📖 Rezension zu: „1968. Drei Generationen – eine Geschichte“ von Claus Koch

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Mir hätte es gefallen, wenn der Autor sich etwas zurückgenommen hätte…

In diesem Buch behandelt Claus Koch den Mythos 68 und dessen Folgen und versucht, das Erbe der 68er begreifbar zu machen. Auch stellt er Vergleiche zwischen dem politischen Projekt des Aufbegehrens damals und der Bereitschaft der aktuellen Jugend, aktiv zu werden, an.

Was mir an diesem Werk sehr gefallen hat, ist, dass Koch viel aus den Werken Maos, Marx‘ und anderen zitiert, da ich auf diese Weise viele Ausdrücke aus meinem normalen Wortschatz wiederentdecken und konkret einordnen konnte. Auch habe ich auf diese Weise Anregungen noch zu lesender Bücher erhalten. Viele Werke zum Thema 1968 bedienen sich zwar ganz selbstverständlich solcher Begrifflichkeiten, erklären diese jedoch nicht so genau wie es in diesem Buch geschehen ist.
Was mir allerdings sehr negativ aufgefallen ist, ist die Selbstdarstellung des Autors: Er war einer der ersten, hat aber verstanden, dass der Kommunismus nicht so zielführend ist, wie von der Bewegung angenommen, während andere für solche Erkenntnisse zu verblendet waren; und die Bewegung, wie er sie mitbegründet hat, wurde nachher von anderen kopiert – jedoch ohne die Ausmaßen des Originals jemals zu erreichen. Auf mich wirkte das sehr selbstgefällig und überflüssig. Darüber hinaus wurde ich den Eindruck, immer wieder Verbitterung zwischen den Zeilen erkennen zu können, jedoch ohne zu verstehen, auf was sie letztendlich bezogen ist – immerhin scheint sie bei unterschiedlichen (und konträren) Aspekten durch – nicht los. Andere Passagen hingegen wirkten geradezu verträumt-schwärmerisch…

Alles in allem hält dieses Werk viele Informationen bereit und zeigt die Anfänge und Beweggründe der 68-Bewegung gekonnt auf. Die Idee, diese Bewegung aus der Perspektive verschiedener Generationen zu betrachten, gefällt mir äußerst gut, allerdings lässt mich der Autor mit seinen Werturteilen zwiegespalten zurück. Ich vergebe daher 3 Sterne.

3-Sterne

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📖 Rezension zu: „Wie Demokratien sterben – Und was wir dagegen tun können“ von Steven Levitsky und Daniel Ziblatt

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Vom sich ausbreitenden Autoritarismus

Langsam aber sicher verwandeln sich einige Demokratien in autoritäre Staaten – und das auf ganz schleichende und daher unauffällige Art und Weise. Die Autoren Levitsky und Ziblatt versuchen in ihrem Werk, zu erklären, wie es dazu kommen kann und was dagegen unternommen werden könnte. Dabei wird auf zahlreiche Beispiele eingegangen, um ein möglichst ganzheitliches Bild zu zeichnen.
Begonnen wird mit noch recht allgemeinen Beobachtungen, die das generelle Phänomen zu fassen versuchen. So setze sich Autoritarismus beispielsweise im Gegensatz zu früher nicht mehr über Putsche oder Ähnliches durch, sondern über Wahlen. Somit würden „Institutionen […] zu politischen Waffen“ (S.16).
Im Anschluss daran wird immer konkreter auf einzelne Staaten oder historische Ereignisse eingegangen, was zugegebenermaßen manchmal etwas sehr ausführlich wird und das Lesen dann erschwert. Manchmal wirkte es auf mich, als hätten die Autoren – aus lauter Begeisterung für ein Unterthema – den roten Faden verloren.
Sehr spannend ist der Abschnitt, in dem die vier Hauptindikatoren für autoritäres Verhalten aufgezeigt und auf politische Handlungsweisen bezogen werden (S.32,f.). Im weiteren Verlauf werden auch verschiedene Politiker auf diese Aspekte hin untersucht.
Auch auf den Umgang mit Politikern, welche Demokratien gefährden, wird eingegangen. Am wichtigsten sei es, autoritäre Politiker auf demokratische Weise nicht zu viel Einfluss gewinnen zu lassen. Den Ausführungen zufolge fungieren Parteien als „Demokratiewächter“, werden dieser Rolle allerdings immer seltener gerecht.
Trump beispielsweise gehört zu den „Birthern“, welche öffentlich anzweifelten, dass Obama in Amerika geboren sei und ihm so das Recht absprachen, Präsident zu sein. Eine Person, die bereits vor Jahren durch so geartete politische Äußerungen aufgefallen ist, hätte bereits von Anfang an von demokratischen Parteien von der Politik ferngehalten werden müssen, so die Autoren.
Zudem werden die Rahmenbedingungen, um einen Präsidenten seines Amtes zu entheben, genannt. Beeindruckend ist, dass diese wesentlich geringere Hürden darstellen, als man glauben würde. Die Autoren halten jedoch fest, dass eine solche Amtsenthebung – auch beim aktuellen Präsidenten – mehr als unwahrscheinlich sei, da es zu den amerikanischen Normen gehöre, den Präsidenten im Amt zu behalten und hinter ihm zu stehen.
Hier liegt auch ein weiterer, für die Autoren äußerst wichtiger, Punkt: Die stabilsten Demokratien stützen sich nicht nur auf schriftlich festgehaltene Gesetze, sondern ebenfalls auf ein Geflecht aus Normen.
Sehr spannend war für mich die Blickweise der Autoren, dass Amerikas Ordnung noch im 20. Jahrhundert feststecke, in dem Normen noch sehr viel zählen. Dies sei der Grund, weswegen man hinter Trump stünde, was auch immer für politische Ziele er verfolgen würde, was allerdings im Gegensatz zu den vielen Brüchen mit amerikanischen Normen seinerseits stünde. So sei die Bevölkerung nicht in der Lage, mit dem modernen Provokanten korrekt umzugehen.

In meinen Augen hält dieses Buch einige sehr interessante Denkanstöße bereit und gewährt Einblicke in die amerikanische Gesellschaft. Leider verliert sich das Buch bis kurz vorm Mittelteil in zu vielen zu detailreichen Ausführungen. Glücklicherweise wird das Buch in der zweiten Hälfte wieder spannender und der Lesefluss verbessert sich sehr. Gerne hätte ich noch ein paar Beispiele mehr zum aktuellen Europa gehabt und dafür auf ein paar zum amerikanischen Raum verzichtet.

Alles in allem handelt es sich um ein sehr empfehlenswertes Buch, das jedoch passagenweise etwas ermüdend wird. Daher vergebe ich vier von fünf Sternen.

