. Durch das Schreiben kann sie Zusammenhänge verstehen, doch bringt dies nicht nur Gutes: Stimmt es wirklich, was dort steht? Oder hat sie alles nur erfunden? Und wem kann sie trauen? Ihrem Mann, der sie jahrelang fürsorglich gepflegt hat? Doch was hat er zu verbergen? Wieso lügt er sie an? Und warum leidet sie an Amnesie? Was ist passiert?

Nervenaufreibend wird beschrieben, wie Christine jeden morgen aufwacht, ohne etwas zu wissen. Doch sie macht Fortschritte, erinnert sich an einzelne Momente aus ihrer Vergangenheit. Doch ist die Wahrheit manchmal verstörend, verwirrend… Und gefährlich.

S.J. Watson schafft es, dass man als Leser nicht weiß, was man glauben soll und mindestens so paranoid wie Christine wird und hinter jeder Person das Schlimmste vermutet. Das Ende ist atemberaubend, spektakulär und unfassbar. Der Thriller ist in sich schlüssig und lässt einen darüber nachdenken, was einen Menschen ohne Gedächtnis, ohne Geschichte, ausmacht. Welchen Sinn hat dein Leben, wenn du alles vergisst? Wem kannst du trauen? Wer will dich ausnutzen? Manipulieren?

Ohne viel Gewalt, und trotzdem sehr nahegehend! Ein empfehlenswerter Thriller!

5/5 Sterne

5-Sterne

📖 Rezension zu: „Die Nebel von Connemara“ von Emma Temple

Bezauberndes Buch!

Der Roman „Die Nebel von Connemara“, geschrieben von Katrin Tempel unter dem Pseudonym Emma Temple, ist im April 2014 beim Piper-Verlag erschienen. Die Idee zu der Geschichte kam der Autorin in den 80-er Jahren, als sie regelmäßig nach Irland, genauer gesagt nach Carna reiste. Sehr Detail verliebt beschreibt sie die wunderbare und faszinierende Landschaft Irlands in der sich der Großteil der Geschichte zu trägt und schreibt über eine junge Frau, die entscheiden muss, was sie in ihrem Leben wirklich will.

Clara fährt ohne Ziel los und reist mit ihrem grünen Auto immer und immer weiter weg- weg von ihrem Zuhause, weg von Erinnerungen und Pflichten. Unmöglich kann sie an diesem Ort bleiben und irgendwann erreicht sie das Meer. Da sie kein klares Ziel vor Augen hat, begibt sie sich auf die Fähre nach Irland, anstatt wieder umzukehren. Dort begegnet sie dem Iren Sean, mit dem sie in seine Heimat Carna in Connemara fährt. Er zeigt ihr sein Irland, indem nichts unmöglich und keine Geister zu unwahrscheinlich sind.
Wovor musste Clara fliehen? Oder besser: Vor wem?
Denn bald schon tauchen die Schatten der Vergangenheit auf, und versuchen Carla aus Irland zu holen.
Doch eins ist sicher: Sean steht ihr bei ihrer Selbstfindung zur Seite und unterstützt sie, wo er nur kann. Er ist verständnisvoll und glaubt nicht, dass Clara verrückt ist, sondern dass sie in andere Zeiten sehen kann, wenn sie zum Beispiel Lichter auf der Insel Feenish sieht. Doch Clara ist sich da nicht so sicher, was wollen ihr die Geister aus längst vergangenen Zeiten sagen?
Clara macht sich auf in ein Abenteuer mit ungeahntem Ausmaß, bei dem sie sich auch über ihre eigene Zukunft klar werden muss..

Dieses Buch ist wirklich wundervoll! Die Landschaft wird sehr schön beschrieben, sodass man sich danach sehnt selbst (wieder) nach Irland reisen zu können. Auch die Charaktere sind realistisch beschrieben und man entdeckt immer wieder neue Seiten an ihnen, vor allem an jenen, die von Rätseln umgeben sind. Die Hauptgeschichte, die vor etwas fliehende Carla, die Ahnungen und Eingebungen hat und Farben um Menschen sieht, kann sich so wohl nur in Irland zutragen, denn schließlich ist auf der grünen Insel alles möglich! Man entdeckt beim Lesen immer mehr Zusammenhänge und versteht die Geschichte zunehmend! Wunderbar!

