📖 Rezension zu: „Crumbles & Crisps“ von Claudia Schmidt

Sehr schöne Streuselkuchenrezepte!

Crumbles & Crisps lassen sich schnell und leicht zubereiten, die richtigen Zutaten hat man fast immer in der Küche vorrätig, sie lassen sich wunderbar abwandeln und passen eigentlich zu jeder Gelegenheit.
Nach einer kurzen Einführung werden in diesem Buch zahlreiche wunderbare Rezepte für fruchtig-knusprig-cremige Kuchen vorgestellt. Die Variationen sind sehr ansprechend und man bekommt beim Durchblättern bereits viel Lust, alle Rezepte einmal auszuprobieren. Dazu tragen auch die Farbfotos bei, welche einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen.
Die Rezepte sind sehr übersichtlich gestaltet: Die Seiten sind nicht nur farblich schön abgestimmt, sondern die Zutaten sind auch in „Früchte“, „Streusel“, „Topping“ und „Außerdem“ gegliedert. Dann befinden sich unter dem Namen des Streuselkuchen Angaben zu Zubereitungs- und Backzeit, welche auch wirklich zutreffend sind. Meist braucht es lediglich eine halbe Stunde bis der köstlich duftende Kuchen fertig gebacken ist.
Auch wird in wenigen verständlich Schritten erklärt, wie sich das Dessert zubereiten lässt. Sehr ansprechend finde ich auch die Tipps, welche sich bei manchen Rezepten finden lassen.
Besonders gut hat mir der „Kirsch-Marzipan-Crumble“ aus dem Buch gefallen, aber auch die anderen Rezepte sind ganz wunderbar.

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Ich kann dieses Buch an alle Backbegeisterten weiterempfehlen, die
leckeren Streuselkuchen ganz schnell und einfach zubereiten möchten, da sich in diesem Buch für jeden Geschmack das richtige Rezept finden lässt.

5/5 Sterne

5-Sterne

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🔔 🐤 🐤 Frühlingswichteln – Auspacken <3

Vor ein paar Tagen ist mein Päckchen vom Frühlingswichteln angekommen. Die Aktion wurde von ElephAnt und Lovingbooksblog gestartet. Heute habe ich ausgepackt – was, das möchte ich euch nun zeigen:

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Bild 022 Jedes Päckchen ist ganz süß beschriftet

Ausgepackt habe ich:

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  • „Etwas Süßes für die Tasse“: Schokoladen-Tassenkuchen – den werde ich ganz bald ausprobieren
  • „Weil Ostern ist“: 2 Labooko- Schokis von zotter (Schmusehase) – Mmmmmmmh…. Die liebe ich!
  • „Genieße jeden einzelnen davon“: Shotimaa- Tee – Den habe ich einmal in Dänemark gefunden und fand den so toll!
  • Den Roman „Blutsbrüder“ von Ernst Haffner – darauf bin ich schon ganz gespannt, der Klappentext klingt super
  • „Ich hoffe, du magst ihn auch so wie ich“: Ja und wie ❤ – kandierte Ingwerwürfel

Für dieses wunderbare Wichtelpäckchen darf ich mich bei Franzi von buechereckenliebe bedanken! Du hast mir damit wirklich eine große Freude bereitet – danke sehr!

🔔 Leipziger Buchmesse 2016 – ein kurzer Bericht – #blogntalk

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Hallo ihr Lieben!

Ich weiß, ich bin damit etwas spät dran, aber besser spät als nie, oder? 😉 Jedenfalls folgt nun ein kleiner Bericht, …

… Denn dieses Jahr war ich von Donnerstag bis Samstag zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse. Während ich den ersten Tag eigentlich nur zum Stöbern und Erkunden der Hallen genutzt habe, stand an den anderen Tagen auch das ein oder andere Bloggertreffen an. Jetzt möchte ich euch natürlich von meinen Messe-Highlights berichten.