4-Sterne

📖 Rezension zu: „Unser Projekt Bauernhof“ von Matthias Rompe

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Tipps für den Weg zum eigenen Bauernhof

In diesem Buch stellt Familie Rompe – bestehend aus Matthias, Anne, Johanna, Helene und Richard – 100 Anleitungen, Rezepte und Ideen für DIY und Selbstversorgung vor.
In „Wie alles begann“ werden die Rahmenbedingungen des Projektes Selbstversorgung vorgestellt und vom Traum vom Landleben erzählt. Daraufhin widmet sich das Kapitel „Unser Haus“ dem Ausbau der eigenen vier Wände. Hier werden das Selberbauen von Küche, Bad-, Schlachtraum oder Spa sowie dem Kinderzimmer, Fußboden, Türen und Oberlichtern als preiswerte Alternativen genauso wie Rezepte aus der Küche des Hauses vorgestellt. Im Anschluss daran wird der Hof in den Fokus gerückt: Mauern, Tore, Zäune, Hoftor, Sitzecken, Räucherrezepte, Garten – die Vielfalt ist groß. Als nächstes folgt das Kapitel „Unsere Tiere“: Hier findet der Leser alles über Hühner, Enten, Gänse, Wachteln, Kaninchen und Bienen. So werden einige Ideen zur Selbstversorgung und Tipps zur Haltung gegeben. Abgerundet wird das Ganze durch „Werkzeuge“, damit man für alle Gelegenheiten gerüstet ist.

Dieses Buch zeigt von Anfang an, wie die Familie das Projekt der Selbstversorgung angeht. So erfährt man von allen Schwierigkeiten und bekommt wichtige Denkanstöße für die eigene Planung an die Hand. Die vorgestellten Tipps helfen wirklich, zu verstehen, wie man ganz neu anfängt. Beeindruckend war für mich beispielsweise das Bauen einer Küche mit den einfachsten Mitteln. Doch zeigt dieses Buch nicht nur, wie man einzelne Unterprojekte startet, sondern auch, wie der Bauernhof zu einer Art Selbstläufer wird.
Für mich besonders ansprechend waren die vielen Rezepte für Wein, Brot, Weingelee und vieles mehr.

Alles in allem ist „Unser Projekt Bauernhof“ eine leicht verständliche Hilfestellung für jeden, der davon träumt, auf dem Land neu anzufangen und den Schritt in Richtung Selbstversorgung zu wagen. Mut macht dieses Werk sicherlich – denn auch mit kleinen Mitteln lässt sich viel erreichen.

4 Sterne

4-Sterne

📖 Rezension zu: „Die neuen Paten“ von Jürgen Roth

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Lässt mich zwiegespalten zurück…

Dieses Werk soll aufzeigen, wie Trump, Putin, Erdogan, Orbán & Co als die „neuen Paten“ regelrechte „Mafia-Staaten“ errichten. So bedienen sich die autoritären Machthaber mafiöser Strategien um den Staatsapparat nicht nur zu infiltrieren und zu schwächen, sondern letztlich ganz zu übernehmen. Dabei ist jeder, der die Herrschaft bedroht, als Feind zu betrachten und zu behandeln.

Das Buch ist in Kapitel zu den jeweiligen Politikern unterteilt. Im Anschluss daran findet sich auf den Seiten 271 bis 304 das Quellenverzeichnis. Auf mich machte es den Eindruck, als sollte jede Aussage gut belegt werden – auch wenn dies zum Teil mithilfe von anderen Werken des Autors, Bild-Artikeln sowie Facebook-oder YouTube-Links geschieht. In meinen Augen ist dies etwas schade, da ich mich mehr über weniger und dafür durchweg seriöse Quellen gefreut hätte.
Generell, empfand ich das Buch als anstrengend zu lesen, obwohl mich die Thematik sehr reizte. Oft beeinhaltete ein einzelner Abschnitt bereits derart viele, mir nicht geläufige Namen (über die ich mich vorm Weiterlesen dann erst etwas informieren wollte), dass von einem Lesefluss kaum zu sprechen war. Auch erdrückten mich die vielen Hochrechnungen (oder besser Schätzungen…?) passagenweise.
Gerade in dem Kapitel zu Donald Trump bestand ein großer Teil aus Informationen, die – zumindest in groben Zügen – mittlerweile geläufig sein sollten (Stichwort Beton). Oder – egal ob es nun letztendlich gänzlich stimmt -, dass Trump „nach Recherchen [der Washington Post] in diesen einhundert Tagen 492 Mal falsche oder irreführende Aussagen gemacht hat. […] Nur an zehn von hundert Tagen habe Trump keine falschen oder irreführenden Aussagen von sich gegeben. An sechs dieser zehn Tagen soll er übrigens Golf spielen gewesen sein“ (S. 39).
Dennoch gab es auch einige sehr interessante Informationen. Besonders bemerkenswert waren einige Zitate, beispielsweise eines von Seehofer, der über Trump lobend sagte:
„Er setzt mit Konsequenz und Geschwindigkeit seine Wahlversprechen Punkt für Pukt um. In Deutschland würden wir da erst mal einen Arbeitskreis einsetzen, dann eine Prüfgruppe und dann noch eine Umsetzungsgruppe“ (S.16). Bei manchen, nicht vom Autor getroffenen, Aussagen hätte ich am liebsten aufgeschrien. Auch, etwas genauer den schier überall praktizierten Nepotismus vor Augen geführt zu bekommen, war beeindruckend. Denn dieser findet sich keineswegs nur bei Trump, der öffentlich bekennt, Vetternwirtschaft zu mögen (S.42).

Mich lässt das Buch zwiegespalten zurück, da ich einerseits die Thematik als äußerst wichtig, die Umsetzung aber zum Teil als nicht gelungen erachte. Sehr dichte Passagen wechseln sich mit eher lockeren und weniger wissenschaftlichen Abschnitten ab.

Ich vergebe daher 3 Sterne

3-Sterne

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📖 Rezension zu: „Der Untertan“ von Heinrich Mann

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Manns Epochenroman um Diederich Heßling dürfte sich genug Bekanntheit erfreuen, als dass es nicht allzu notwendig ist, auf den Inhalt einzugehen. Zweifellos ist es ein bemerkenswertes Werk, das einem passagenweise einiges abverlangt.

Hier wurde „Der Untertan“ von Heinz Drache, Helga Zeckra, Guste Daimchen und weiteren Sprechern vertont.  Einerseits sorgt dies für reichlich Abwechslung, andererseits empfand ich es gerade anfangs als verwirrend. Während der 350 Minuten Laufzeit musste ich regelmäßig Pausen einlegen, da das Zuhören durchaus anstrengend wird. Dies liegt allerdings sicherlich zu großen Teilen an dem vertonten Werk selber, sodass ich dieses Hörbuch jedem, der die Erzählung abwechslungsreich vorgetragen bekommen möchte, empfehlen kann.

Ich vergebe 4 Sterne

4-Sterne

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📖 Rezension zu: „Die Geschichte des Wassers“ von Maja Lunde

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Wichtiges Thema!

In diesem Werk werden zwei unterschiedliche Erzählungen miteinander verwoben. Die eine Handlung spielt sich in Norwegen im Jahr 2017 ab, als die beinahe 70jährige Signe versucht – Umweltaktivistin, die sie ist – versucht, das Klima zu retten. Kurz zuvor ist sie in ihre Heimat zurückgekehrt und musste erschrocken feststellen, dass ein nahe gelegener Gletscher abgebaut wird um das Eis für perfekte Cocktails feiner reicher Leute zu verkaufen.
Der zweite Handlungsstrang beschäftigt sich mit David und seiner Tochter Lou, die sich beide auf der Flucht befinden. Denn ihr Zuhause in Südfrankreich ist im Jahre 2041 nicht mehr bewohnbar – jahrelang fiel kein Regen mehr; es herrscht große Wassernot. Ihre restliche Familie haben sie während ihrer Flucht verloren und hoffen, sie bald wiederzufinden.