Ich kann dieses Buch wirklich weiter empfehlen, denn es hat mir ausgesprochen gut gefallen!

5/5 Sterne

5-Sterne

🏆🏆 Der Leserpreis 2014 🏆🏆

Schon zum 6 Mal wird der Leserpreis, welcher der größte Buchpreis der von Lesern vergeben wird ist, verliehen. Man kann in 16 Kategorien jeweils ein Buch nominieren, die 35 meist nominierten Bücher werden dann erneut ins Rennen geschickt.

Am 28. November werden dann in jeder Kategorie Gold , Silber und Bronze vergeben!

Warum der Leserpreis?

Auf den Bestsellerlisten stehen Bücher, die sich gut verkaufen. Kritikerpreise gewinnen Bücher, die eine Fachjury überzeugend findet. Beim Leserpreis jedoch bestimmen allein die Leser, welche Bücher ihnen dieses Jahr besonders gut gefallen haben.

Der Preis ist ein Dankeschön der Leser an die Autoren, die mit ihren spannenden, anrührenden, unterhaltsamen und aufwühlenden Geschichten unser Leben bereichern. Bücherfans bietet „Der Leserpreis“ eine Orientierung, eine Empfehlung von Lesern für Leser, die klar sagt, welche Bücher im Jahr 2014 wirklich lesenswert sind.

Der Leserpreis wird in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben. Die Resonanz in den vergangenen Jahren war riesig. Der Leserpreis ist der größte von Lesern vergebenen Buchpreis im deutschsprachigen Raum.

Ich habe nominiert:

Draußen wartet die Welt  Bestes Jugendbuch: „Draußen wartet die Welt“ -> hier geht’s zur Rezension

Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten  Bester Buchtitel: „Der Alte dem Kugeln nichts anhaben konnten“

Wer die Lilie träumt   Bestes Buchcover: „Wer die Lilie träumt“

http://www.lovelybooks.de/leserpreis/

Habt ihr schon abgestimmt? Wenn nicht wird es Zeit!

http://www.lovelybooks.de/leserpreis/

📖 Rezension zu: „Mit Worten kann ich fliegen“ von Sharon M. Draper

Absolut bewegend! Melodys berührende Geschichte!!!

Die 11jährige Melody ist anders als andere Kinder: Sie ist unglaublich intelligent: Sie kann sich Daten, Zahlen und Fachbegriffe sehr gut merken, weiß unglaublich viel und sie liebt Wörter. Wörter bedeuten ihr unfassbar viel!! „Ich bin umringt von tausenden von Wörtern. Vielleicht Millionen. (…) Worte sind schon immer um mich herumgewirbelt wie Schneeflocken- ein jedes zerbrechlich und einzigartig, ein jedes schmilzt unberührt in meinen Händen. Tief in meinem Inneren häufen sich die Worte in riesigen Verwehungen. “ Doch Melody unterscheidet sich noch in etwas Anderem von den anderen Kindern: Sie hat Zerebralparse. Sie kann sich nicht bewegen. Sie kann nicht sprechen. Leider wird sie oft auf Grund ihres Aussehens unterschätzt, völlig zu Unrecht, da Melody ein so kluges Kind ist. Doch bald kommt die einmalige Gelegenheit für sie, ihre ganze Intelligenz zu beweisen.. Dieses Buch ist wirklich fantastisch und sehr emotional. Man kann mit Melody, deren Leben nicht gerade einfach ist, sehr gut mitfühlen und nachvollziehen, was sie denkt und fühlt. Man regt sich über die Unwissenheit ihres Umfelds auf und man bewundert Melody ganz besonders, denn Melody ist so sympathisch, sie ist so stark, sie ist so tapfer und so mutig. Sie ist unbeschreiblich intelligent und liebenswet! Ich habe sie während des Lesens so sehr bewundert, sie ist so beispielhaft und man kann sie so gut (und schnell) ins Herz schließen! Dieses Buch erzählt einfühlsam das emotionle Leben von Melody. Der Schreibstil hat mich von Anfang an sehr angesprochen, da Melody die Worte so sehr liebt, was man wirklich durchgehend merkt. Deshalb kann man beim Lesen so gut abtauchen und sich in Melodys Lage hineinversetzen. Ich muss gestehen, dass mich dieses Buch mehrfach den Tränen sehr nahe gebracht hat, was nicht oft passiert!!! Wer also gerne etwas übr das Leben ohne Worte erfahren möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen, denn es ist fantastisch und bringt einem eine etwas andere Sicht auf die Dinge! Empfehlen kann ich das Buch Jugendlichen, aber auch Erwachsenen. 5/5 Sterne 5-Sterne

