📖 Rezension zu: „Mary Poppins“ von Pamela L. Travers

Mary Poppins

Ich hatte mir mehr erhofft..

Was im Kirschbaumweg 17 vorgeht, ist unfassbar:
Der Wind hat sich gedreht und weht ein neues Kindermädchen für Jane, Micheal, und die Zwillinge John und Babara ins Haus. Sie ist das wohl bekannteste Kindermädchen, und das einzige, dass Treppen hinaufrutschen kann- sie ist Mary Poppins.
Mary Poppins ist sehr elegant, gut gekleidet, hat vorbildliche Manieren und ist modern, denn sie zeigt niemandem ihre Zeugnisse bevor sie die Familie verlässt- und was noch wichtiger ist: sie besitzt magische Fähigkeiten.
Das merken die siebenjährige Jane und der fünfjährige Micheal Banks sehr schnell- kaum ist Miss Poppins die Treppe hinaufgerutscht, bringt sie aus ihrer offensichtlich leeren Teppich-Tasche einiges an Gepäck zum Vorschein.
Bald beginnt für die Kinder im Kirschbaumweg 17 eine aufregende Zeit voller Abenteuer, in der sie nachts im Zoo sind, merkwürdige Leute kennenlernen, mit ihnen Tee trinken und vieles mehr..
Außerdem hat Mary Poppins auch seltsame Verwante, die Jane und Micheal bald kennenlernen..  Aber nach jedem noch so magischem Ereignis behauptet Mary, dass sich die Kinder das Geschehene nur eingebildet haben, weil sie eine blühende Fantasie besitzen..
Einer der merkwürdigen Verwanten ist der verrückte, aber auch irgendwie sympathische Onkel Albert. Den man schon aus dem Film kennt und mit Lachgas in Verbindung bringt. :o) Doch Miss Poppins hat schon bei ihrer Ankunft gesagt, dass sie weiterziehen will, wenn sich der Wind dreht.. Das ist jedoch schon bald vergessen.

Doch leider ist nicht viel mehr so wie im Film. Es ist wirklich selten so, aber mir hat der Film mehr zugesagt als das Buch..
Im Film ist Mary Poppins ein liebenswürdiges Kindermädchen, das für Späße zu haben ist und die Kinder sehr gerne mag.. Doch im Buch ist sie oft arrogant, herablassend und eitel.. Das hat mich beim Lesen sehr gestört.. Schließlich habe ich den Film schon unzählige Male gesehen und ihn immer geliebt und ich fand immer, dass Mary Poppins ein wunderbares Kindermädchen ist, das ich auch sehr gerne einmal kennenlernen würde, um mit ihr in Bildern spazieren zu gehen, auf Dächern mit Schornsteinfegern zu tanzen und einfach Spaß zu haben..

…..Und plötzlich, genauso überraschend wie sie gekommen war, verlässt Mary die Familie, weil der Wind sich gedreht hat, und hinterlässt eine Familie in der das Chaos zurückkehrt und eine Mutter, die diese Unverschämtheit nicht glauben kann.
Doch Jane und Micheal wissen, dass Mary bald wiederkommen wird.. Ganz bestimmt!!

Weil ich den Film so sehr liebe, dachte ich, ich müsste unbedingt das Buch (bzw. die Bücher) dazu lesen. Doch kommt „Mary Poppins“ nicht annähernd an den Film heran.. Sehr schade..
Ich konnte mich erst gegen Ende des Buches einigermaßen mit Mary Poppins anfreunden. Und dann war sie plötzlich weg und das Buch zu Ende..
Die Sprache ist irgendwo zwischen altmodischer und…. gesprochener Sprache einzuordnen.. Anders als erwartet.. Aber keinesfalls unangenehm. Ich musste mich eine kurze Weile an diesen Stil gewöhnen, doch danach bemerkt man es kaum noch..

Zwar ist dieses Buch ein Klassiker, den jeder einmal gelesen haben sollte, aber eigentlich verpasst man nicht viel, wenn man es nicht liest. Man lernt besstenfalls nur den Film mehr wertzuschätzen..

3/5 Sterne

3-Sterne

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