Die beiden Geschichten werden mit kurzer und prägnanter Sprache erzählt und wechseln sich ab. Manchmal waren diese Wechsel es für mich etwas schwierig, da ich mich gerade in den anderen Erzählstrang eingelesen hatte. Allerdings verleiht diese Verknüpfung an mancher Stelle auch Spannung. Leider konnte ich mit den Charakteren nur schwer warm werden, was meinen Lesefluss stark beeinflusst hat. Sehr gut haben mir auf der anderen Seite jedoch die Beschreibungen der Umweltkatastrophen gefallen: Welche verheerenden Auswirkungen kann unser Konsumverhalten haben? Gerade bei der in der Zukunft spielenden Geschichte, ist die Tragik der Familie stets spürbar und rüttelt einen wach. Außerdem wird sehr einleuchtend wie auch alarmierend beschrieben, wie der Wassermangel zu Kriegen und weiteren Katastrophen führt.

Alles in allem kann ich dieses Buch weiterempfehlen. Manchmal hat mir etwas Spannung gefehlt und die Charaktere konnten nicht alle meine Sympathie gewinnen, doch halte ich die Botschaft des Buches für außerordentlich wichtig und ich denke, dass sich ein jeder mit den Auswirkungen unseres Verhaltens auf die Umwelt auseinandersetzen sollte. Da es sich bei „Die Geschichte des Wassers“ um den zweiten Teil des „Klima-Quartetts“ handelt, bin ich gespannt auf die anderen Bücher, die ich sicherlich noch lesen werde.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen

4-Sterne

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📖 Rezension zu: „Superfood – Heimische Wildpflanzen“ von Karin Greiner

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Superfood – direkt vor der eigenen Haustür!

Wer Pflazenpower für Detox, Anti-Aging, Immunboosting oder Wellness sucht, muss kein Geschäft aufsuchen, denn vieles wächst so auch vor der eigenen Haustür. Dieses Buch zeigt 28 Wildpflanzen zum Selbersammeln, Inhaltsstoffe und ihre Wirkweise auf den Körper, bietet herzhafte und süße Rezepte mit Wildkräutern und -früchten. Dabei stehen Regionalität und Saisonalität im Vordergrund.

Was mich an diesem Buch schwer beeindruckt hat, sind die unfassbar abwechslungsreichen Rezepte: Ob Brombeer-Flammkuchen, Fichtenspitz-Eis, Kartoffelplätzchen, Kleeblütensahne, vegetarischer Nussbraten, Rotkleesprossen ziehen, alkoholfreier Schlehenpunsch oder Vogelbeer-Chutney – die Möglichkeiten scheinen schier unbegrenzt. So wird man ans Experimentieren gebracht und lernt heimische Wildpflanzen von den unterschiedlichsten Seiten kennen.
Außerdem unterscheidet ein weiteres Detail dieses Buch von anderen Wildpflanzenbüchern, die ich bisher kenne. Normalerweise sind derartige Bücher in einen Teil zu den Pflanzenportraits und einen zu den Rezepten gegliedert – hier wechselt sich dies jedoch ab. Erst wird die jeweilige Pflanze vorgestellt und dann das entsprechende Rezept angefügt. Das ist sehr praktisch, da man nicht nachblättern muss, welches Rezept wozu gehört und welche Kräuter man wofür sammeln muss. Zudem sind die vorgestellten Pflanzen nach Jahreszeiten sortiert, was ich auch für sehr sinnvoll halte und die (Vorrats-)Planung erleichtert.
Insgesamt ist dieses Werk sehr ansprechend gestaltet und es sind viele vegane, laktose- oder glutenfreie Rezepte vorhanden, sodass jeder etwas für sich passendes finden dürfte. Man findet wunderbar übersichtliche Vorstellungen mit detaillierten Beschreibungen zu den einzelnen Wildpflanzen, sodass absolut nichts schief gehen kann.

Somit ist hier auf 127 kompakt das Wichtigste vorgestellt und Dank des Formates ist es perfekt für die Handtasche oder den Rucksack geeignet.
Von mir gibt es daher eine ganz klare Empfehlung und 5 Sterne!

5-Sterne

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📖 Rezension zu: „Naturkosmetik einfach selbst gemacht“ von Cosima Bellersen Quirini

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Gute Erklärungen!

Cosima Bellersen Quirini konnte mich mit ihren vorherigen Büchern absolut überzeugen, sodass diese zu einem geliebten Bestandteil meines Bücherregals zählen. Als ich dann auf ihr Buch zu Naturkosmetik stieß, war ich sehr gespannt. Zu wissen, was in der verwendeten Kosmetik enthalten ist, wünschen sich wie ich mittlerweile viele Verbraucher. Dass das Selbermachen gar nicht so aufwendig, kompliziert oder teuer ist, ist den meisten jedoch nicht bewusst. Und dann gibt es ja noch einen weiteren sehr wichtigen Faktor: Es macht richtig Spaß.

Das Beste aus der Natur gibt es in diesem Buch in verschiedenen Bereichen: Gesicht und Augen, Lippenpflege, Körperpflege und -reinigung, Baby- und Kinderpflege, Haarpflege, Hände und Füße, Zahnpflege, Sonnenschutz, Wund- und Heilsalben sowie Seifen. 170 Rezepturen, welche individuell auf die eigenen Bedürfnisse abwandelbar sind, werden gezeigt. Bei den einzelnen Rezepten finden sich Tabellen mit verschiedenen Hauttypen oder Ähnlichem, damit sich die Produkte leicht anpassen lassen. Dagegen hat Kosmetik von der Stange keine Chance. 😉 Außerdem werden die wichtigsten Bestandteile vorgestellt, was animiert, selber frei zu experimentieren. Durch die ausführlichen Beschreibungen der Rohstoffe zum Schluss, lernt man zudem, welche Wirkung welcher Inhaltsstoff hat und kann selber Kombinationen zusammenstellen.
Allerdings muss ich gestehen, dass ich bei einzelnen Zutaten das Gefühl hatte, dass sie eher hip und trendy als wirklich im Sinne der einfachen Naturkosmetik wirklich von Nöten sind – z. B.: Mangobutter, Wollwachsalkohole, Ceralan, Tegomuls, Fluidlecithin Super – hiervon werden nur minimalste Anteile benötigt, doch die Spannbreite der exotischen Inhaltsstoffe ist vielfältig. Manchmal wurde ich von solchen Inhaltsstoffen vom Nachmachen abgeschreckt.

Alles in allem ist dies ein sehr ansprechendes Buch, in dem von Grundauf erklärt wird, was man bei der Herstellung eigener Kosmetik beachten sollte. Dass man verstehen lernt, welche Inhaltsstoffe welchen Effekt erzielen, halte ich für eine der Stärken dieses Werkes. Auch die Möglichkeit, die Produkte genau an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, gefällt mir sehr. Schade finde ich hingegen die teilweise exotischen Zutaten, bei denen ich mir nicht wirklich sicher bin, ob sie in dieser Art tatsächlich von Nöten sind. Von mir gibt es daher 4 von 5 möglichen Sternen!