📖 Rezension zu: „Die Seele der Steine“ von Peggy Langhans

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Werde was du bist!

Die französische Schriftstellerin Barbara Benoit ist mit ihren Büchern sehr erfolgreich. Deshalb muss sie immer wieder in die verschiedensten Länder reisen, um Signierstunden abzuhalten und den Presse-Leuten auf ihre langweiligen und unwichtigen Fragen zu antworten: „Wo nehmen sie ihre Ideen her?“, und so weiter.. Da wäre Barbara viel lieber zu Hause, in ihrem Haus nahe Montpellier.. Nahe am Meer und einfach weit weg vom Trubel und zu vielen Menschen.. Aber bei ihrer Arbeit und Thierry..
Als sie widerwillig in das Flugzeug nach Deutschland steigt, weiß sie noch nicht, dass dieser Besuch in Berlin ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellen wird… Denn Barbara beschließt, eine Weile länger in Berlin zu bleiben, als es eigentlich vorgesehen war, was für sie schon einmal vollkommen untypisch ist.
Als sie dann das zweite Mal durch Zufall auf die junge Annika trifft, die in Barbaras Augen doch einen sehr merkwürdigen Lebensstil führt, beginnt sie, eine Verbundenheit zu spüren.
Dieses Gefühl von Geborgenheit hatte Barbara schon lange nicht mehr.. Und sie erwartet es schon gar nicht gegenüber einer jungen, fremden Frau… Barbara ist versunken in ihrer Arbeit und bleibt in den Schatten ihrer Vergangenheit gefangen.. Wenn sie diese verarbeitet hätte, würde sie dann auch mit ihrem Umfeld anders umgehen? Wäre sie offener? Lockerer? Und welche Rolle würde Thierry in diesem Leben spielen? Wie wichtig ist er ihr?

Ist womöglich diese fremde Annika in der Lage, Barbaras gesamtes Leben zu verbessern? Ihr zu Antworten zu verhelfen?
Kann eine, dir vollkommen fremde Frau, dein Leben verbessern? Barbara wird es herausfinden!

Dieses Buch behandelt auf 190 Seiten eine Menge Fragen zu Themen wie Vertrautheit, Verbundenheit, Freundschaft und den wichtigen Dingen im Leben. Da man von Barbara und Annika zu Beginn des Buches nur sehr wenig weiß, ist man umso überraschter und zeigt umso mehr Verständnis gegenüber deren Verhalten und Weltansichten. Besonders für Barbara, in deren Verhalten man auch eine eindeutige Entwicklung feststellen kann, bringt man Seite für Seite mehr Sympathie auf. Interessant ist es auch, zu sehen, wie sich zwei unterschiedliche Frauen, die sich sogar noch nicht einmal länger bekannt sind, zusammen verhalten und wie sie sich einander annähern und wo sie keine Toleranz zeigen können und wollen und wo sie wiederum Verständnis aufbringen. Man kann mit den Charakteren sehr gut mitfühlen und der Schreibstil ist sehr angenehm, sodass man das Buch in wenigen Etappen lesen kann.
Eine wichtige Rolle in dem Buch spielen die Steine, deren Bedeutung jeder für sich selbst herausfinden muss. Und das ist wirklich sehr gut, denn ich mag es, wenn man in Büchern immer wiederkehrende Symbole entdeckt, die man auch noch deuten kann.
„Die Seele der Steine“ ist Peggy Langhans‘ Romandebüt und ich kann wirklich weiterempfehlen!