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🔔 Welcher „Mach was“-Typ bist Du?

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch auf eine Aktion des frechverlags aufmerksam machen: Und zwar haben sie einen Test veröffentlicht, bei dem man herausfinden kann, welches Kreativ-Talent in einem steckt – bist du eine Frau Wolle, die Dekozauberin oder eine Backfee? Hier kannst du es herausfinden -> klick

Aber natürlich war das noch nicht alles: Nachdem ihr nämlich die 10 Fragen beantwortet und euren Typ herausgefunden habt, hält der frechverlag noch ein paar Überraschungen bereit. Dazu zitiere ich einfach mal von der Verlagsseite, denn dort ist es ziemlich gut erklärt:

Das Mitmachen lohnt sich! Nicht nur, dass du durch den Test dein kreatives Naturell besser kennenlernst, dein Ergebnis ermöglicht dir auch, auf deinen Typ zugeschnittene Kreativideen für dein nächstes Projekt in deiner „Mach was“-App freizuschalten!

Dafür benötigst du einen Code, den du exklusiv zu deinem „Mach was“-Typ bei deinem teilnehmenden Händler bekommst. Statt mit dem Sammeln von Herzen kannst du dir mit Hilfe des Codes passend zu deinem Talent einmalig 10 Gratisanleitungen freischalten.

Besuche dafür deinen Kreativ- oder Buchhändler in der Nähe und erhalte dort deinen individuellen Code. Dieser befindet sich in deiner persönlichen „Wundertüte“ (Nur solange der Vorrat reicht.). In ihr findest du viele weitere zauberhafte Überraschungen!“

Um herauszufinden welche Märkte mitmachen, kannst du einfach hier klicken -> klick

Natürlich habe ich auch schon mitgemacht. Seitdem steht fest: Ich bin eine „stoffbegeisterte fingerfertige Backfee“. 🙂

„Deine Welt besteht aus Tagträumereien mit Zuckerguss und Sahneschlössern. Von Schokoglasur, Macarons und Marzipan kannst du nicht genug bekommen und weißt genau, wie man damit die schönsten Leckereien zaubert. Deine Ansprüche an dich sind riesig – genau wie deine Torten – und wenn dir die Laune danach steht, dann backst du dir die Welt, wie sie dir gefällt. Für jeden kreativen Augenschmaus und jede süße Versuchung lieben dich deine Freunde. Denn du bringst mit deiner Backkunst die Herzen zum Schmelzen.

Und in dir steckt noch viel mehr! Wenn die Backfee in dir mal eine Pause braucht, dann scheue dicht nicht davor, dein handwerkliches Geschick mit Falt- und Schneidetechniken unter Beweis zu stellen.

Auch Ziernähte, Applikationen und kleine Nähaccessoires sind für dich kein Problem – probier’s mal aus!“

Test

Falls ihr noch Fragen habt findet ihr hier nochmal alle wichtigen Informationen -> klick

Habt ihr schon mitgemacht? Wenn nicht wird es höchste Zeit. 😉 Gebt doch Bescheid, welches Ergebnis bei euch rauskam.

Liebe Grüße

warmerSommerregen

📖 Rezension zu: „Paul Temple und der Fall Gregory“ gelesen von Bastian Pastewka und Komplizen

Bastian Pastewka und Komplizen in Paul Temple und der Fall Gregory

Nicht mein Fall…

Die von Francis Durbridge für das deutsche Nachkriegsradio verfassten zahlreichen Fälle des Paul Temple sind heutzutage Kult. Als vor einer Weile der erste Fall, „Paul Temple und die Affäre Gregory“, in Form eines Textfragmentes wieder auftauchte nachdem die Aufnahmen des Falls 1949 verschwunden waren, beschloss Bastian Pastewka, diesen zu vertonen. Zusammen mit Janina Sachau, Kai Magnus Sting, Alexis Kara und Inga Busch inszenierte er das Stück mit “ viel Witz, der Originalmusik von Hans Jönsson, schmissigen neuen Arrangements von Mike Herting und vielen weiteren Überraschungen“, wie versprochen wird.