4-Sterne

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📖 Rezension zu: „Gesunde Füße step by step“ von Katy Brownman

Gesunde Füße - step by step

Kleine Übungen, die viel bewirken!

Dass Rücken-, Hüft- und Knieschmerzen ein Resultat von Fußproblemen sein können, ist durchaus bekannt. In diesem Buch zeigt Katy Brownman nun aber, dass es nie zu spät ist, um wieder zu gesunden Füßen zu kommen. Dafür gibt sie einem 12 Übungen an die Hand, die vielen Leiden Linderung schenken.

Zu Beginn findet man eine Art „Bestandsaufnahme“ der eigenen Füße. Ehrlich gesagt war diese für mich etwas niederschmetternd. Eine Laolawelle mit den Zehen sollte beispielsweise problemlos machbar sein – bei mir… Reden wir nicht drüber 😀 Aufbauend auf den verschiedenen Erkenntnissen dieses Kapitels, folgen dann die Hilfestellungen. Der Autorin geht es nicht nur um Übungen, sondern auch um das richtige Schuhwerk, da dieses zentral ist. So gibt es eine Darstellung der Anatomie gesunder Füße und einen Extrateil zum Finden des richtien Schuhwerks für Schwangere, Senioren oder Kinder.
Die Übungen sind nicht kompliziert oder weit ausholend, aber dennoch wirksam. Sie lassen sich bequem Zuhause oder teilweise auch unterwegs gut umsetzen.
So erhält man auf 120 Seiten einen tiefen Einblick und eine Vielzahl an Denkanstößen und Hilfestellungen.

Ein – wie ich finde – viel zu unbeachtetes Thema, dass hier wunderbar behandelt wird. Fünf Sterne!

5-Sterne

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📖 Rezension zu: „Terror“

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Nicht zu unterschätzen!

Grob dürfte mittlerweile ein jeder die Handlung kennen, da das Theaterstück viel diskutiert worden ist: Als ein Terrorist ein Flugzeug der Lufthansa kapert und die Piloten zwingt, auf die menschengefüllte Allianz-Arena in München zuzusteuern, stellt sich die Frage, ob und wenn ja, wie man eingreifen darf oder sogar muss. Gegen den Befehl seiner Vorgesetzten schießt ein Kampfpilot der Luftwaffe – Lars Koch – das Flugzeug ab. Alle 164 Passagiere sterben, jedoch bleiben die 70.000 Besucher des Stadions am Leben. Dass von seinen Vorgesetzten kein Kommando erteilt wurde, hatte allerdings seine Gründe… Und so muss sich der Pilot vor Gericht verantworten – sowohl für seine Schuld als auch für seine Freisprechung gibt es zahlreiche Argumente und Regelungen. Ob er letztendlich verurteilt wird, liegt am Publikum, welches die Rolle der Schöffen einnimmt, oder am Leser.

Ich war sehr gespannt auf das Buch, da ich von dem Theaterstück nur gehört hatte und mir nun gerne ein eigenes Bild machen wollte. Tatsächlich lohnt es sich ausgesprochen, das Buch zu lesen – auch wenn man meint, die Dilemma-Situation ja bereits zu kennen. Die vielen Details, gesetzlichen Vorgaben und Alternativmöglichkeiten kann man unmöglich anders erfahren. Im Buch finden sich beide Enden – die Verurteilung und die Freisprechung -, während im Theaterstück das von der Mehrheit gewählte Ende aufgeführt wird. Sehr interessant finde ich hier, dass eine Internetseite betrieben wird, auf der man die weltweit gewählten Enden auf einer Karte sehen kann. So wird in Europa fast ausschließlich die Freisprechung und in asiatischen Ländern die Verurteilung gewählt.
Das Buch endet mit einer Rede von Schirachs zu Charlie Hepdo, die mich ebenfalls fesseln konnte. Generell hat der Autor mich mit diesem Werk wieder vollkommen in seinen Bann ziehen können. Das Buch hatte ich in kürzester Zeit beendet ohne eine Pause eingelegt zu haben. Dabei ist es wahrlich keine leichte Kost: Kann man ein Leben gegen ein anderes aufwiegen? Sollte man nicht zunächst alle Möglichkeiten ausprobieren, bei denen niemand zu Tode kommt? Wie bindend ist das Gesetz und macht man die Menschen, über die man in solchen Situationen entscheidet nicht zum Objekt? Was ist mit ihrer, im Grundgesetz festgehaltenen, unantastbaren Würde?

In meinen Augen ist dies kein überschätztes Werk. Ganz im Gegenteil halte ich es für äußerst wichtig, es gelesen und sich mit dem Thema ausführlich befasst zu haben. Es vermittelt nicht nur eine Sensibilität für (politisches) Handeln in schwierigen (Terror-)Situationen, sondern zeigt auch auf, welche Grundsätze unseren Staat zusammenhalten. Auch macht es bewusst, wie fatal vorschnelle Beurteilungen offenscheinig simpler Situationen sind. Ich kann „Terror“ nur weiterempfehlen!

5 von 5 Sternen!

5-Sterne

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📖 Rezension zu: „Alles über Hühner“ von Hervé Husson

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Wird dem Titel definitiv gerecht!

Vorne weg: Mich hat schwer beeindruckt, wie viel Wissen mit diesem Buch vermittelt, wie viele Themen behandelt und wie anschaulich diese erklärt werden. Wer damit liebäugelt, Hühner zu halten, dürfte mit diesem Buch bestens beraten sein.

Nun aber zum Inhalt: Wie bereits erwähnt, umfasst dieser eine Vielzahl an Themenbereichen. So findet man im Kapitel „Gut vorbereitet für die Hühner“ Fragen, die einen in der Planungsphase beschäftigen – wie beispielsweise, ob man Hühner halten darf oder wie viele. Hier sind die 12 häufigsten Fragen erläutert und es gibt tolle Anleitungen dazu, wie man einen Hühnerstall bauen und einrichten kann.
In „Hühnerrassen erkennen“ findet man eine Vorstellung verschiedener Hühnerrassen von „A wie Araucana bis H wie Hybridhühner“ – die Beschreibungen umfassen dabei jedoch nicht nur Informationen zu Körperbau, Legeleistung und Alterserwartung, sondern beispielsweise auch zu Charaktereigenschaften.
„Der Alltag mit Hühnern“ wird im Anschluss daran beschrieben. Ob die Visite im Hühnerstall, die Fütterung, der Auslauf, die Verträglichkeit mit anderen Tieren oder was sonst im Alltag an Schwierigkeiten oder Fragen auftauchen kann, wird hier erläutert.
Das nächste Kapitel, „Richtiger Umgang und Pflege der Hühner“, ist auch sehr hilfreich und verständlich. Themen wie Hygiene, Pflege, Krankheiten, Hühner-Hausapotheke oder Verhaltensauffälligkeiten sollten schließlich nicht vernachlässigt werden.
Außerdem dabei sind die Kapitel „Einen nachhaltigen Hühnerbestand aufbauen“ – also die Brut und den Geflügelbestand zu erneuern -, „So schützen Sie ihr Geflügel“ – hier geht es um Raubtiere und wirksame Schutzvorrichtungen – und „Vom Hühner- zum Geflügelhof“, in welchem erklärt wird, wie man den Geflügelbestand erweitert, welche verschiedenen Tiere sich noch anbieten und was es zu beachten gibt. Im Anschluss folgen das Glossar und Register.

