📖 Rezension zu: „Meine amerikanische Freundin“ von MichĂšle Halberstadt

Leider nicht emotional…

Molly, die engste Freundin der französischen ErzĂ€hlerin, lebt in New York. Sie hat viele Freunde, ist ĂŒberzeugter Single wĂ€hrend die Französin verheiratet ist, Kinder hat.
Beide verbindet ihre Arbeit in der Filmbranche, ĂŒber die sie sich auch kennengelernt haben.
Was keiner richtig einzuordnen weiß, wird Mollys Leben vollkommen verĂ€ndern. Ihre fast durchgehend andauernden MigrĂ€neanfĂ€lle zum Beispiel. Als bei ihr eine Aneurysmaruptur im Gehirn diagnostiziert wird, ist es schon fast zu spĂ€t. Die doch immer so perfekte Molly liegt im Koma – und es ist fraglich, ob sie wieder aufwachen wird…
Doch sie wacht – von den Ärzten unerwarteter Weise – nach drei Monaten wieder aus dem Koma auf. Allerdings ist sie als sie aufwacht nicht nur halbseitig gelĂ€hmt, sondern auch ihr KurzzeitgedĂ€chnis hat stark gelitten. Die einst so starke und kĂ€mpferische Molly zieht sich zurĂŒck und verbringt die Tage damit, fernzusehen und SĂŒĂŸigkeiten und Fastfood zu essen.
Aber die ErzĂ€hlerin möchte dies nicht wahrhaben, erinnert sich noch an die „alte“ Molly und will sie wieder zurĂŒckholen. allerdings ist das leichter gesagt als getan.

Dieses Buch besteht aus einer Aneinanderreihung von TagebucheintrĂ€gen der Ich-ErzĂ€hlerin. Von dieser erfĂ€hrt man niemals den Namen, nur dass er auch mit einem „M“ beginnt. Eigentlich möchte man meinen, dass dieses Buch sehr emotional ist, zumalen einem dies im Klappentext versprochen wird. Allerdings konnte ich zu keinem Zeitpunkt auch nur irgendeine Verbindung zu einer der Freundinnen aufbauen. Ihre Charaktere wurden nicht so beschrieben, dass man sich mit ihnen identifizieren oder einfach mit ihnen mitfĂŒhlen konnte. Mich hat die Geschichte nicht im geringsten berĂŒhrt, was ich sehr schade finde, da es sich ja um eine traurige Thematik handelt…
DarĂŒber hinaus konnte ich mich mit dem Schreibstil nicht anfreunden, da dieser immer sehr abgehackt und holprig war. Was sich durch das ganze Buch zog – und mich insgeheim nervte – war die Beschreibung, Molly sei im Koma auf dem Planeten Komma (einer LĂŒcke zwischen zwei Wörtern oder SatzgefĂŒgen und somit auf einem Planeten der Atempause) gelandet. Kaum eine Seite kam ohne den Planeten Komma aus…

Alles in allem bin ich von diesem Buch recht enttĂ€uscht. Ich hatte mir ein emotionales Buch erhofft, welches zeigt, wie Freundschaft auch schwierige Situationen ĂŒberdauern kann.

 

2/5 Sterne

2-Sterne

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