📖 Rezension zu: „Peace Food – Vegano Italiano“ von Ruediger Dahlke

Peace Food - Vegano Italiano

Italien vegan!

Vegano Italiano stammt aus Ruediger Dalkes Peace Food Buchreihe. Er versteht unter diesem Begriff, dass man keine tierischen Produkte zu sich nimmt, um keinen Tieren zu schaden, zumalen man durch eine rein pflanzliche Ernährung eine höhere Immunität gegen weit verbreitete Krankheiten entwickele und zu guter Letzt bei der Genesung der Erde mithelfe.
Wenn man über italienische Küche nachdenkt, kommen einem unweigerlich Antipasti, Bruschetta und Pasta in den Kopf- allgemein leckere und leichte mediterrane Rezepte. Ich war sehr gespannt auf die veganen Rezepte in diesem Buch, die ein Team aus Köchen (und nicht Herr Dahlke selbst) zusammengestellt haben.
Die drei Köchinnen und der eine Koch haben wirklich tolle 90 vegane Rezepte zusammengetragen!
Doch zu Beginn gibt es ein 31 seitiges Vorwort Ruediger Dahlkes, das mich ehrlich gesagt überhaupt nicht begeistern konnte. Hier schreibt er nämlich, wie er den Vegan-Trend entdeckt und alleine verbreitet habe und wie viele Menschen sich an ihm ein Beispiel genommen hätten.. Dieses Vorwort hat mich wirklich genervt und ich empfand das viele Selbstlob als extrem störend.. Und 31 Seiten Vorwort habe ich wirklich noch nie erlebt! Außerdem lobt er die kultivierte italienische Küche im Vergleich zu der einfachen und unspektakulären deutschen Art zu Essen, die keineswegs irgendetwas mit Kultur zu tun habe.
Ich habe ernstahft darüber nachgedacht wegen dieses Vorwortes einen weiteren Stern abzuziehen, habe mich aber doch noch dagegen entschieden. Jedem der dieses Buch liest kann ich nur empfehlen direkt auf Seite 32 zu starten, denn da beginnen die Vorspeisen, die Antipasti.
Hier findet man Rezepte zu Bruschetta, Dinkel-Leinsamen-Crackern, verschiedenen Brotaufstrichen, Salaten, Gemüsepäckchen oder meinem Favoriten: Den Kichererbsen-Zucchini-Karotten-Küchlein.
Das nächste Kapitel widmet sich dem ersten Gang, auf italienisch Primi Piatti: Ob Suppen oder Nudel- und Reisgerichte ist fast alles dabei.
Der zweite Gang und die Beilagen (Secondi Piatti & Contorni) bestehen aus Gemüsesuppen und anderen Gemüsegerichten zum Sattessen.
Die Seitan- und Tofurezepte hingegen konnten mich nicht so ganz überzeugen, da ich der Auffassung bin, dass der Anbau von Soja der Welt definitiv nicht „beim Genesen hilft“.
Zu guter Letzt folgt ein Kapitel namens „Dolci“ zu Desserts und Gebäck. Von Muffins über karamellisierte Früchte bis hin zu Pancakes ist alles dabei.

Die Rezepte gefallen mir gut, jedoch sind die <3- Tipps ein starker Kritikpunkt für mich.. Ich zitiere einfach einen oft (!!!!) in diesem Buch vorkommen Herzchen-Tipp:
„<3 TIPP: Die Volumenmenge messen Sie ganz einfach so:
Das abgewogene Getreide in eine Tasse oder einen Becher füllen und mit einem Filzstift in der Tasse markieren, wie hoch das Getreide in der Tasse steht. Getreide in einen Topf füllen und die Tasse zweimal bis zur Markierung mit Wasser füllen. Das Wasser zum Getreide in den Topf füllen“
Diesen Tipp, der wirklich oft wiederholt wird, kenne ich sogar noch aus Kindergartenzeiten…

Alles in allem lassen sich, wenn man ersteinmal an dem sehr langen Vorwort vorbeigekommen ist, viele schöne Rezepte finden. Sie sind gut verständlich erklärt und gehen recht leicht von der Hand, wobei auch einige kniffligere Rezepte dabei sind.

knappe 4/5 Sterne

4-Sterne

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