Auffällig ist die beeindruckende Qualität des Buches: In dem Buch finden sich 325 Fotogafien und 45 Zeichnungen. Aber auch inhaltlich lässt es keine Wünsche offen. Die Steckbriefe zu den einzelnen Hühnern sind äußerst hilfreich und umfassen unter Anderem Eierfarbe, -größe, -gewicht, Legeleistung, Statur, Herkunftsgebiet, Fleischqualität, Brutverhalten, Charakter und Haltung. Ganz begeistert bin ich zudem von der Anleitung zum Aufbau eines Hühnerstalls und dessen Einrichtung. Auch, dass erklärt wird, wie man noch um weitere Tiere erweitern kann – wenn man also geflügelsüchtig wird – finde ich ganz famos.

Insgesamt widmet sich das Buch dem Thema Hühner ganzheitlich und auf hohem Niveau, sodass keinerlei Fragen offen bleiben. Von mir gibt es daher 5 Sterne und eine ganz klare Empfehlung an jeden, der überlegt, Hühner zu halten, aber auch an jene, die bereits ihr eigenes Geflügel halten.

5-Sterne

 

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📖 Rezension zu: „Beim Morden bitte langsam vorgehen“ von Sara Paborn

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Famoser Humor!

„Die Ehe ist ein Krieg. Ist es da nicht logisch, dass sie auch so endet wie alle Kriege? Einer stirbt!“
39 Jahre Ehe mit Horst – nun reicht es Irene. Als die Bibliothekarin auf die Vorhang-Bleibänder ihrer Mutter stößt, kommt ihr eine geradezu revolutionäre Idee: Wie wäre es wohl, wenn sie endlich wieder die Kontrolle über die Fernbedienung erhielte, sich nicht mehr mit gefühlskalten Sticheleien rumschlagen oder mit ihren Büchern vor Horsts Musikleidenschaft in den Keller fliehen müsste? Als sie in einem alten Buch ein Rezept für giftigen Bleizucker entdeckt, ist ihr Interesse mehr als geweckt.
In einem Notizbuch ihrer Mutter dokumentiert sie akribisch ihre Experimente und erzählt von Erinnerungen aus der Zeit vor und während der Ehe. Von weniger aufmerksamen Geburtstagsgeschenken, den alltäglichen Sticheleien und was ihr in dieser Zeit des Umbruches noch ins Gedächtnis kommt.

Für mich absolut beeindruckend ist die unglaublich sympathische Protagonistin: Als Bibliothekarin liebt sie es, zu lesen, sie mag die Ruhe und pflanzt gerne eigenes Obst und Gemüse an. Sie träumt nicht nur von einem eigenen Gewächshaus sondern auch vom Leben auf dem Land.
Während der Lektüre ist mir Irene sehr ans Herz gewachsen und sie tat mir mit ihrem Ekelpaket von Mann wirklich leid. Sehr spannend war es auch, ihre Gedanken und vielen Fragen zu verfolgen: Wie werden ihre beiden erwachsenen Kinder damit umgehen, wenn der Vater verstorben sein sollte? Wird Irene auffliegen? Funktioniert ihre Methode überhaupt? Und wird sie ihren Plan durchsetzen oder fallen lassen?

Praktische Geburtstagsgeschenke (wie seniorengerechte Messer) oder Gefühlsausbrüche wie „Ich mag dich doch“ – wer kennt sie nicht? Horst scheint mit dem Fernsehsessel verwachsen zu sein, genauso wie mit der Fernbedienung. Von seinem früheren Aussehen ist auch nicht mehr viel geblieben, er ist geradezu konturenlos. Gefühlsduselei ist nichts für ihn, er hält sich eher an Fakten oder an das, was logisch ist. Außerdem verdrängt er Irene mitsamt ihren Büchern immer weiter aus dem gemeinsamen Haus (in den Keller). Mehr Wertschätzung geht ja kaum… Wer könnte mit Irene nicht mitfühlen oder keine Tränen lachen angesichts der köstlichen Beschreibungen?
Häufig sind letztere herrlich sarkastisch – Freunde des schwarzen Humors werden an diesem Werk ihre Freude haben. Die Kapitel werden durch Zitate eingeleitet – wie einer Definition der Ehe – welche beendet wird, wenn einer der Partner verstirbt; geradezu eine Aufforderung für Irene!

Für mich war dies ein Lesehighlight – innerhalb weniger Stunden hatte ich dieses bezaubernde Werk verschlungen und ins Herz geschlossen. Von mir gibt es daher eine ganz eindeutige Leseempfehlung – egal ob man selbst auch einen Horst Zuhause hat oder nicht! 😉

5 von 5 Sternen!

5-Sterne

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📖 Rezension zu: „Tabu“ von Ferdinand von Schirach

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Konnte meine Erwatungen nicht erfüllen…

Als Sebastian von Eschburg noch ein Kind war, beging sein Vater Selbstmord. Von dem Moment als er seinen toten Vater auffand an, ist nichts mehr wie es war. Eschburg flüchtet sich zunehmend in die Kunst – von einem Fotografen lernt er das Kunstwerk, er saugt geradzu alles Wissen auf, und macht sich selbstständig. In seinen Bildern versucht er, die Wirklichkeit abzubilden: Einsamkeit, die Jahre, die an Körpern nagen, Sex, Makel, Schönheit – unverblümt. Mit der Zeit macht sich der Künstler einen Ruf, seine Installationen schockieren und faszinieren gleichermaßen.
Doch dann wird er des Mordes an einer jungen Frau angeklagt. Alles wirkt bizzar, unzusammenhängend und undurchdringbar. Auch die Leiche der Frau ist spurlos verschwunden… Nichtsdestotrotz schreiten die Ermittlungen immer weiter voran und schon bald zeigen sich erste Anhaltspunkte.

Der Anfang der Erzählung vermochte mich sehr zu fesseln, da mir das Schicksal Sebastian von Eschburgs äußerst nahe ging. Schon alleine was er von seiner Mutter und deren neuen Freund erleiden musste, ist schlimm genug. Zudem haben mir die Beschreibungen seiner Tätigkeit als Anfänger im Bereich der Fotografie gefallen, da sein Herumexperimentieren mit verschiedenen Blenden, Belichtungszeiten und so weiter nicht nur ihn, sondern auch den Leser fasziniert. Allerdings war die Lösung des Falles sehr offensichtlich und für mich absolut keine Überraschung. Diese Vorhersehbarkeit sorgte auch dafür, dass mir Eschbach bereits recht schnell unsympathisch wurde und mein Mitgefühl schwand.

Insgesamt handelt es sich um ein interessantes Werk mit vielversprechendem Beginn, vorhersehbarem Ende und schönem Schreibstil. Da die Lösung des Falles allerdings wenig überzeugend war, vergebe ich 2,5 von 5 Sternen!