4/5 Sterne

4-Sterne

📖 Rezension zu: „Elfengrab“ von Ulrike Bliefert

Elfengrab

Harmlos-langweiliges Internat? Von wegen!

Seit ihre Eltern geschieden sind, wird Sina immer mehr zum „Problemkind“. War sie früher doch ein so liebes Mädchen, macht sie nun ihren Eltern zunehmend Sorgen… Denn sie ist seit einer Weile ein Goth-Mädchen, dass hin-und wieder die Schule schwänzt und auch hier-und da mal ein wenig klaut.. Doch passt sie in dieses Schema überhaupt nicht hinein- schließlich kommt sie aus sehr gutem Hause. Doch Sina sieht das anders: Während ihre Mutter in Cambridge studiert- sie also im Stich lässt, wohnt sie zusammen mit der neuen Freundin ihres Vaters, Tricia, ihrem Vater selbst und dem neuen Baby der beiden Laura-Joy zusammen.
In diese fröhlich-vergnügte Welt würde sie aber am liebsten eine Bombe werfen.. Alles in allem kommt sie also mit der neuen Situation wenig bis gar nicht zurecht.
Ihr Verhalten wird hauptsächlich von ihrer Freundin Caro beeinflusst:
Denn Caro ist Sinas größtes Vorbild und- wer hätte das gedacht- ein Goth.
Nachdem Sinas Eltern nicht mehr wissen, was sie machen können, um Sinas Verhalten wieder zu bessern, sehen sie sich gezwungen sie weg von Caro, weg von Berlin nach Mecklenburg-Vorpommern in ein Internat abzuschieben.
Ein Internat das, so scheint es Sina als sie dort ankommt, vor Elite-Schülern nur so wimmelt. Als sie dann auch noch mit einer spontanen Umarmung von ihrer Zimmerkameradin und neuen Patin begrüßt wird, ist sie sich sicher, dass sie wohl in der Hölle auf Erden geladet sein muss.

Doch ihre Meinung wird sich schon sehr bald ändern, als Lili stirbt. Angeblich eine Folge ihrer Magersucht. Sina hat schon ein schlechtes Gewissen, weil sie dieses elfenhafte Mädchen mit dem Bambi-Blick nie leiden konnte.. Doch dann entdeckt sie Lilis Tagebuch.. Dieses gibt ihr beängstigende Einblicke in Lilis Leben..
Wovor hatte Lili Angst? -Todesangst?
Wurde sie ermordet?
Sina muss es herausfinden, bevor es womöglich noch weitere Opfer geben wird! Doch ist das Spiel, auf das sie sich einlässt gefährlicher und realer, als sie am Anfang gedacht hatte..

„Elfengrab“ ist von der ersten Seite an unglaublich packend, sodass man es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Mit seinen 265 Seiten hat man das Buch dann auch sehr schnell durchgelesen und bleibt wirklich leicht geschockt zurück.. Die Charaktere sind ausgesprochen gut beschrieben, man kann sich alles genau vorstellen und fiebert mit, was wohl passiert ist und was noch passieren wird- und natürlich, was es mit Lilis Tod auf sich hat.
Außerdem erwähnenswert ist meiner Meinung nach der Humor, der einen in dem gesamten Buch begleitet- wirklich sehr gut und dabei keinesfalls nervig. Auch nicht nervig, sondern ganz im Gegenteil sogar angenehm, ist die leichte Liebesgeschichte, die in das Buch hineingewebt wurde. Denn selbstverständlich gibt es auf dem Internat gleich zwei Jungen die Sina nicht gerade kalt lassen.. Und umgekehrt auch nicht! 😉
Dabei handelt es sich aber nicht um ein teeny-mäßig überzogenes Liebestheater, von dem ich wirklich sehr leicht Ausschlag bekomme, sondern es ist wirklich angenehm und steht auch nicht im Vordergrund.

Alles in allem kann ich das Buch wirklich sehr weiterempfehlen, denn es ist spannend, humorvoll, packend und überraschend zugleich! Perfekt!!!