Natürlich war ich ganz gespannt auf den Fall Gregory und konnte es kaum abwarten, das Hörbuch zu starten. Der Inhalt ist schnell zusammengefasst: Eine Mordserie an jungen Frauen – scheinbar wahllos gewählt – versetzt Scotland Yard in Aufruhr. Offensichtlich handelt es sich stets um den selben Täter, schließlich hinterlässt er jedes Mal einen Zettel mit der Aufschrift „Mit den besten Empfehlungen von Mister Gregory“. Da die Polizei an dem Fall verzweifelt und ein Opfer nach dem nächsten gefunden wird, bittet man den Londoner Kriminalschriftsteller und Privatdetektiv Paul Temple um Hilfe.
Auch seine Hüte liebende Frau Steve unterstützt den Ermittler wo sie nur kann. Doch der Mörder spielt mit dem Meisterdetektiv, welcher auch selbst in Gefahr geraten wird… Wird er den Täter finden und somit weitere Mädchenmorde verhindern können? Wer ist Gregory?

Von dem Fall an sich war ich durchaus enttäuscht, muss ich gestehen… Kaum eine Erkenntnis, die Temple ohne einen Zufall zuteil wird. Alles wirkt sehr konstruiert und extrem weit hergeholt. Selbstverständlich kommt man nicht vor dem Meisterermittler auf die Lösung dieses herausfordernden Falles – wie auch, wenn diese an den Haaren herbeigezogen zu sein scheint. Ich habe selten einen derart unrealistischen Fall gelesen/gehört.
Was mich aber wirklich störte waren der krampfhaft-schlecht eingebrachte „Humor“ auf der einen und die unangenehmen Synchronstimmen auf der anderen Seite. Natürlich ist Pastewka als Comedian bekannt, jedoch ist dies für mich keine Erklärung für die möchtegern-witzigen Einwürfe der Sprecher. Denn immer wieder wird das eigentliche Hörbuch unterbrochen, damit die Sprecher sich gegenseitig loben, Paul Temple kritisieren und einfach um des Redens Willen reden können. Dabei wurde man jedes Mal aus der Geschichte gerissen, was mich sehr gestört hat. Auch beinhalteten diese Zwischensequenzen Gesangseinlagen oder Absprachen, wer welche Rolle übernehmen darf und Ähnliches, ohne die ich auch problemlos ausgekommen wäre. Wenn Telefonate mit einem „Blablabla“ widergegeben werden, weil der Inhalt ja sowieso nicht von Belang sei, finde ich das ebenso befremdlich.
Als nächstes möchte ich auf die Stimmen eingehen. Selbstverständlich kann man nicht erwarten, dass alle Sprecher genauso klingen wie jene von 1949-1967 – das ist ja auch gar nicht von Nöten. Allerdings finde ich einen schlechten Marcel Reich-Ranicki-Immitator als Nachtclubbesitzer ebenso unangebracht wie die Zwischensequenzen. Es ist ja prinzipiell lobenswert, wenn wenige Sprecher die Rollen von vielen Charakteren übernehemen, aber dabei sollte es doch noch anspruchsvoll bleiben…

Alles in allem kann ich sagen, dass ich von diesem Hörbuch schwer enttäuscht bin. Ich hatte ein Retro-Hörspiel erwartet und, da Pastewka Hauptsprecher ist, vielleicht mit dem ein- oder anderen Gag gerechnet, aber wurde dann doch eines besseren – oder schlechteren – belehrt. Ich finde es sehr schade, dass ein Straßenfeger wie Paul Temple auf so enttäuschende Art neu vertont wird. Am besten hat mir am Hörbuch die Originalmusik gefallen, mehr ist dazu nicht zu sagen.

