📖 Rezension zu: „Der Fall des verschwundenen Lords – Ein Enola-Holmes-Krimi“ von Nancy Springer

Der Fall des verschwundenen Lords

Ein guter erster Band.

Die junge Enola Holmes macht sich an ihrem Geburtstag große Sorgen, als ihre Mutter unauffindbar bleibt. Schnell macht sich Enola – die, so ihre Mutter, bestens alleine zurecht kommt – auf die Suche; doch leider vergebens.
Als sie nicht mehr weiter weiß, kontaktiert sie ihre großen Brüder, zu denen sie schon jahrelang keinen Kontakt mehr hat. Sie vermutet, dass dies darin begründet liegt, dass sie als viel zu spät geborenes Mädchen eine Schande für die ganze Familie ist. Es dauert nicht lange, da tauchen Sherlock und Mycroft Holmes auf. Enolas Freude hält jedoch nur kurz, denn die beiden feinen Herren sprechen furchtbar über ihre Mutter und bemängeln Enolas wenig damenhafte Erziehung (für die sie doch eigentlich jahrelang ordentlich gezahlt haben).
Für die beiden ist jedenfalls eindeutig, dass die Vermisste freiwillig gegangen ist, ja, sich sogar mit dem von ihnen erbeuteten Geld für Angestellte und eine gute Bildung abgesetzt hat. Außerdem wollen sie sich jetzt endlich um Elona kümmern… Indem sie sie in ein Internat für junge Damen stecken… So aber nicht mit ihrer Schwester!
Enola flieht vor dem ihr blühenden Schicksal, versucht ihre Mutter zu finden und stößt dabei zufällig auf den Fall des verschwundenen Lords Tewksbury. Sie stellt erste Ermittlungen an – ohne zu wissen, in welche Gefahr sie sich begibt…

„Der Fall des verschwundenen Lords“ ist der erste Band der Krimireihe um Enola Holmes. Der Schreibstil ist meistens sehr simpel gehalten und wird gelegentlich durch ein paar schwierigere Ausdrücke, die in das Jahr 1888 passen, gespickt. Die Autorin hat versucht, der jungen Leserschaft ein Gefühl für das Leben von Frauen zu dieser Zeit zu vermitteln. So zieht sich beispielsweise das Thema Kleidung wie ein roter Faden durch das gesamte Buch nd wird in jeder nur erdenklichen Situation angeführt, sodass es schon etwas zu präsent war. Aber auch das vorherrschende Frauenbild wird durch die abschätzigen Bemerkungen von Sherlock über den mangelnden Verstand von Frauen vermittelt. Glücklicherweise ist Enola ganz im Gegensatz zur Behauptung des berühmten Detektivs nicht auf den Kopf gefallen und kann – nach anfänglichen Schwierigkeiten, denn der erste Hinweis, den sie lange übersehen hat, war extrem offensichtlich – erfolgreich Ermittlungen anstellen.
Enola ist mit ihrer manchmal etwas wilderen Art ein toller Charakter, der sich so leicht nichts gefallen lässt. Das Buch ist schön geschrieben, lässt sich gut lesen und weckt die Neugierde auf die nächsten Fälle – auch wenn dann hoffentlich die Fälle etwas mehr im Vordergrund stehen und sie zeigt, dass sie bereits was das Ermitteln angeht, Fortschritte gemacht hat.

4-Sterne

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