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📖 Rezension zu: „Gert Westphal liest Johann Wolfgang von Goethe“ von Johann Wolfgang von Goethe

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Ansprechende Werke weniger ansprechend gelesen…

Als ich auf diese Kollektion aufmerksam wurde, war ich von der Zusammenstellung der Werke sehr angetan – auf 6 mp3-CDs mit einer Laufzeit von 63h 45 finden sich zahlreiche Werke Goethes. So umfasst die große Höredition Goethes „Autobiografie Dichtung und Wahrheit“, den Reisebericht „Italienische Reise“, „Die Leiden des jungen Werthers“, das Versepos „Reineke Fuchs“, die Gedichtsammlung „West-Östlicher Diwan“, eine umfangreiche Sammlung an Gedichten und Balladen sowie Goethes Gespräche mit Zelter und Eckermann. Kurz um: Meine Neugierde war mehr als geweckt.
Gelesen von Gert Westphal, reizte mich das Hörbuch noch mehr, da mir sein Name zwar durchaus ein Begriff ist, ich jedoch zuvor noch keine seiner Lesungen gehört habe. Beschrieben wird er als „großer Goethe-Interpret“ oder „König der Vorleser“, der es vermag, den Worten Goethes Lebendigkeit einzuhauchen und ihren Charakter zu unterstreichen. Ein Grund mehr also, sich auf das Hörerlebnis zu freuen, dachte ich.

Die Zusammenstellung der Werke halte ich für sehr gelungen – für Goethe-Liebhaber findet sich hier ein breit gefächertes Angebot verschiedener Genre, Epochen und Thematiken. Meiner Meinung nach ist es gelungen, bei dieser Kollektion ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen. Allerdings, und das finde ich äußerst schade, kann ich mich den Huldigungen gegenüber dem Sprecher absolut nicht anschließen… Möglicherweise waren meine Erwartungen nach den vielversprechenden Ankündigungen auch etwas hoch – aber was ich dann zu hören bekam, war mir eher ein Graus als ein Genuss… Mir ist es noch immer ein großes Rätsel, wie man beim Lesen des Zauberlehrlings nicht im Metrum bleiben kann… Die mal 3-, mal 4-hebigen Trochäen verleihen dem bekannten Werk einen solch eingängigen Rhythmus, den sich doch eigentlich niemand zu entziehen vermag, dass man als (Vor-)leser nur so durch die Verse wallt. Selbst bei Versuchen, den Zauberlehrling als Rap zu adaptieren, blieb das Versmaß erhalten, das für das Werk doch auch so wichtig ist. Bei Westphals Lesart ging die schöne Dynamik des Werkes vollkommen verloren, man selbst war gedanklich im Werk schon weiter, auch die unbetonten Kadenzen wurden ungeachtet gelassen. Darüber hinaus sind hier in meinen Augen die Klangstruktur und semantische Ebene so eng verwoben, dass eine derart andere Betonung nicht nur das Klangbild verändert, sondern auch für gravierende Verschiebungen auf der Bedeutungsebene sorgt. So war das Lautbild ein ganz anderes – ja, Westphal hat dem Werk „Charakter“ verliehen, doch ich wage zu bezweifeln, dass eben dieser der gemeinhin auf Begeisterung stoßende ist. Bei dieser Ballade ist es mir besonders schmerzlich aufgefallen, doch auch bei anderen Werken Goethes wird immer wieder an für mein Empfinden unpassenden Stellen die Stimme erhoben, eine Betonung gesetzt, eine Pause eingelegt, die Stimmhöhe gewechselt und so weiter.
Da ich mich beim Hören gedanklich so sehr an der Sprechart des Vorlesers aufgehalten habe, konnte ich mich auf die Werke selber leider nicht konzentrieren.

So lässt mich diese Kollektion etwas ratlos zurück: Eine wirklich tolle Auswahl an Werken auf der einen, aber eine für mein Empfinden wenig gelungene Präsentation dieser auf der anderen Seite. Goethe- und Westphal-Fans werden sicherlich ihre Freude haben, wenn man allerdings an Gert Westphals Art nicht sonderlich viel Gefallen findet, löst sich ein guter Teil des Hörvergnügens einfach auf.

Daher vergebe ich – noch immer etwas zwigespalten – 2 von 5 Sternen

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📖 Rezension zu: „Heilkräuter – Überliefertes Wissen für Hausapotheke und Küche“ von Elfie Courtenay

Altes Wissen nutzen – empfehlenswert!

Das Wissen unserer Vorfahren zu nutzen und auf die Kräuter, welche uns die Natur gibt, zurückzugreifen, wird heutzutage wieder Wunsch vieler Menschen. Deswegen gibt die Kräuterpädagogin Elfie Courtenay viele Informationen zur kulturhistorischen Entwicklung von Kräuterbrauchtum sowie Volksmedizin und portraitiert mehr als 70 Pflanzen mitsamt ihrer Inhaltsstoffe und Wirkungen, stellt somit über 250 Anwendungen und Rezepte für die eigene Hausapotheke und Küche vor.
Das Buch ist in die Einführung und die Kapitel „Volksmedizin und Kräuterbrauchtum“, „Belege aus der Vergangenheit“, „Typische Bräuche von einst ins Heute“, „Heilkräuter von A bis Z“ sowie den Anhang mit giftigen und geschützten Heilpflanzen, Wirkstoffen, Bezugsquellen und Begriffserklärungen unterteilt.

Die einzelnen Heilpflanzen werden äußerst ansprechend vorgestellt: Erkennungsmerkmale, verwendete Pflanzenteile, Sammelzeit sowie wichtige Inhaltsstoffe lassen sich stets in einem blauen Kästchen unter einer Fotografie der entsprechenden Pflanze auf einen Blick ablesen. Zudem finden sich eine Beschreibung, welche Eigenschaften, Geschichtliches oder Orte, an denen man die Pflanzen entdecken kann, eine Erklärung von Verwendungsmöglichkeiten, Nebenwirkungen, Rezepte, mögliche Verwechslungsgefahren sowie viele Abbildungen.

Mich hat das Buch angesprochen, denn auch wenn meiner Auffassung nach womöglich nicht so viele Heilkräuter wie in anderen Büchern zu dem Thema vorgestellt werden, ist die Beschreibung dieser doch sehr ausführlich. Zudem erhält man nicht nur Wissen zu den einzelnen Pflanzen, sondern zur Verwendung von Kräutern als Medizin im Allgemeinen, sodass man Heilkräuter besser einzuordnen weiß. Ich habe die Lektüre dieser einführenden Kapitel als spannend empfunden und würde das Buch weiterempfehlen.

4,5/5 Sternen

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📖 Rezension zu: „Brennnessel – Rezepte für Vitalität, Schönheit und Genuss“ von Gabriele Bräutigam

Brennnessel

Sehr hilfreich und mit tollen Rezepten!

Seit einer ganzen Weile nun sind die Superfoods auf der Überholspur und haben mittlerweile ihren festen Platz in Kochbüchern gefunden. Doch sind die meisten gängigen Superfoods wie Cranberrys oder Chia-Samen teure Produkte, die von weit her importiert werden. Dabei gibt es die gefragten Superfoods auch heimisch – regional und saisonal. Oft werden sie einfach vollkommen unterschätzt – so zum Beispiel die Brennnessel. Wissenschaftliche Studien zeigen nämlich, dass sie unser wertvollstes heimisches Blattgemüse darstellt und mit Höchstwerten an Eisen, Eiweiß und Chlorophyll zu punkten vermag. Positiv soll sie sich daher auf die Beweglichkeit der Gelenke, Entgiftung, Stärkung des Immunsystems, die Potenz, Haut und Haar auswirken und bei Allergien, Hautproblemen, Stress und Burn-Out helfen.