1/5 Sterne

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📖 Rezension zu: “Cool im Pool“ von Lotte Minck

Töfte, einfach töfte!

Nachdem Diana Loretta von Okkos nicht ganz so wie geplant verlaufenem Antrag und ihren Hochzeitsplänen erzählt hat, ein wunderschönes Brautkleid gekauft und auch sonst schon so ziemlich alles geplant ist, freuen sich alle auch die Feier an der Nordseeküste. Alles scheint perfekt – bis Diana im zerfetzten und verdreckten Brautkleid verweint vor Lorettas Wohnungstür steht, da sie es sich nämlich doch anders überlegt hat.
Schon bald werden die Anrufe vom verzweifelten Okko zur Belastungsprobe für Loretta. Als sich dann irgendwie doch noch alles klärt, kann – zwar anders als geplant, aber dennoch schön – die Hochzeit stattfinden. Nicht mehr am Meer, sondern in der Schrebergartenkolonie im Ruhrgebiet wird nun geheiratet. Auch Dianas Vater, sein Lebensgefährte Dirk und dessen Schwester Jenny werden eingeladen. Doch aus dem “schönsten Tag ihres Lebens” wird eine Katastrophe, als Diana nachts zusammen mit ihrem Vater dessen Partner entdeckt: Nackt, im Hotelpool, tot.
Erschwerend kommt noch hinzu, dass Kommissarin Küpper alles andere als begeistert davon ist, dass die Truppe um Loretta wieder irgendwie in den Fall verwickelt zu sein scheint. Ein Grund mehr für Hornbrillen-Girl und Freunde, um bei den Ermittlungen vorsichtig zu sein…

Auch das sechste Buch der Reihe ist wieder grandios! Von der ersten Seite an wird man als Leser direkt ins Geschehen gezogen und gewinnt das Gefühl, bei alten Freunden zu sein. Die Charaktere, welche alle so wunderbar beschrieben werden, sind mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen. Die Seiten flogen nur so dahin, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, was die töften Freunde ausm Pott als nächstes anstellen würden, um dem Täter auf die Schliche zu kommen – und natürlich wer den Mord begangen hat. Außerdem werden immer wieder falsche Fährten gelegt, Zweifel und Mistrauen gesäht, um dann immer wieder alles umzuwerfen, ohne dabei ins Unglaubwürdige abzudriften.
Wieder einmal konnte mich der Schreibstil auch voll und ganz überzeugen: Flotte Sprüche oder Kommentare, Wortwitz, Situationskomik, Franks Sprechweise und natürlich der schwarze Humor machen es einem nicht leicht, dass Buch mal aus der Hand zu legen.
Was mich auch sehr anspricht ist, dass obwohl dies schon der sechste Teil der Reihe ist, noch alles ganz natürlich und nicht gekünstelt erscheint. Oft ist es ja so, dass man beim Lesen von Reihen den Eindruck erhält, dass mittlerweile alle Ideen aufgebraucht sind. Das ist hier definitiv nicht der Fall, bitte mehr davon!!

Mir hat dieser Fall ausgesprochen gut gefallen und ich bin ganz gespannt auf den nächsten Band – ich hoffe er erscheint bald, sodass ich nicht allzu lange warten muss…

5/5 Sterne

5-Sterne

📖 Rezension zu: “Deutschland, deine Götter“ von Gideon Böss

Buchdeckel „978-3-608-50230-5

Sehr interessantes Thema, unterhaltsam beschrieben.

