📖 Rezension zu: „Die Seele der Steine“ von Peggy Langhans

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Werde was du bist!

Die französische Schriftstellerin Barbara Benoit ist mit ihren Büchern sehr erfolgreich. Deshalb muss sie immer wieder in die verschiedensten Länder reisen, um Signierstunden abzuhalten und den Presse-Leuten auf ihre langweiligen und unwichtigen Fragen zu antworten: „Wo nehmen sie ihre Ideen her?“, und so weiter.. Da wäre Barbara viel lieber zu Hause, in ihrem Haus nahe Montpellier.. Nahe am Meer und einfach weit weg vom Trubel und zu vielen Menschen.. Aber bei ihrer Arbeit und Thierry..
Als sie widerwillig in das Flugzeug nach Deutschland steigt, weiß sie noch nicht, dass dieser Besuch in Berlin ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellen wird… Denn Barbara beschließt, eine Weile länger in Berlin zu bleiben, als es eigentlich vorgesehen war, was für sie schon einmal vollkommen untypisch ist.
Als sie dann das zweite Mal durch Zufall auf die junge Annika trifft, die in Barbaras Augen doch einen sehr merkwürdigen Lebensstil führt, beginnt sie, eine Verbundenheit zu spüren.
Dieses Gefühl von Geborgenheit hatte Barbara schon lange nicht mehr.. Und sie erwartet es schon gar nicht gegenüber einer jungen, fremden Frau… Barbara ist versunken in ihrer Arbeit und bleibt in den Schatten ihrer Vergangenheit gefangen.. Wenn sie diese verarbeitet hätte, würde sie dann auch mit ihrem Umfeld anders umgehen? Wäre sie offener? Lockerer? Und welche Rolle würde Thierry in diesem Leben spielen? Wie wichtig ist er ihr?

Ist womöglich diese fremde Annika in der Lage, Barbaras gesamtes Leben zu verbessern? Ihr zu Antworten zu verhelfen?
Kann eine, dir vollkommen fremde Frau, dein Leben verbessern? Barbara wird es herausfinden!

Dieses Buch behandelt auf 190 Seiten eine Menge Fragen zu Themen wie Vertrautheit, Verbundenheit, Freundschaft und den wichtigen Dingen im Leben. Da man von Barbara und Annika zu Beginn des Buches nur sehr wenig weiß, ist man umso überraschter und zeigt umso mehr Verständnis gegenüber deren Verhalten und Weltansichten. Besonders für Barbara, in deren Verhalten man auch eine eindeutige Entwicklung feststellen kann, bringt man Seite für Seite mehr Sympathie auf. Interessant ist es auch, zu sehen, wie sich zwei unterschiedliche Frauen, die sich sogar noch nicht einmal länger bekannt sind, zusammen verhalten und wie sie sich einander annähern und wo sie keine Toleranz zeigen können und wollen und wo sie wiederum Verständnis aufbringen. Man kann mit den Charakteren sehr gut mitfühlen und der Schreibstil ist sehr angenehm, sodass man das Buch in wenigen Etappen lesen kann.
Eine wichtige Rolle in dem Buch spielen die Steine, deren Bedeutung jeder für sich selbst herausfinden muss. Und das ist wirklich sehr gut, denn ich mag es, wenn man in Büchern immer wiederkehrende Symbole entdeckt, die man auch noch deuten kann.
„Die Seele der Steine“ ist Peggy Langhans‘ Romandebüt und ich kann wirklich weiterempfehlen!

4/5 Sterne

4-Sterne

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