In dem Buch findet man 43 vegetarische und vegane Rezepte, die klar zeigen, wie lecker und abwechslungsreich Brennnesseln zubereitet werden können. Das Buch gliedert sich in die Kapitel „Wissen“, „Praxis“, „Ernährung“, „Gesundheit“, „Schönheit“ sowie den Anhang. Was mir hier bereits sehr gefällt ist, dass erst im dritten Kapitel die Rezepte folgen weil man zuvor erst Wissenswertes erfährt zu den Inhaltsstoffen oder auch der Verarbeitung. Dennoch finden sich auch innerhalb dieser einleitenden Kapitel bereits Anleitungen zum Beispiel zu verschiedenen Kuren, Selbstversorger-Tipps, der richtigen Ernte (- dem schmerzfreien Pflücken 😉 und rohen Naschen) und so weiter.
Ausgesprochen ansprechend ist meines Erachtens zudem die Tabelle zur Brennnessel in den Jahreszeiten sowie jene zur Verarbeitung und Vorratshaltung, welche die wichtigsten Basiskomponenten im Überblick zeigt. Die daraufhin folgenden Küchentipps runden das Bild ab und bereiten perfekt auf die Rezepte vor.
Besonders gut haben mich die Rezepte „Frühlingskräutersuppe ‚Grüne Neune'“ (S.50), „Frittierte Brennnesselblätter“ (S. 54), „Ziegenkäse in dreierlei Nesselkleid“ (S. 60), „Mini-Brennnessel-Quiche mit Sauerrahm“ (S. 62), „Brennnessel-Snacks à la Sushi“ (S. 64) und „Veggie-‚Grillwürste'“ (S. 90) angesprochen. Aber auch die anderen Rezepte haben mein Interesse geweckt, sodass ich es gar nicht mehr abwarten kann, dass die Brennnesseln endlich wieder sprießen.
Die Rezepte sind sehr verständlich und gut strukturiert gestaltet und bestens erklärt. So beispielsweise bei den Gnocchis, da hier eine Doppelseite extra erklärt wie man diese an sich am besten zubereitet – mit vielen Fotografien und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Tinkturen, Smoothies und Kuren vermisst man in diesem Werk selbstverständlich keineswegs, sodass wirklich keine Wünsche offen bleiben.

Alles in allem bin ich mit diesem Buch mehr als zufrieden!

Von mir gibt es daher eine ganz klare Empfehlung und 5 Sterne!

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📖 Rezension zu: „Der Fall Collini“ von Ferdinand von Schirach

Der Fall Collini

Überraschend.

Der junge Anwalt Caspar Leinen übernimmt als ersten richtigen Auftrag die Pflichtverteidigung für einen älteren, zuvor unbescholtenen Mann, der vierunddreißig Jahre als Werkzeugmacher bei Mercedes gearbeitet hat. Der erstaunlich große Italiener hat in einem Berliner Luxushotel einen alten Herrn – scheinbar grundlos – getötet. Zu seiner Motivation schweigt er beharrlich, leugnet jedoch zu keinem Zeitpunkt seine Tat.
Das Opfer ist ein deutscher Industrieller, welcher hoch angesehen war und den Leinen noch aus seiner Kindheit kennt. Denn Heinz, das Opfer, war der Großvater von Leinens bestem Freund. So ergeben sich immer mehr Schwierigkeiten für den Anwalt: Seine emotionale Involviertheit, dass er die Verbliebenen schon Jahre kennt, dass sein Mandant nichts zu seiner Verteidigung sagt und überhaupt die Umstände der Tat vollkommen im Dunkeln liegen.
Leinen beginnt daher mit eigenen umfassenden Nachforschungen, sodass sich Stück für Stück ein stimmiges – und erschreckendes – Gesamtbild zusammenfügt.

„Der Fall Collini“ ist ein sehr beeindruckendes Werk, da man anfangs genauso sehr im Dunkeln tappt wie Leinen selbst und erst Stück für Stück zu verstehen beginnt, worum es eigentlich geht. Dabei erfährt man einiges über den Ablauf von Strafprozessen und lernt aufgrund der Recherche Leinens aus weiteren Bereichen, welche ich um nichts zu verraten nicht nennen werde, dazu. Meisterhaft erzählt wird die Lektüre nie langweilig oder zäh, sondern liest sich an einem Stück und zieht den Leser von der ersten Seite an in den Bann. Allerdings eignet sich dieses Buch wegen seiner Thematik und den vielen Informationen mit denen man konfrontiert wird, keineswegs für ein Lesen zwischendurch.

Von mir gibt es auch für dieses Werk von Ferdinand von Schirach volle 5 Sterne!

5-Sterne

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📖 Rezension zu: „Schuld“ von Ferdinand von Schirach

https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/von_Schirach_FSchuld_v2_171773.jpg

Seine Werke haben Suchtpotential!

In diesem Buch werden 15 Geschichten erzählt, welche die Frage nach Schuld ins Wanken bringen. Kann man tatsächlich jemandem die Schuld zuschreiben? Gibt es immer mehrere Schuldige? Und wioe sieht es dann mit Gut und Böse aus?

Einige der Geschichten sind mir wirklich extrem nahegegangen… Besonders bei „Einsam“, in der es um Larissa geht, die nach einer Vergewaltigung ihre Schwangerschaft nicht bemerkte und völlig unter Schock das Neugeborene sterben ließ, musste ich zahlreiche Pausen einlegen und das Werk erst mal eine Weile beiseite legen… Auch bei der Geschichte um den Internatsschüler Henry, welcher von selbsternannten Illuminaten in einer Spirale von Demütigungen und Gewalt beinahe ermordet wird, habe ich mich fragen müssen, wozu Menschen alles in der Lage sind…
Diese Frage hat mich eigentlich durch das gesamte Buch begleitet, da der Autor einen schonungslos an menschliche Abgründe führt und den Blick immer wieder auf die Schuldfrage richtet.
Jene ist (leider?) nicht annähernd so leicht zu beantworten wie man es gerne hätte, so stellt man beim Lesen fest. Deswegen sollte man sich nach jeder einzelnen Erzählung Zeit nehmen, um über das Gelesene nachzudenken und sich des Inhaltes bewusst zu werden.
Des Weiteren lernt der Leser noch einiges Wissenswertes, da der Autor immer wieder Fakten, Erklärungen oder Statistiken in die Geschichten einfließen lässt.
Großartig versteht von Schirach dies alles mit fesselnder Sprach zu verknüpfen.

So ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild und ein sehr empfehlenswertes Buch!

Volle 5 Sterne

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📖 Rezension zu: „Die Würde ist antastbar“ von Ferdinand von Schirach

https://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/von_Schirach_FDie_Wuerde_ist_antastbar_171844.jpg

Beeindruckend!