Religiöse Vielfalt ist in Deutschland zur Zeit sehr groß – und wird sogar noch größer. Wer sich mit dem Thema des Glaubens in Deutschland auseinandersetzten möchte, sieht sich mit zahlreichen verschiedenen Ausrichtungen konfrontiert und ist bald noch verwirrter als zuvor. “Auf der Suche nach der Heimat für die eigene Seele” sollte deswegen verglichen werden, damit man keine Fehlentscheidung trifft oder Alternativen außer Acht lässt.
Deswegen tritt Gideon Böss eine Reise durch Deutschland an, auf der er möglichst viele Einblicke in Sekten, Tempel oder Kirchen gewinnen möchte. Dabei macht er an 26 Stationen Halt und befragt Gläubige, Theologen, Priester oder auch Funktionäre ohne jedoch auch – sofern vorhanden – Schriften oder Ähnliches aus den Augen zu verlieren.
Von sehr bekannten und vielfach vertretenen Religionen wie dem Protestantismus oder dem Judentum, über Organisationen, deren Name so ziemlich jedem ein Begriff, der Inhalt jedoch unbekannt ist, wie der Heilsarmee, bis hin zu solchen, die einem für gewöhnlich bei der Thematik nicht sofort in den Sinn kämen, wie beispielsweise der Raelismus oder Lahore-Ahmadiyya. Von monotheistischen, wie dem Bahaitum bis zu polytheistischen Religionen, von Naturreligionen, wie den Wicca, bis zu Buchreligionen wie dem Mormonentum: In “Deutschland, deine Götter – Eine Reise zu Kirchen, Tempeln, Hexenhäusern” wird versucht, möglichst facettenreich Möglichkeiten zur Seelenrettung aufzuzeigen.

Mit sehr lockerem Ton und teilweise herausfordernden Fragen versucht Böss dem auf den Grund zu kommen, was den Gläubigen am Wichtigsten an ihrem Glauben ist. So macht er auch auf Widersprüchlichkeiten oder Ungereimtheiten aufmerksam, ohne jemals eine Ausrichtung als falsch oder Ähnliches anzuprangern. Gerade bei der Thematik des Buches ist die Gradwanderung zwischen lockerem bis humorvollen Übermitteln und Respektlosigkeit stets sehr schwierig. Doch auch, wenn einen hin- und wieder das Gefühl beschleicht, dass diese Grenze gerade überschritten worden sein könnte, ist bis auf eben jene wenige Ausnahmen die Balance gut gefunden.
So wird viel mit Verbildlichungen gearbeitet, Vergleiche angestellt und durch lockere Sprache teilweise trockener Inhalt unterhaltsam vermittelt. Das Buch lässt sich, auch wegen der vielen Gespräche, sehr flüssig und entspannt lesen, ohne dabei auf Zahlen zu verzichten. Man lernt in den einzelnen Kapiteln über die Geschichte, Motivationen, Ziele, Ansichten, Gestaltung und Vertreter der verschiedenen Glaubensrichtungen.
Die Kapitel sind auch von der Länge her sehr angenehm, da die Menge an Informationen immer so gehalten ist, dass sie zwar einen guten Einblick und somit auch ein gewisses Verständnis gewährt, jedoch nicht ermüdet und langweilt. Allgemein ist Böss bemüht, den Inhalt stets verständlich und bekömmlich zu vermitteln.
Am Ende des Buches erklärt der Verfasser des Buches noch, dass ihn keine der vorgestellten Glaubensgemeinschaften vollends überzeugen könnte, beschreibt aber auch, was ihn beeindruckt und welche neuen Einsichten er gewonnen hat. So hält er zum Beispiel fest, dass er überrascht davon war, wie offen und respektvoll die meisten Gläubigen mit anderen Glaubensrichtungen umgehen, jedoch auch erstaunt davon war, was für eine ablehnende Haltung trotz aller Offenheit beispielsweise gegenüber Homosexualität an den Tag gelegt werde. Außerdem stellt er heraus wie wichtig es in seinen Augen ist, auch innerhalb einer Religion zweifeln zu dürfen.