5/5 Sterne

5-Sterne

📖 Rezension zu: „Mary Poppins“ von Pamela L. Travers

Mary Poppins

Ich hatte mir mehr erhofft..

Was im Kirschbaumweg 17 vorgeht, ist unfassbar:
Der Wind hat sich gedreht und weht ein neues Kindermädchen für Jane, Micheal, und die Zwillinge John und Babara ins Haus. Sie ist das wohl bekannteste Kindermädchen, und das einzige, dass Treppen hinaufrutschen kann- sie ist Mary Poppins.
Mary Poppins ist sehr elegant, gut gekleidet, hat vorbildliche Manieren und ist modern, denn sie zeigt niemandem ihre Zeugnisse bevor sie die Familie verlässt- und was noch wichtiger ist: sie besitzt magische Fähigkeiten.
Das merken die siebenjährige Jane und der fünfjährige Micheal Banks sehr schnell- kaum ist Miss Poppins die Treppe hinaufgerutscht, bringt sie aus ihrer offensichtlich leeren Teppich-Tasche einiges an Gepäck zum Vorschein.
Bald beginnt für die Kinder im Kirschbaumweg 17 eine aufregende Zeit voller Abenteuer, in der sie nachts im Zoo sind, merkwürdige Leute kennenlernen, mit ihnen Tee trinken und vieles mehr..
Außerdem hat Mary Poppins auch seltsame Verwante, die Jane und Micheal bald kennenlernen..  Aber nach jedem noch so magischem Ereignis behauptet Mary, dass sich die Kinder das Geschehene nur eingebildet haben, weil sie eine blühende Fantasie besitzen..
Einer der merkwürdigen Verwanten ist der verrückte, aber auch irgendwie sympathische Onkel Albert. Den man schon aus dem Film kennt und mit Lachgas in Verbindung bringt. :o) Doch Miss Poppins hat schon bei ihrer Ankunft gesagt, dass sie weiterziehen will, wenn sich der Wind dreht.. Das ist jedoch schon bald vergessen.

Doch leider ist nicht viel mehr so wie im Film. Es ist wirklich selten so, aber mir hat der Film mehr zugesagt als das Buch..
Im Film ist Mary Poppins ein liebenswürdiges Kindermädchen, das für Späße zu haben ist und die Kinder sehr gerne mag.. Doch im Buch ist sie oft arrogant, herablassend und eitel.. Das hat mich beim Lesen sehr gestört.. Schließlich habe ich den Film schon unzählige Male gesehen und ihn immer geliebt und ich fand immer, dass Mary Poppins ein wunderbares Kindermädchen ist, das ich auch sehr gerne einmal kennenlernen würde, um mit ihr in Bildern spazieren zu gehen, auf Dächern mit Schornsteinfegern zu tanzen und einfach Spaß zu haben..

…..Und plötzlich, genauso überraschend wie sie gekommen war, verlässt Mary die Familie, weil der Wind sich gedreht hat, und hinterlässt eine Familie in der das Chaos zurückkehrt und eine Mutter, die diese Unverschämtheit nicht glauben kann.
Doch Jane und Micheal wissen, dass Mary bald wiederkommen wird.. Ganz bestimmt!!

Weil ich den Film so sehr liebe, dachte ich, ich müsste unbedingt das Buch (bzw. die Bücher) dazu lesen. Doch kommt „Mary Poppins“ nicht annähernd an den Film heran.. Sehr schade..
Ich konnte mich erst gegen Ende des Buches einigermaßen mit Mary Poppins anfreunden. Und dann war sie plötzlich weg und das Buch zu Ende..
Die Sprache ist irgendwo zwischen altmodischer und…. gesprochener Sprache einzuordnen.. Anders als erwartet.. Aber keinesfalls unangenehm. Ich musste mich eine kurze Weile an diesen Stil gewöhnen, doch danach bemerkt man es kaum noch..

Zwar ist dieses Buch ein Klassiker, den jeder einmal gelesen haben sollte, aber eigentlich verpasst man nicht viel, wenn man es nicht liest. Man lernt besstenfalls nur den Film mehr wertzuschätzen..