Auch wenn in unserem Grundgesetz steht, die Würde des Menschen sei unantastbar wird sie tatsächlich jeden Tag angetastet. In diesem Werk finden sich essays, welche präzise Situationen zeigen, in denen die Menschenwürde angetastet wird. Dabei werden unterschiedliche Themen behandelt wie der Fall Kachelmann, die Raucher- und Nichtraucherthematik und so weiter.

Die Texte sind kurz und bündig gehalten, dennoch vermag man als Leser sehr schnell und gut abzutauchen. Meiner Meinung nach ist es sehr spannend, auf welche Bereiche von Schirach aufmerksam macht. Nach dem Lesen habe ich das Gefühl noch etwas sensibler zu sein was das Thema der Menschenwürde betrifft.

Alles in allem handelt es sich um ein sehr kurzweiliges und spannendes Buch, welches man unbedingt gelesen haben sollte. Mit seinen 134 Seiten ist es zwar nicht sonderlich umfangreich, jedoch inhaltlich genug geladen um eine ganze Weile über das Gelesene nachzudenken. Dies war mein erstes Werk von von Schirach und definitiv nicht das letzte.

Von mir gibt es 5 Sterne

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Mystery Blogger Award

Die liebe Jessy von heldenfuereinentag.wordpress.com hat mich für den Mystery Blogger Award nominiert! Ganz lieben Dank! ❤ Ich freue mich wirklich sehr! ❤

Okoto Enigma hat diesen Award kreiert und fasst seine Ziele so zusammen:

WHY DID I CREATE THE AWARD?
„I created the award because there are a lot of amazing blogs out there that haven’t been discovered, yet. And, most of these blogs deserve recognition. For that reason, I decided to create my own award; and nominate people who can also nominate others; and so on. This is one of the best ways to create a friendly community and build a link between bloggers in the blogosphere; as everyone gets nominated and they too can spread the fun by nominating more people for the award.“

WARUM HABE ICH DEN AWARD KREIERT?
„Ich habe den Award kreiert, weil es da draußen so viele wundervolle Blogs gibt, die noch nicht entdeckt wurden, bis jetzt. Und die meisten dieser Blogs verdienen Anerkennung. Deswegen habe ich mich entschieden meinen eigenen Award zu kreieren; und Leute zu nominieren, die dann auch wieder Leute nominieren können, und so weiter. Das ist einer der besten Wege eine freundliche Gemeinschaft und Verbindungen zwischen Bloggern in der Blogsphäre zu schaffen; da jeder nominiert wird und sie den Spaß auch weiterverbreiten können indem sie mehr für den Award nominieren.“ (OKOTO ENIGMA)

Die Regeln:

  • Nenne den Schöpfer des Awards und setze einen Link auf den Blog.
  • Platziere das Award Logo oder Bild in Deinen Post.
  • Danke der Person, die Dich nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Post.
  • Erzähle Deinen Lesern 3 Dinge von Dir selbst.
  • Beantworte die Fragen des Nominierenden.
  • Nominiere selbst 10-20 Blogger.
  • Frage Deine Nominierten 5 originelle Fragen Deiner Wahl.
  • Teile 5 Links zu Deinen besten Blogposts.
  • Benachrichtige Deine Nominierten, indem Du in Ihrem Blog kommentierst.

Drei Dinge über mich sollen es also sein…

  1.  Dieses Jahr bin ich in überwältigender Weihnachtsstimmung und würde mich am liebsten – gerade jetzt da es endlich schneit – in eine Decke gehüllt an die Heizung setzen, eine wohlig warme Teetasse auf der einen und frisch gebackene Kekse auf der anderen Seite, ein Buch auf meinem Schoß und abwechselnd das Schneegestöber draußen betrachten und ganz entspannt lesen. Momentan fehlt mir dazu allerdings etwas die Zeit… *seufz* Nächstes Jahr wird es besser. 😀
  2. Ich würde unheimlich gerne ein Instrument spielen können, allerdings habe ich da ein zu geringes Durchhaltevermögen. Normalerweise kann ich mich in allen möglichen Bereichen stundenlang ganz konzentriert mit einem Thema beschäftigen, aber bei Instrumenten habe ich da so meine Schwierigkeiten. Am Anfang bin ich wunderbar motiviert und freue mich über die Fortschritte, dann kommt aber etwas dazwischen und ich muss „nur eine kleine Pause“ einlegen, die sich dann immer länger zieht… 😀 Und dann kann ich wieder mehr oder weniger von vorne beginnen, weil ich da unglaublich schnell mein zuvor Gelerntes vergesse oder einfach aus der Übung komme.
  3. Ich liebe Taschenuhren! ❤

Jetzt zu den Fragen. 🙂

Was ist dein Lieblingswort?

Endoplasmatisches Retikulum hat meine Mutter mir schon extrem früh beizubringen versucht und alleine deswegen liebe ich es. Nyktophilie, Lichtspielhaus oder Sommerregen gefallen mir aber ebenso sehr. Generell erstöbere ich immer wieder Worte, für die ich mich ganz wunderbar begeistern kann. Überrascht es da, dass ich schon seit ein paar Jahren ein Buch mit wohlklingenden Wörtern führe? 😀 Und eines mit lauter Teekesselchen? ❤

Wenn dein Leben ein Buch wäre, wie würde es heißen?

Bei dieser Frage bin ich sehr ins Grübeln geraten und ich konnte noch immer zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis kommen… 😀 Und bevor ich mich nachher über rohes Geschreibsel ärgere, schweige ich an dieser Stelle vorerst besser. 😀

Das letzte Lied, das du auf Dauerschleife gehört hast?

Choke von I don’t know how but they found me – auch wenn es eigentlich gar nicht meine Musikrichtung ist. 😀

Gibt es etwas, ohne das du nicht bloggen kannst?

Tee! Ganz eindeutig Tee. Und Hintergrundmusik. 🙂 Auch wenn mich letzteres manchmal ablenkt. :o)

Welches Buch sollte unbedingt (gut) verfilmt werden?

Noch so eine schwierige Frage! Hmmm… Ich kann es wirklich nicht richtig sagen… Bei Antonia Michaelis‘ Werken, die ich so unfassbar liebe, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass irgendein Film auch nur annähernd so gut wäre wie mein Kopfkino beim Lesen… ❤ Bei vielen Büchern ist es gerade die Sprache, die mich so bezaubert hat, weswegen bei einer Verfilmung so viel von ihrem Reiz verloren ginge… „Der Gentleman“, der zusammen mit „Willkommen in Night Vale“ zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählt, ist ursprünglich ein Theaterstück und Night Vale ist zu skurril um es filmisch irgendwie umzusetzen… Deswegen nenne ich mal „Der Gentleman“ von Forrest Leo – einfach weil ich das Theaterstück wohl nie zu Gesicht bekommen werde, es aber gerne sehen würde. 🙂

 

Ich nomiere…

weltentzueckt

Leseengel

Meine Fragen…

  1. Was ist dein Lieblingsgetränk?

2. Gibt es einen bestimmten Geruch, der dich anspricht?

3. Welches Lied beschreibt deine momentane Stimmung am besten?

4. Was ist dein Lieblinglingswort?

5. Was würdest du gerne eines Tages wissen?

 

 

Ich hoffe, dass euch der Beitrag gefallen hat – wie hättet ihr geantwortet? 🙂