Für mich handelt es sich bei “Deutschland, deine Götter” um ein unterhaltsames aber dennoch respektvolles Sachbuch zum Thema Glauben in Deutschland, dass die religiöse Vielfalt durch viele verschiedene Stationen näher bringt. Anhand der vielen Gespräche, Verweise auf Statistiken, Hinzuziehen von Büchern, Schriften oder Ähnlichem, gewinnt man als Leser das Gefühl, dass sich Gideon Böss intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat.
Alles in allem kann ich dieses Buch allen empfehlen, die etwas über verschiedene in Deutschland vertretene Glaubensrichtungen – und deren Vertreter – lesen und sie dadurch ein Stück weit besser kennenlernen möchten, ohne sich dabei durch trockene Texte im Lesefluss gehemmt fühlen zu müssen.

5/5 Sterne

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📖 Rezension zu: „Erfolgreich Fliegenfischen“ von Ernst Bauernfeind & Walter Reisinger

Erfolgreich Fliegenfischen

Äußerst hilfreich und ansprechend!

Die Wahl der richtigen Fliege kann durchaus zu einem Problem werden, da sich die Entscheidung, welche Fliege gerade am fängigsten wäre, nicht so leicht treffen lässt. Hat man noch nicht genügend Erfahrungen gesammelt, auf die man zurückgreifen kann, ist auch keine Lösung des Problems in Sicht. Die vielen verschiedenen Fliegen und unterschiedlichen Ansichten erfahrenerer Fliegenfischer erleichtern einem die Entscheidung dann auch nicht wirklich. Dieses Taschenbuch schon.
Da in “Erfolgreich Fliegenfischen” von Ernst Bauernfeind und Walter Reisinger wichtige Insektengruppen, Fliegenmuster, für den Fliegenfischer bedeutsame Fische und alle attraktiven Gewässer vorgestellt und in Bezug zueinander gestellt werden, soll einem die oben genannte Entscheidung leichter gemacht werden.

Im Vorwort wird erklärt, dass die Autoren des Buches versucht haben, die verschiedenen Insekten hinsichtlich ihrer Bedeutung für Fisch und Fischer vergleichbar zu machen, einen guten Mittelweg zwischen Vereinfachung und naturwissenschaftlich fundierter Erläuterung zu finden und den Begriff der Fliegenwahl beispielsweise auch über Beobachtung, Interpretation und Fragen der Nachhaltigkeit zu definieren.
Im Anschluss daran folgt das Kapitel “Fliegenwahl”, in dem bereits einige Ratschläge gegeben werden, wie sich durch das Beobachten des Wassers einige Schlüsse darauf ziehen lassen können, was an dieser Stelle am ehesten zum Erfolg führen könnte. Dabei wird nach mehreren grundlegenden Hinweisen genauer auf Gewässer- und Insektenkunde, Fischverhalten, Anbietetaktik sowie Jahres- und Tageszeit eingegangen.
Als nächstes werden wichtige Insektengruppen beschrieben und durch Fotografien veranschaulicht. Darauf aufbauend werden die Grundtypen der Fliegenmuster, unterteilt in Trocken- und Naßfliegen, vorgestellt. Die vielen Informationen und Fachbegriffe verwirren den Leser nicht, sondern helfen beim Verständnis. Sehr interessant in diesem Kapitel ist meines Erachtens auch das Unterthema der Qualitätskriterien, da hier aufgezeigt wird, worauf man, wenn man die Fliegen anstatt sie selber zu machen kauft, achten sollte.
Nun folgen Texte zu Bachforelle, Regenbogenforelle, Äsche, Bach- und Seesaibling, in denen zum Beispiel das Verhalten der Fische beschrieben wird, woran erklärt wird, wie man sich als Fischer am besten verhalten sollte.
Anschließend werden Bäche, Flüsse, Seen und besondere Situationen in den Fokus gerückt; dabei wird das Gewässer zuerst beschrieben, danach werden Tipps zu Anbietetaktik und Präsentation gegeben, dann natürliche Vorbilder und vorzuziehende Muster bezüglich der Fliegen beschrieben. Abschließend werden dem Leser durch mit Fotos versehene Steckbriefe geeignete Fliegen – auch für verschiedene Jahres- und Tageszeiten – näher gebracht.
Da das Taschenbuch mit seinen 96 Seiten sehr handlich ist, eignet es sich auch hervorragend, um es ans Wasser mitzunehmen. Und durch die 65 Farbfotos wird der Inhalt wunderbar veranschaulicht. Auch gefällt mir der gut getroffene Mittelweg, der problemlose Wissensaneignung auf der einen  und fasziniertes und entspanntes Schmökern auf der anderen Seite ermöglicht.

