đź“– Rezension zu: „Stimmtraining“ von Eva Loschky

Stimmtraining

Sehr zu empfehlen!

Ob monoton, ausdrucksstark, piepsig, hohl, tief, schrill, weich, hart oder nasal – Stimmen können ganz unterschiedlich klingen und daher auch sehr verschiedene Empfindungen beim Zuhörer wecken. So können Stimmen an- oder unangenehm sein und uns daher besser oder schlechter ankommen lassen. Einer monotonen oder sehr schrillen Stimme bei einem längeren Vortrag zu folgen, fällt zudem schwerer: Bei einer Präsentation besteht die ĂĽbermittelte Botschaft zu 38% aus der Stimme (Klang, Tonfall, Melodie, Art und Weise des Stimmgebrauchs), zu 55% aus Nonverbalem (Erscheinungsbild, Ausstrahlung, Gestik und Mimik) und nur zu 7% aus verbalen Hinweisen (dem Wortinhalt), weswegen die Stimme gerade fĂĽr „Voice Worker“ von groĂźer Bedeutung ist. (S.95) Beruflich wie auch privat ist eine authentische, angenehme und ungezwungene Stimme also unerlässlich.
Eva Loschky hat Gesang studiert, Bühnenerfahrung gesammelt und ist ausgebildete Logopädin. Seit vielen Jahren bietet sie mit der Loschky-Methode® ein ganzkörperverbundenes Stimmtraining im Rahmen von Coachings und Workshops, dass eine belastbare und wohlklingende Stimme, welche zu überzeugen vermag, zum Ziel hat.

In ihrem Buch zeigt sie Schritt fĂĽr Schritt in den Kapiteln „Einstimmung“, „Die Stimme – das unbekannte Phänomen“, „Der Einatem – Moment der Ruhe vor dem Klang“, „Das Becken – Schale fĂĽr den Klang“, „Der Ausatem – Erzeuger des Klangs“, „Die quere Bauchmuskel – der sichere Halt“, „Kleiner Ausflug zu den Atemtypen“, „Die Flanken – das Tor zur Welt“, „Mund- und Rauchenraum – eine freie Klanghöle“, „Atem, Stimme, Emotion“, „Stimmlust pur“, „Ăśberblick“, „Ausklang“ und „10 Tipps fĂĽr eine effektive Stimmpflege“ sowie einigen weiteren Unterkapiteln, wie der gesamte Körper Auswirkungen auf die eigene Stimme hat. AuĂźerdem erklärt sie von Grund auf, wie man seine Atmung,… verbessern kann. Dabei zeigen viele Fallbeispiele aus ihren Coachings und ähnlichen Veranstaltungen, wo Fehlerquellen lauern und welche BemĂĽhungen es braucht, um diese zu umgehen.
Viele Ăśbungen vermitteln darĂĽber hinaus den achtsamen Umgang mit dem Körper und der Stimme, machen SpaĂź, sind gut erklärt, lassen sich daher problemlos ausfĂĽhren und verhelfen schnell zu Erfolgen. Sehr schön sind meines Erachtens auch die Vorstellungen, welche man sich bei den Ăśbungen machen soll – ganz gleich ob dies nun das Finden seiner „Buddha-Qualität“ (S.80), der „HeiĂźluftballon“ (S.149) oder der „weiĂźe Kranich“ (S.151) ist.
Die Gestaltung des Buches ist außerdem sehr ansprechend, da viele Zeichnungen die gerade angesprochenen Körperregionen oder Ähnliches aufzeigen. Viele verdeutlichen auch die richtige Ausführung der Übung, dunkel unterlegte Boxen lassen die Übungen oder zusammenfassende Infoboxen sofort ins Auge stechen.
Eva Loschky stellt heraus, dass wir im Säuglingsalter über eine viel weitere Spannbreite von Tönen verfügen, welche wir dann jedoch im Verlaufe der Zeit verlernen; zum Teil weil wir beim Spracherwerb Nahstehende wie Verwandte imitieren. Sie möchte ermöglich, dass man seine persönliche und authentische Stimme wiederentdeckt und sie sich dauerhaft aneignet.

Mir konnte dieses Buch bereits sehr schnell zu einem bewussteren Atmen und Sprechen verhelfen. Da die Übungen so ausgewählt worden sind, dass man sich stets über Erfolgserlebnisse freuen kann, bleibt man auch dauerhaft motiviert und verliert den Spaß nicht. Und dass ist doch schließlich das A und O im Zusammenhang mit Körper und Stimme. Wer sich wohlfühlt wird auch eher eine wohlklingende Stimme haben. Generell gelte der Grundsatz, was dem Körper guttue, seie auch der Stimme förderlich.
Von mir gibt es fĂĽr dieses Sprech-, Gesangs- und AtemĂĽbungen umfassende Buch 5 Sterne!

5-Sterne

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