3/5 Sterne

3-Sterne

📖 Rezension zu: „Draußen wartet die Welt“ von Nancy Grossman

Draußen wartet die Welt

Wunderschön berührendes Buch, dass zum Nachdenken anregt!

Die 16 jährige Eliza lebt in einer Welt, die sich viele Jugendliche in ihrem Alter nicht vorstellen können: Es ist eine Welt ohne Handys, ohne Computer, ohne Waschmaschinen, oder elektrische Beleuchtung.. Man benutzt kein Make-Up, schmückt sich nicht mit aufwändigen Kleidern oder Ketten.. Stattdessen ist es ein schlichtes und frommes Leben, in dem viel wert auf die Gemeinschaft gelegt wird. Eliza ist Teil der Gemeinde der Amish. In ihrer freien Zeit quiltet sie, besucht Gottesdienste, feiert manchmal mit ihren Freundinnen Partys, lebt in einer abgeschiedenen Welt… Und träumt von einem Leben bei den „Englischen“:

Eine Welt mit Elektronik und hübschen Kleidern- solche mit Knöpfen und bunten Farben- und richtigen Partys und Kino.. Doch würde ihre Mutter ihr niemals erlauben ihr Rumspringa außerhalb ihrer kleinen Welt zu verbringen.

Doch bald soll sie die Möglichkeit erhalten, für eine Familie in Chicago zu arbeiten.. Und sie wird sie ergreifen!

Eine fremde und aufregende Welt erwartet sie, und Eliza genießt sie in vollen Zügen. Es ist spannend zu sehen, wie sie die neuen Möglichkeiten wahrnimmt und merkwürdigen Geräten begegnet, die in unserer Gesellschaft schon längst dazugehören.

Doch ist nicht alles an ihrer „Auszeit“ von ihrem alten Leben so rosig:

Sie verliebt sich in Joshua, doch in ihrem Dorf wartet auch noch David auf sie..

Und sie wird viele neue Leute kennenlernen- welche, die es sehr gut mit ihr meinen, und sich freuen, sie kennenzulernen, aber auch welche, die Eliza mit Lügen zu ersticken scheinen..

Und am Ende muss Eliza sich entscheiden- aber egal, welchen Weg sie einschlägt, von einer der beiden Welten wird sie sich verabschieden müssen….

Zu Beginn des Buches, kam mir die Handlung sehr flach und einseitig vor, doch das änderte sich sehr schnell:

Beim Lesen erfährt man sehr viel über das einsame, aber glückliche Leben der Amishen und man merkt, dass sich die Autorin Nancy Grossman viele Jahre lang mit diesem Thema auseinandergesetzt hat.

Als Leser ist man hin-und hergerissen, welche Welt die bessere ist, und in welcher Welt sich Eliza wohl am wohlsten fühlen würde, doch ist das eine sehr schwierige Frage, auf die man erst bei den letzten Seiten eine Antwort findet…

Es ist faszinierend, wie in dem Buch alltägliche Gegenstände beschrieben werden, als würde ein kleines Kind sie das erste Mal sehen.. Aber für ein Kind sind die Feststellungen zu tiefgründig..

Ein großer Aspekt ist auch, dass dieses Buch bis zum Rand mit Emotionen gefüllt ist.. Ich weine bei Büchern sehr selten, doch hier brauchte auch ich einige Taschentücher… Es gibt so viele wichtige Entscheidungen, die die junge Eliza treffen muss, die ich ihr auch nicht gerne abnehmen würde, und sie erfährt immer mehr über ihre Familie und begreift immer mehr Zusammenhänge.

Dabei  ist es ein Genuss, sie dabei zu begleiten, um auch über unseren selbstverständlich gewordenen Konsum nachzudenken, und sich selbst zu fragen, ob manchmal ein einfacheres Leben nicht ein schöneres wäre..

Ich kann dieses Buch wirklich weiterempfehlen, denn es wird einen noch lange nach der letzten Seite festhalten und zum Nachdenken bringen, was nicht viele Bücher erreichen!

5/5 Sterne

5-Sterne