Für mich ist “Erfolgreich Fliegenfischen” ein sehr zu empfehlendes Buch, da es einen auf dem Weg zur richtigen Fliege begleitet und unterstützt. Auch, dass dieses doch eigentlich so kleine Werk so viele Gesichtspunkte umfasst, finde ich sehr bemerkenswert.

Also, eine klare Leseempfehlung für alle, die immer mit der passenden Fliege fischen möchten.

5/5 Sterne

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📖 Rezension zu: „Ich machs mir einfach – einfach lecker“ von Patrick Rosenthal

Ich machs mir einfach – einfach lecker

Schönes Backbuch für Experimentierfreudige

Patrick Rosenthal betreibt den erfolgreichen Foodblog ichmachsmireinfach.de, auf dem er zahlreiche Rezepte vorstellt. Lauter Süßes wie Mini-Kuchen, Desserts, Eis und mehr sind, so wird versprochen, einzigartig-ausgeklügelte Leckereien, die sehr leicht von der Hand gehen. Denn der Name seines Blogs ist Programm: Einfach leckere Rezepte.
Was mich auch sehr angesprochen hat, war, dass versprochen wird, dass man die Rezepte immer schön abwandeln kann, um auch mit den Zutaten, die man sowieso noch zu Hause hat, etwas Schönes zu zaubern.
Die Rezepte sind in die Kapitel „Patrick backt“, „Patrick eiskalt und ganz heiß“, „Patrickfrühstück“, „Patricks Desserts“ und „Patricks kleine Sünden“ gegliedert. Schon wenn man das Inhaltsverzeichnis betrachtet fällt auf, dass die Rezepte alle sehr abwechslungsreich und die meisten auch ungewohnte Kombinationen sind. Dem Inhaltsverzeichnis folgt das Vorwort, in welchem der Autor erklärt, wie seine Leidenschaft zum Backen und Ausprobieren durch seinen im September 2014 gestarteten Blog entflammt wurde.
Die daraufhin folgenden Rezepte sind immer so aufgebaut, dass unter den Bezeichnungen kleine Texte zum Beispiel mit Anekdoten oder Beschreibungen stehen. Außerdem findet man fast immer noch einen Tipp oder eine weitere Anmerkung zu dem Rezept, was das Buch persönlicher macht.
Da das Motto des Buches ist, dass alles möglichst schnell und einfach zuzubereiten sein sollte, braucht es in den Rezepten keine Angaben zu Zeit und Schwierigkeitsgrad.
Ansprechende Fotos machen Lust darauf, die Rezepte sofort auszuprobieren.
Die Kombinationen, beispielsweise beim „All in One- Riegel“ (S. 132), dessen Zutaten Kartoffelchips, gesalzene Erdnüsse, Rosinen, Kokosraspeln, Schokolade und Toffee-Bits (S. 131) ebenso umfasst wie gezuckerte Kondensmilch, sind muten teilweise schon merkwürdig an… Zwar wird versprochen, dass diese sehr harmonisch sind und sich perfekt ergänzen, jedoch bin ich da etwas skeptisch. Mir gefallen da die Rezepte wie „Knackiges Brombeer-Dessert“ oder jene aus dem ersten Kapitel doch besser. Aber dennoch denke ich, dass ich mich bald auch an die etwas experimentierfreudigereren Rezepte wagen werde.
Auf jeden Fall gibt es in diesem Buch für jeden Geschmack das Richtige, auch lassen sich die verschiedenen Naschereien größtenteils spontan zubereiten, da man viele der Zutaten zuhause hat oder durch andere Zutaten ersetzen kann; schließlich ist Patrick Rosenthal das Rumexperimentieren mit unkomplizierten Rezepten wichtig. Trotzdem sind die hochkalorischen Rezepte nichts für jeden Tag.

