📖 Rezension zu: „Ein Zimmer über dem Meer“ von Dana Paul

Cover für Ein Zimmer über dem Meer

Sehr vorhersehbar…

Am liebsten würde Kim ihren heiß geliebten Verlobten Jake gar nicht gehen lassen, da sie weiß, dass die vierzehn Tage ohne ihn viel zu langsam vergehen werden. Doch für den Profi-Surfer stellt der rennomierte „World Surf Cup“ einen bedeutenden Wettbewerb dar. Auch wenn Kim die Wellen, welche ihn verschlingen könnten, fürchtet und immer in der Angst lebt, dass er nicht mehr Zuhause ankommt, weiß sie tief in ihrem Inneren, dass Jake auf dem Wasser vollkommen in seinem Element ist.
Allerdings wird Jake den Wettbewerbsort niemals erreichen, da das ihn dorthin bringen sollende Flugzeug auf dem Weg abstürtzt. Von unendlicher Trauer erfüllt, beschließt Kim so nah wie möglich an den Absturzort zu reisen und sich dort das Leben zu nehmen. Um also in der Nähe ihres Verlobten zu sterben, reist sie nach Penzance.
Als sie kurz darauf an den Klippen steht und auf das verlockende Meer unter sich blickt, in Gedanken schon bei Jake, taucht eine ältere Dame namens Janet auf, die Kims Plan zum Scheitern bringt. Die Dorfbewohnerin und Witwe des Leuchtturmwärters nimmt sie mit in ihr Haus am Meer und erzählt Kim von einer Frau, der taubstummen Leandra, die vor ungefähr hundert Jahren ein ähnliches Schicksal wie Kim durchlaufen hat, sich umbringen wollte und vom Leuchtturmwärter gerettet wurde. Aus Leadras Tagebuch erfährt sie nach und nach mehr von der berührenden und tragischen Geschichte. Als Janets Enkel Dan auftaucht, bringt er Kim durcheinander, sodass sie sich selbst die Frage stellen muss, ob sie bereit wäre, noch einmal zu lieben.

Mir gefällt die Idee, dass der Cornwall-Roman „Ein Zimmer über dem Meer“ zwei zeitlich stark voneinander getrennte Handlungsstränge umfasst. Da man immer wieder Auszüge aus Leandras Tagebuch liest, erhält man nach und nach einen besseren Eindruck von ihrem Leben und den vielen Schicksalsschlägen, Ungerechtigkeiten oder Demütigungen. Allerdings beeinflussen diese Erlebnisse die Geschichte von Kim kaum, sodass die beiden Erzählstränge nur wenig miteinander verknüpft werden.
Darüber hinaus ist die Handlung sehr vorhersehbar, was die Spannung deutlich mindert. Der Schreibstil ist angenehm leicht gehalten, weswegen sich das Buch schnell lesen lässt. Die Charaktere werden recht gut beschrieben, wobei ich mich weniger mit Kim als mit Janet anfreunden konnte. An einigen Stellen war das Buch meines Erachtens etwas überzogen und daher unrealistisch, was auch mit der Vorhersehbarkeit einhergeht.
Außerdem ist es für meinen Begriff schade, dass manchmal die Namen von Dan und Jake verwechselt wurden, da man diesen störenden und verwirrenden Fehler problemlos hätte vermeiden können.

Alles in allem handelt es sich hierbei um ein unaufgeregtes Buch, welches durchaus vorhersehbar, aber schön geschrieben worden ist. Für begeisterte Liebesroman-Leser ist es vielleicht eher geeignet, mich konnte es nicht so sehr für sich gewinnen…

Ich vergebe 3 von 5 Sternen

3-Sterne

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