📖 Rezension zu: „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer

Gut gegen Nordwind

Intimer E-Mail-Verkehr – kann sich daraus auch mehr entwickeln??

Eigentlich möchte Emma nur ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler verschickt sie die E-Mails an Leo Leike. Und so entwickelt sich ein reger E-mail-Verkehr, in dem die Beiden sich über alles sehr intim und zugleich doch distanziert unterhalten. Doch bald wollen sie mehr: Sie wollen sich treffen! Sie wollen die Stimme des Anderen hören!
Problem bei der aufkeimenden Liebe: Emmi ist verheiratet und hat zwei (Stief-)Kinder…
Und deshalb müssen sich Leo und Emmi mit den Fragen auseinandersetzen, wie weit ihre „Bekanntschaft“ gehen soll, was sie mit einem Treffen riskieren würden, welche Vor-und Nachteile diese Anonymität hat.
Die Bewertung dieses Buchs ist echt schwierig…
Zum Einen finde ich die Idee sehr gelungen, manchmal hat das Buch auch philosophische Züge (aber nur manchmal….). Dann ist es eine Weile spannend, und man meint, Leo und Emmi wären kurz vor einem Durchbruch, doch im nächsten Moment ist man wieder desillusioniert… Dann ist es zum Einen leicht, dem Buch zu folgen, auf Grund des Textes/ des Inhaltes, aber zum Anderen war es für mich manchmal etwas schwierig zu verstehen, wer was geschrieben hat, da das Buch nur aus E-Mails besteht, die meist nicht auf „Deine Emmi“, oder „Gute Nacht. Leo.“ enden… Besonders schwierig wird es dann, wenn Leo oder Emmi zweimal hintereinander schreiben….
Dann war das Buch phasenweise sehr emotional, doch das Ende hat mir nicht so gut gefallen, leider… Denn es geht für alle Beteiligten: Leo, Emmi, ihren Mann Bernhard und die Kinder, anders aus, als ich es erwartet hätte…..
Das alles macht die Bewertung so schwierig…….

Empfehlen kann ich dieses Buch allen, die eine moderne Liebesgeschichte lesen möchten und dabei gerne mal um die klassischen Strukturen, Dialoge und Enden herum kommen möchten. Das Buch ist kurzweilig und man kann es schön zwischendurch lesen.. Es ist gefühlvoll, drückt aber auch nicht auf die Tränendrüse… Also kein kitschiges Buch…… Man sollte sich aber auch nicht zuuu viel davon erhoffen..
Es ist zum Lesen mal ganz nett, wird aber definitiv nicht unter meine Lieblingsbücher kommen… Vielleicht gefällt es jemand anderem ja mehr, und ich bin nur viel zu kritisch….
Schweren Herzens vergebe ich somit 3 Sterne…. Wie gesagt, es ist für mich dieses Mal sehr schwer, das Buch zu bewerten..

3/5 Sterne

3-Sterne

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Ein Gedanke zu “📖 Rezension zu: „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer

  1. Hey,

    schade das dich das Buch nicht überzeugen konnte. Ich mag es sehr sehr gern, weil ich Emma und Leo einfach klasse finde. Aber auch das Konzept gefällt mir, ich mag gern Bücher die nicht einfach aus Fließtext bestehen.
    Ich fand auch die Sprache, gerade dieses manchmal philosophische sehr toll. Am liebsten hätte ich das halbe Buch in meine Zitate Sammlung aufgenommen♥

    Wenn dir das Ende nicht gefallen hat, interessiert dich vielleicht, dass es eine Fortsetzung gibt, die „Alle sieben Wellen“ heißt. Mir hat sie nicht ganz so gut gefallen wie der erste Teil, aber es war trotzdem schön.

    Ich folge dir jetzt übrigens per Mail.
    Gruß,
    Julia

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