Alles in allem ist „Ich machs mir einfach – einfach lecker“ ein Backbuch für jeden, der gerne mal Neues ausprobiert und experimentierfreudig ist. Wenn man Spaß am Backen, jedoch nicht immer viel Zeit oder Lust auf stundenlanges in der Küche Stehen hat, ist dieses Buch sicherlich die richtige Wahl!

5/5 Sterne

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📖 Rezension zu: „Sugar Stories“ von Michelle Thaler

Sugar Stories

Sehr schön!

Seit 2013 kreiert und fotografiert die Österreicherin Michelle Thaler Desserts, welche sie auf ihrem Blog “Sugar Stories” vorstellt. In ihrem kürzlich erschienenen, gleichnamigen Buch zeigt sie ihre besten Rezepte – von Torten über Cupcakes und Eiscreme bis hin zu Desserts ist hier alles vertreten. 60 abwechslungsreiche Kreationen sollen Naschkatzen mit aufregenden Geschmackskombinationen überzeugen.
Zu Beginn des Buches bringt eine kleine Art Interview die Autorin näher, da man erfährt, wie sie zum Backen gekommen ist, was sie gerne in ihrer Freizeit macht und was sie am liebsten backt. Im Anschluss daran gibt Michelle Thaler Hinweise und Tipps und erklärt außerdem ihre Symbole, die Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand angeben.
Nach dieser kurzen Einführung geht es auch schon mit den Rezepten los. Zu erst werden im Kapitel “Cherry Berry Stories” zahlreiche fruchtig-sündhafte Rezepte vorgestellt. Es folgen die Kapitel “Chocolate Stories”, “Summer Stories”, “Special Stories” und “Sunday Stories”. Jedes Kapitel umfasst zahlreiche sehr schön aussehende Leckereien. Dass die Autorin gelernte Grafik-Designerin ist merkt man daran, wie schön die Köstlichkeiten in Szene gesetzt worden sind.
Jedoch sind die Rezepte nicht nur ein Augenschmauß, sondern schmecken auch sehr. Besonders gut hat mir auch die “Apfelrosen-Tarte” (S. 141) gefallen, auch wenn sie bei mir nicht ganz wie eine Rose ausgesehen hat… Lecker war sie auf jeden Fall. Ein weiteres Highlight waren die “Mini-Himbeer-Cheesecakes” (S. 20), die sich ganz schnell und leicht zubereiten lassen.

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Die Rezepte reichen, was mir sehr gefällt, von einfachen Rezepten zu schwierigeren, von schnellzuzubereitenden bis zu zeitaufwendigen, sodass man für jede Gelegenheit etwas Passendes findet. Da die Rezepte auch von den Zutaten her abwechslungsreich sind, findet jeder in diesem Buch etwas, was ihm zusagt.
Darüber hinaus ist es äußerst ansprechend gestaltet, da die süßen Köstlichkeiten auf den vielen schönen Farbfotos perfekt in Szene gesetzt wurden.
Außerdem lässt sich an ein paar Zeichen zu Beginn eines jeden Rezeptes ganz schnell ablesen, wie anspruchsvoll und zeitintensiv die Zubereitung ist.
Mir gefällt bezüglich der Gestaltung außerdem, dass jedes Kapitel eine neue Farbe bekommt, sodass man die Rezepte schon anhand der Schriftfarbe direkt beim Durchblättern zuzuordnen weiß.

Alles in allem bin ich sehr begeistert von dem Buch und möchte noch viele weitere Rezepte von Michelle Thaler ausprobieren!

5/5 kuchensüße Sterne

5-Sterne